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werkbaum/README.de.md
T
mhoennig 6917b420d8 docs: eingebettetes Pad — Update-Poller als Ursache ausgeschlossen (D31)
Gemeldet: Das eingebettete Etherpad lässt sich nach einer Weile nicht mehr
bearbeiten; Verdacht auf den Update-Poller. Der ist es nicht, und das ist
belegt statt vermutet:

- `checkForUpdates()` holt `location.href`, also den Werkbaum-Origin — es kann
  die Pad-Drosselung gar nicht auslösen.
- Es lädt die Seite nicht neu; `checkAndShowUpdateNotification()` und
  `showUpdateDebug()` hängen nur `position:fixed`-Elemente an `<body>`. Kein
  Neuaufbau eines Containers um den Rahmen — der WÜRDE ihn neu laden, weil ein
  Umhängen im DOM jeden `<iframe>` neu lädt.
- Gemessen über ~6 Minuten: window-Marker überlebt (kein Seiten-Reload),
  `load`-Zähler am Rahmen bleibt 0 (kein Rahmen-Reload), Sichtbarkeit
  durchgehend `visible`.

Reproduziert wurde der Fehler nicht. Nach sechs Minuten lief die Verbindung
noch — geprüft ohne Tippen, indem das Pad von außen geändert wurde: der Rahmen
übernahm die Änderung sofort. Etherpads eigene Meldungen sind von außen nicht
lesbar (fremdstämmiger Rahmen, eigener Konsolen-Kontext).

Als Verdacht festgehalten, ausdrücklich unbewiesen: das `SameSite=Lax`-Cookie.
Die erste Verbindung gelingt, aber beim Wiederaufbau nach einem Abbruch fehlt
die Autoren-Identität — sichtbar, aber nicht mehr beschreibbar. Passt zu „nach
einer Weile" und dazu, dass es im eigenen Tab nicht auftritt.

Der entscheidende Test gehört dem, der es sieht: Pad im eigenen Tab öffnen.
Geht es dort, ist es der Dritt-Kontext (nur serverseitig zu beheben). Klemmt es
dort auch, liegt es am Pad.

Behelf ist schon eingebaut: Einmal durch den Ansichts-Wähler schalten lädt den
Rahmen neu (über `about:blank`). Bewusst NICHT in den Neu-laden-Knopf gelegt —
der zieht nach dem Tippen Spiegel und Diagramm nach, und ein Rahmen-Reload
dabei kostete jedes Mal die Schreibmarke im Pad.
2026-07-30 13:38:19 +02:00

13 KiB
Raw Blame History

Werkbaum-Logo

Werkbaum

English · Deutsch

▶ Live ausprobieren: https://werkbaum.javagil.de (stabil) · https://mhoennig.github.io/werkbaum/ (jeweils neuester Build 🚧)

Eine textuelle, Markdown-artige Notation für Projektstrukturpläne (Work Breakdown Structure) mit Und/Oder-Zerlegung — und ein Live-Editor, der sie als Diagramm rendert.

[~] Werkbaum (XL) https://wiki.example.de/relaunch
  - [~] Dokumentenspeicher
    | [x] Textdatei mit Copy+Paste im Frontend (S)
        - [x] Parser
        - [x] Texteingabefeld im Frontend
    | [ ] Backend
  - [~] Darstellung/Rendern (XL)
    - [/] H (S) @anna
    - [ ] CMS-Anbindung (M)
      | [ ] WordPress
      | [?] Headless CMS

- = Pflicht-Teilpaket (all of, im Diagramm nebeneinander) · | = Alternative (any of, untereinander) · […] = Status · (M) = T-Shirt-Aufwand · @name = Zuständigkeit · %% = Kommentar.

Nutzung

Werkbaum-Editor: Live-Diagramm oben, Textnotation darunter, mit Statusfarben, T-Shirt-Größen, Tags und Export-Schaltflächen

Den gehosteten Editor öffnen — links Text bearbeiten, rechts entsteht das Diagramm live. Toggles: transponierte (schmale) Darstellung, verworfene Elemente einblenden.

