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werkbaum/docs/SPEC.md
T
mhoennigandClaude Opus 4.8 7a52277b84 frontend: „Was ist neu?" — neu in Produktion mit gelbem Strahlenkranz
Dokumente von außen (mitgeliefert D27, ?sourceUrl= D23) ändern sich, ohne dass
der Betrachter es merkt. Sie zeigen jetzt, was sich seit seinem letzten Besuch
getan hat.

- „Neu" heißt bewusst NICHT „Zeile hinzugefügt", sondern **neu in Produktion**:
  ein Knoten trägt jetzt [^] und tat es in der zuletzt gesehenen Fassung nicht.
  Ein Zeilendiff meldete vor allem Rauschen; die Nachricht, die zählt, ist was
  live gegangen ist. Nebeneffekt: es leuchtet eine Handvoll Knoten, nicht dreißig.
- Basis ist die zuletzt GESEHENE Fassung je Dokument (`werkbaum-seen`), nicht
  die letzte Auslieferung — wer Fassungen überspringt, sieht alles seither.
  Fortgeschrieben wird erst beim Bestätigen, sonst wäre die Meldung nach einem
  Neuladen weg, bevor sie jemand bemerkt. Beim Erstkontakt leuchtet nichts.
- Knoten-Identität ist der Label-Pfad, nicht die Zeilennummer: Umeinrücken und
  Umsortieren erzeugen keine Falschmeldungen; gleichnamige Geschwister per
  Index; Umbenennen gilt als neuer Knoten (der Text ist der Vertrag, D14).
- Darstellung: gelber Strahlenkranz nach außen, kein Blinken (WCAG 2.2.2/2.3.1;
  Blinken zöge dauerhaft den Blick statt einmal zu melden). Außen, weil die
  Füllung dem Status gehört (SPEC §4). Zusammen mit der Cursor-Zeile: Tinte
  innen, Gelb außen. Nicht im Druck und nicht im Grafikexport — die Markierung
  hängt am persönlichen Besuchsstand.
- Knopf im Diagramm-Kopf nur, wenn es etwas gibt; nennt die Anzahl, Klick
  bestätigt. Kein Dauer-Umschalter.
- Bei selbst bearbeitetem mitgeliefertem Dokument wird nichts hervorgehoben —
  dort fehlt die saubere Vergleichsbasis (D27).

Fehler beim Bauen, der zuerst durchrutschte: Die Menge wurde beim Laden aus
einem eigenen Parse-Durchlauf berechnet. Der Zähler stimmte, aber kein Knoten
leuchtete — `Set.has()` prüft Objektidentität, und die gerenderten Knoten kamen
aus einem anderen Parse. `render()` bildet die Menge jetzt bei jedem Durchlauf
aus den gerade geparsten Wurzeln; vorgehalten wird nur der geparste Basisbaum.

Verifiziert: 9 neue Modelltests (Statuswechsel, neuer [^]-Knoten, nicht-[^]
ignoriert, unverändert ignoriert, Erstkontakt leer, Umsortieren/Tabs ohne
Falschmeldung, gleiches Label unter verschiedenen Eltern, gleichnamige
Geschwister, verworfene). Im Browser: Erstkontakt setzt nur die Basis (Knopf
versteckt); zurückgedrehte Basis lässt genau die erwarteten Knoten leuchten
(Zähler 3, dann 1); Bestätigen räumt auf und überlebt das Neuladen; ohne
Bestätigen bleibt die Meldung über ein Neuladen stehen. Vitest 46/46.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-07-27 15:18:20 +02:00

354 lines
19 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# WBS-Notation Spezifikation
Textuelle Notation für Projektstrukturpläne (Work Breakdown Structure) mit
Und/Oder-Zerlegung. Diese Datei ist die verbindliche Sprachdefinition.
Syntaxänderungen werden zuerst hier dokumentiert, dann implementiert.