Zwischen Diagramm und Text springen

Diagramm und Editor sind in beide Richtungen verknüpft:

  • Alt+Klick auf einen Knoten (Tastatur: Alt+Enter, Touch: langer Druck) markiert seine Zeile im Texteditor — ein zugeklapptes Editor-Panel öffnet sich dabei zuerst.
  • Cursor im Text bewegen hebt den zugehörigen Knoten im Diagramm hervor.

Der einfache Klick behält seine bisherige Bedeutung: Ein Knoten mit URL öffnet sie weiterhin.

Diagramm aus einer URL laden

Der Editor kann seinen Notationstext über den Query-Parameter sourceUrl aus einer externen Textdatei beziehen — praktisch zum Teilen eines Plans oder wenn die Quelle in Git oder einem Wiki gepflegt wird:

https://mhoennig.github.io/werkbaum/?sourceUrl=https://raw.githubusercontent.com/mhoennig/werkbaum/main/docs/examples/example-plan-0.werkbaum

Fertige Beispiele in docs/examples/nacheinander öffnen: Jedes wird ein eigenes Dokument, danach lässt sich in der Editor-Titelzeile zwischen allen umschalten:

Beispiel Zeigt
0 · Online-Shop-Relaunch ein Softwareprojekt mit allen acht Status
1 · Neue Küche ein Plan ohne Software, viele Alternativen — gut für den Günstigster-Pfad-Schalter
2 · Community-Konferenz ein breiter Plan mit vielen Beteiligten; horizontal vs. kompakt vergleichen
3 · Drei Arbeitsstränge mehrere Wurzeln = mehrere Bäume nebeneinander
Werkbaum selbst Bestand und mögliche Weiterentwicklung

(Die Links zeigen auf den latest build 🚧; die stabile Instanz kann sourceUrl ab ihrem nächsten Produktions-Deploy.)

Der geladene Text wird als eigenes Dokument geführt, dessen Name die URL ist — eigene Dokumente bleiben unberührt, und derselbe Link aktualisiert dieses eine Dokument, statt Kopien anzuhäufen. Die URL ist die Quelle der Wahrheit: Sie wird bei jedem Laden neu geholt, lokale Änderungen daran überleben ein Neuladen also nicht.

Notationsdateien tragen die Endung .werkbaum (UTF-8; siehe docs/SPEC.md §12 und D24) — Konvention, kein Vertrag: sourceUrl liest jede per http(s) erreichbare Textdatei, unabhängig von Endung und Content-Type.

Einschränkung — CORS: Der Browser lädt fremde Hosts nur, wenn sie Access-Control-Allow-Origin senden. raw.githubusercontent.com und GitLab-Raw-Links tun das; ein beliebiger Webserver oft nicht. Scheitert das Laden, bleibt der bisherige Stand stehen und eine Warnung nennt die Ursache. Zugelassen sind nur http/https.

Zusammen an einem Plan arbeiten (Etherpad)

Für Zusammenarbeit in Echtzeit braucht Werkbaum kein eigenes Backend — es leiht sich ein Etherpad. Angegeben wird die Pad-Adresse, wie sie im Browser steht (ohne Export-Pfad, den hängt Werkbaum selbst an):

https://werkbaum.javagil.de/?etherpad=https://pad.hostsharing.net/p/mein-plan

Alle bearbeiten den Notationstext im Pad; ein Neu-laden-Knopf neben dem Pad-Knopf holt den aktuellen Stand. Das Zusammenführen gleichzeitiger Änderungen macht Etherpad — genau darum geht es.

Bewusst kein Abrufen im Hintergrund: Etherpad drosselt den Export (serienmäßig 10 Abrufe je 90 s und IP), ein Takt gewinnt dagegen nicht — er erzeugt die Drosselung. Nachgemessen: Nach Überschreiten des Budgets hält der Server die Verbindung rund zwei Minuten ohne Antwort offen und liefert dann in 0,4 s. Der Knopf greift gut mit „Was ist neu?" zusammen: drücken, und was seither in Produktion ging, leuchtet auf.

Weil das Pad die Schreibfläche ist, ist das Textfeld hier schreibgeschützt; ein Knopf in der Editor-Titelzeile öffnet das Pad im neuen Tab. Ohne den Schutz verschwände getippter Text beim nächsten Abruf.

Getestet gegen Etherpad: Der Klartext-Export sendet Access-Control-Allow-Origin: *, und die Notation kommt byte-identisch zurück — führende Leerzeichen, -/+/|, Statusboxen und %% überleben Etherpads Speichermodell, das - wird nicht zur Aufzählung umgedeutet.

Das Pad lässt sich auch im Editor-Panel einbetten: Ein Wähler in der Titelzeile schaltet reihum zwischen Pad und Text (durch einen Splitter frei geteilt), nur Pad und nur Text. Der schmal gezogene Textspiegel behält seinen Zweck — der Sprung zwischen Diagramm und Text arbeitet auf ihm, und in nur Pad holt ein Sprung ihn selbst zurück. Der Rahmen wird nur geladen, solange er sichtbar ist, denn ein geladenes Pad verbindet sich und zeigt dich in dessen Anwesenden-Liste.

Der gemeinsame Zeigefinger: Schreib !!! in eine Zeile, und dieser Knoten wird hervorgehoben und ins Bild geholt — bei allen, die auf das Pad schauen. Das kann ein Cursor nicht. Erkannt nur als alleinstehendes Token, Achtung!!! bleibt also ein gewöhnliches Label. Die Marke bleibt stehen, bis jemand sie löscht.

Bedenke: Der Plantext liegt damit auf fremder Infrastruktur, und ein Pad ist für jeden lesbar, der die Adresse kennt. Im eingebetteten Rahmen wird Etherpads Autoren-Cookie (SameSite=Lax) nicht mitgesendet — man gilt bei jedem Laden als neuer Autor, was nur serverseitig zu beheben ist (cookie.sameSite: "None").

Aus demselben Grund ist der eingebettete Rahmen vor allem zum Mitlesen gut: Sollte das Bearbeiten darin einmal aufhören zu funktionieren, den Ansichts-Wähler einmal durchschalten (das lädt den Rahmen neu) oder über „im Pad bearbeiten" im eigenen Tab weiterarbeiten, wo das Cookie gilt. Siehe docs/DECISIONS.md D31 und D32.

Lokal ausführen

Die Editor-Quelle liegt jetzt als ES-Module unter frontend/src/, gebündelt mit Vite (siehe docs/DECISIONS.md D19). Da Browser ES-Modul-Importe über file:// blocken, funktioniert das direkte Öffnen von frontend/index.html nicht mehr — stattdessen:

cd frontend
npm install          # einmalig
npm run dev          # Dev-Server unter http://localhost:8137
npm test             # Vitest-Unit-Tests
npm run build        # -> frontend/dist/index.html (eine self-contained Datei)

Die gebaute dist/index.html inlint JS, CSS und Favicon — diese Datei öffnet also standalone per file:// und ist zugleich das, was deployt wird.

Build-Hinweis & eigene Produktions-Installation

Nicht-produktive Builds tragen hinter dem Titel einen kleinen Hinweis (Symbol + Tooltip), damit klar ist, dass es nicht die stabile Instanz ist:

  • Dev-Server (npm run dev) → 🔧 „Vorschau lokaler Entwicklungsstand"
  • Default-Build (npm run build, u. a. der GitHub-Pages-Deploy) → 🚧 „Aktueller Entwicklungsstand (latest build) kann noch Fehler enthalten"

Für die eigene produktive Installation wird der Hinweis abgeschaltet:

cd frontend
npm ci                # oder: npm install
npm run build:prod    # -> frontend/dist/index.html OHNE Hinweis

build:prod läuft im Vite-Modus prod; frontend/.env.prod setzt dabei VITE_BUILD_BADGE=none, wodurch der Badge-Code komplett wegoptimiert wird (er steht dann nicht einmal mehr im Quelltext der Ausgabe). Die entstandene dist/index.html legst du standalone auf deinen Webspace/Server (file://- tauglich). Steuerung im Detail: app.js (mountBuildBadge), docs/DECISIONS.md D16.

Zwei Dinge, die sonst nur der Pages-Workflow erledigt und die du im Eigenbetrieb selbst geradeziehst: der Footer-Link MIT-License zeigt relativ auf ../LICENSE (lege die Datei eine Ebene über index.html ab oder passe den Link an), und die Versionsnummer bleibt der Quelltext-Platzhalter 1.0 (der Workflow ersetzt ihn sonst aus VERSION + Commit-Zahl).