## 1. Zeilenformat
```
[Einrückung][Zeichen] [Statusbox] Label (Größe) URL @tag … %% Kommentar
```
Alle Bestandteile außer dem Label sind optional. Die Extraktion erfolgt in
dieser Reihenfolge (wichtig für Kollisionsfreiheit):
1. Kommentar entfernen: alles ab `%%` bis Zeilenende.
2. Einrückung, Zeichen (`-` / `|`) und Statusbox `[…]` per Zeilen-Regex.
3. URL: erstes Token, das auf `https?://\S+` passt (dadurch stören `@` in URLs nicht).
4. Größe: erstes `(XS|S|M|L|XL|XXL)`, Groß-/Kleinschreibung egal.
5. Tags: alle `@name`-Vorkommen.
6. Rest, whitespace-normalisiert = Label. Leeres Label ⇒ Zeile ignorieren.
Referenz-Regex der Implementierung:
```
^([ \t]*)([-|])?\s*(?:\[([ ?~xX^/-])\]\s*)?(.*)$
```
## 2. Hierarchie
- Die Einrückung bestimmt die Ebene. Es gibt keine feste Schrittweite:
Elternknoten ist die nächste vorangehende Zeile mit **kleinerer**
Einrückungsbreite (Tab zählt als 2 Leerzeichen).
- Zeilen ohne Zeichen (`-`/`|`) sind Wurzelknoten. Mehrere Wurzeln = mehrere
Bäume nebeneinander.
## 3. Zerlegungsart (Gate)
| Zeichen | Bedeutung | Semantik |
|---|---|---|
| `-` | all of (Und-Zerlegung) | Alle Teilpakete sind erforderlich. |
| `\|` | any of (Oder-Zerlegung) | Mindestens eine Alternative wird gewählt. |
- Das Gate ist eine Eigenschaft der Geschwistergruppe; alle Geschwister sollen
dasselbe Zeichen tragen.
- Gemischte Geschwister: Darstellung nach dem **ersten** Kind, plus Warnung
mit Zeilennummer.
## 4. Status
Codiert als Checkbox nach dem Zeichen (Erweiterung der Markdown-Task-Syntax):
| Code | Key | Name | Bedeutung | Hintergrund | Rahmen |
|---|---|---|---|---|---|
| `[?]` | idee | Idee | vage Idee | `#EBEDEF` (grau) | `#A2ABB5` |
| `[ ]` | geplant | geplant | beschlossen, nichts investiert | `#EBE4F6` (flieder) | `#A991D4` |
| `[~]` | arbeit | in Arbeit | Kosten investiert, Risiko hoch | `#FADDE4` (rosé) | `#D897A8` |
| `[/]` | durchstich | Durchstich | funktionsbereit/vorführbar, Feinarbeiten offen | `#FBF2CE` (pastellgelb) | `#D9BE63` |
| `[x]` | fertig | fertig | abgeschlossen | `#DCF1DE` (pastellgrün) | `#86C293` |
| `[^]` | prod | in Produktion | deployed/live | `#DBEAF8` (pastellblau) | `#85ACD7` |
| `[-]` | verworfen | verworfen | bewusst nicht weiterverfolgt | `#F1F2F4`, gestrichelter Rahmen, Text durchgestrichen | `#B3BAC2` |
| `[!]` | highrisk | High Risk | Aufwand noch unklar, hohes Risiko | `#FFE5CC` (orange) | `#F97316` |
- Ohne Statusbox: neutraler Knoten (weiß).
- `x` auch als `X` zulässig.
- **High-Risk-Kennzeichnung:** Der `[!]`-Knoten trägt zusätzlich zur orangen
Färbung ein **Warndreieck** (⚠, in `#F97316`) als kleines Badge an der oberen
linken Ecke — Tooltip „High Risk Aufwand noch unklar." Das Badge erscheint
auch im Grafikexport. (Mnemonik: `!` = Achtung. Ob `[!]` später zusätzlich zum
Fertigstellungsstatus stehen darf, ist offen; vorerst ist es ein eigener
Status wie die übrigen.)
- Verworfene Knoten (inkl. Teilbaum) sind per Default **ausgeblendet**;
Toggle „verworfene einblenden“ zeigt sie.
- **Fehlertoleranz:** Ein unbekanntes Zeichen in der Statusbox (z. B. `[z]`)
wird nicht verschluckt: Der Knoten erscheint **neutral** und es wird eine
Warnung `unknownStatus` mit Zeilennummer gemeldet — die Zeile geht nicht
verloren, Folgezeilen bleiben unberührt. (Eine mehrzeichige Klammer wie
`[xyz]` ist keine Statusbox und bleibt Teil des Labels.)
## 5. Aufwand (T-Shirt-Größen)
- Werte: `XS < S < M < L < XL < XXL`, notiert in Klammern, z. B. `(L)`.
- **Untergliederungsregel:** Ab `(M)` muss ein Element weiter zerlegt sein.
Ein Element ≥ M **ohne Kinder** erhält einen Geister-Knoten an gestrichelter
Linie darunter (in `--warn`, `#B45309`). Sein Label ist knapp „…“; die
Erklärung („Ab Größe M sollte ein Element weiter untergliedert werden.“)
steht im Tooltip — der ausgeschriebene Text machte die Zelle sonst breiter
als der Knoten und verschob gestapelte Geschwister. Der angedeutete
Unterpunkt genügt als Hinweis; eine zusätzliche Umrandung des Knotens gibt es
nicht.
- Ausnahme: verworfene Elemente lösen die Regel nie aus.
- Anzeige: petrolfarbenes Badge (`--or`, `#0F766E`) mit weißer Schrift oben
rechts an der Knoten-Ecke.
## 6. Links
- Ein nacktes `https://…`-Token macht den ganzen Knoten klickbar
(neuer Tab, `rel="noopener"`); Kennzeichnung mit ↗ hinter dem Label.
## 7. Personen-Tags
- `@name` mit `name` aus Unicode-Buchstaben, Ziffern, `.`, `_`, `-`.
- Mehrere Tags pro Zeile möglich, Position im Text egal.
- Anzeige: helle Pillen unten rechts an der Knoten-Ecke.
## 8. Kommentare
- `%%` leitet einen Kommentar ein — ganze Zeile oder ab Zeilenmitte.
- Konvention aus Mermaid übernommen; `%%{` vermeiden (dort Direktiven-Syntax).
## 9. Darstellung
Drei Modi, im Editor umschaltbar über Icon-Buttons (Reihenfolge
**horizontal · kompakt · vertikal**, je mit Tooltip). Der Modus wählt zugleich
die Seitenanordnung: **horizontal** stellt Diagramm über den Editor
(volle Breite), **vertikal** und **kompakt** stellen Editor und Diagramm
nebeneinander (schmales Diagramm rechts).
**Linienführung (in allen Modi gleich):** all-of-Linien durchgezogen in Tinte
(`#41556E`); any-of-Linien — Haupt-/Sammelleiste **und** Abzweige — durchgehend
**gestrichelt in Grau** (`#6B7A8C`). Auch der **Rahmen der Alternative-Knoten**
ist grau (`#6B7A8C`) — kein Petrol mehr im Diagramm. Der Modus ändert nur die
**Anordnung**, nicht die Linienfarbe.
### Horizontal (Normalmodus)
- **all of:** Kinder nebeneinander, klassischer Organigramm-Fächer.
- **any of:** Alternativen untereinander; gestrichelte graue Sammelleiste links
unterhalb des Parents, gestrichelte graue Abzweige zu den Alternativen.
### Vertikal (transponiert)
- **all of:** exakter transponierter Organigramm-Fächer (horizontal um 90°
gedreht): Der Parent sitzt **vertikal mittig** zu seiner Kindergruppe, die
Linie tritt **rechts auf halber Höhe** aus (entspricht Richtung LR), eine
vertikale Sammelleiste (von erster bis letzter Kindmitte) verteilt mit
durchgezogenen Abzweigen; Kinder rechts untereinander.
- **any of:** Austritt **unten links**, gestrichelte graue Abzweige.
- Merkregel: Austrittsseite codiert das Gate (rechts = und, unten = oder),
Linienstil bestätigt es.
### Kompakt (transponiert, platzsparend)
- **Beide Gates** laufen **unten links** aus dem Parent heraus, Kinder
untereinander — kein Rechts-Fächer, dadurch minimale Breite.
- Das Gate wird hier allein über den **Linienstil** codiert (siehe D15):
und = durchgezogen (Tinte), oder = gestrichelt (Grau).