Bequemer: scripts/deploy-prod.sh. Das Skript macht genau den obigen Prod-Build und die beiden Nacharbeiten (LICENSE danebenlegen + Link geradeziehen, Footer-Version + Commit-Link wie beim Pages-Workflow) und spiegelt das Ergebnis per rsync/SSH auf einen Server:

scripts/deploy-prod.sh mih00@mih00.hostsharing.net:~/doms/werkbaum.javagil.de/htdocs-ssl

Das Ziel ist entweder dieses Argument oder — ohne Argument — die Variable DEPLOY_TARGET aus der git-ignorierten Datei .env (Vorlage: .env.example, einmal kopieren und den Pfad eintragen). Ein Argument hat Vorrang.

Ohne -y zeigt es zuerst eine --dry-run-Vorschau und fragt nach. rsync --delete sorgt dafür, dass am Ziel nichts Altes stehen bleibt — das Zielverzeichnis gilt also als exklusiv für Werkbaum (eine laufende Let's-Encrypt- Challenge unter .well-known/ wird per --filter=protect ausgenommen, web- taugliche Rechte 755/644 werden erzwungen). (Hostsharing: eine direkt aufgeschaltete Domain liefert aus …/htdocs-ssl/; als Subdomain unter einer anderen Domain läge das Web-Verzeichnis in …/subs-ssl/<name>/.)

Projektdokumente

  • frontend/ — Editor · backend/ — Kotlin/Spring (Gerüst folgt, siehe backend/README.md)
  • docs/SPEC.md — verbindliche Sprachdefinition
  • docs/DECISIONS.md — Design-Entscheidungen mit Begründung
  • docs/ROADMAP.md — Mermaid-Plugin, Taiga-Integration, Tenzu
  • docs/TASKS.md — offene Aufgaben (Checkboxen)
  • docs/brand/BRAND.md — Logo, Wortbild, Anwendungsregeln
  • docs/design/ — Design-Herleitung der Marke
  • CLAUDE.md — Projektkontext für Claude Code

Deployment

Der Editor wird per GitHub Actions als statische Seite auf GitHub Pages veröffentlicht (Workflow: .github/workflows/pages.yml). Ausgelöst bei jedem Push auf main sowie manuell (workflow_dispatch).

Der Workflow richtet Node ein, führt npm ci, npm test (Vitest) und npm run build (Vite) aus und veröffentlicht die gebündelte frontend/dist/index.html als index.html an der Wurzel-URL, dazu LICENSE für den MIT-Link im Footer. Das Favicon ist im Build bereits inline, es muss also nichts weiter kopiert werden; nur der Laufzeit-Link ../LICENSE wird auf der Kopie geradegezogen. Ein fehlschlagender Test blockiert das Deployment. backend/ und die übrigen docs/ werden nicht veröffentlicht.

Beim Zusammenstellen setzt der Workflow zudem die Versionsnummer im Footer: Major.Minor stammt aus der Datei VERSION (per bewusstem „Bump-Commit" gepflegt), die Micro-Stelle aus der Zahl der Commits seit diesem letzten Bump — sie steigt also mit jedem Commit und beginnt nach einem Bump wieder bei 0 (Werkbaum 1.0.0, 1.0.1, … dann VERSION auf 1.1 bumpen → 1.1.0). Es wird nichts ins Repo zurückgeschrieben. Im Footer verlinkt der Name Werkbaum die Repo-Startseite, die Versionsnummer genau den zugehörigen Commit (…/commit/<sha>). Lokal geöffnet zeigt der Editor den Platzhalter aus dem Quelltext (Werkbaum 1.0).

Einmalige Einrichtung: In den Repo-Settings unter Pages als Source „GitHub Actions" wählen. Das Repo muss dafür öffentlich sein (GitHub Pages via Actions ist für private Repos nur mit kostenpflichtigem Plan verfügbar).

Lizenz

MIT — siehe LICENSE. © 2026 Michael Hönnig. Die mitgelieferten IBM-Plex-Schriften stehen unter der SIL Open Font License 1.1 (siehe LICENSE und frontend/src/fonts/OFL.txt).