### Geometrie-Invarianten
- Knoten haben feste Zeilenhöhe (`line-height: 1.3`), damit Abzweige
deterministisch auf Knotenmitte liegen (Offset 23 px = 5 px Listenabstand
+ halbe Knotenhöhe). Abzweige zielen auf den **Knoten**, nie auf die Mitte
des Teilbaums.
- In den transponierten Modi (vertikal, kompakt) stehen untereinander
gestapelte Geschwister mit **zusätzlichem Abstand nach unten** (damit das
Größen-Badge oben rechts nicht mit den Tags unten rechts des darüber
liegenden Knotens überlappt). Der Abstand wird nur **unterhalb** ergänzt, der
23-px-Abzweig oben bleibt unverändert; die vertikal **zentrierten**
all-of-Zwischenknoten bekommen ihn **symmetrisch**, damit ihr Abzweig
(50 %-Höhe) weiterhin auf der Knotenmitte liegt.
### Kleiner Bildschirm (mobil)
Ab schmaler Breite (≤ 640 px, z. B. Smartphone) werden Diagramm und Texteditor
**gestapelt** und über den **Splitter** frei geteilt: Ziehen verteilt beliebig,
jederzeit erneut verstellbar; die beiden **Titelzeilen bleiben dabei immer
stehen** (jedes Panel schrumpft höchstens bis auf seine volle Titelzeile — die
Zeilen-Minima entsprechen den gemessenen Kopfhöhen). Ein **Antippen einer
Titelzeile klappt dieses Panel ganz aus** (das andere schrumpft auf seine
Titelzeile). Es gibt hier kein diskretes Minimieren/Einrasten mehr (kein Snap,
keine Min/Normal/Max-Buttons) — die Aufteilung ist durchgehend stufenlos.
Voreinstellung ist Diagramm maximiert (Editor als Titelzeile). Die **Legende**
bekommt hier einen eigenen
Umschalter im Editor-Kopf (statt der dauerhaften „AGENDA“-Zeile), damit sie
zugeklappt keinen Platz kostet. Der **Modus-Wähler** zeigt nur das aktive Icon
und schaltet bei jedem Tippen reihum weiter (horizontal → kompakt → vertikal →
…), spart also zwei Drittel der Breite. Die **Sprachwahl** zeigt eingeklappt
nur die aktive Sprache; ein Tipp darauf klappt die volle Leiste als **Overlay
über die Kopfzeile** auf (verdeckt die übrigen Bedienelemente, statt die Zeile
zu verbreitern), nach der Auswahl klappt sie wieder auf die gewählte Sprache
ein (Tipp daneben schließt ebenfalls). Die **Download-Buttons** (SVG/PNG mit
Text-Label) verbergen sich hinter einem einzelnen Download-Icon, das die
Formatwahl bei Bedarf als kleines **Dropdown-Overlay** unter der Kopfzeile
zeigt — sonst bräche die Titelzeile um; „Kopieren" bleibt sichtbar. Der
**Untertitel** wird auf eine garantiert einzeilige Kurzfassung reduziert.
Voreinstellung auf kleinem Bildschirm ist **Vollbild** (siehe D17).
### Günstigster Pfad (Kosten-Hervorhebung)
Ein Umschalter (Icon-Button im Diagramm-Kopf, Voreinstellung **an**, Zustand
persistiert) hebt den kostengünstigsten Weg durch den Baum hervor. Ermittelt
werden die für die günstigste Realisierung **nötigen** Knoten:
- **all of:** alle Kinder sind nötig.
- **any of:** nur die **günstigste** Alternative ist nötig. „Günstig" =
kleinste rekursive Kosten (eigene T-Shirt-Größe plus — je Gate — Summe bzw.
Minimum der Kinder). Bei Gleichstand gewinnt die **erste** Alternative.
- Verworfene Knoten zählen nie mit (unabhängig vom „verworfene einblenden"-
Filter).
- **Fehlende Größe wird als `M` gewertet** (nur für diese Kostenschätzung; die
SPEC-Semantik der Größen in §5 bleibt unberührt).
Darstellung per **Inversion**: nicht benötigte Knoten (nicht-gewählte
any-of-Alternativen samt Teilbaum) treten zurück (blass, entsättigt); der
günstige Pfad hebt sich dadurch von selbst ab — kein zusätzlicher Rahmen an den
ohnehin dichten Knoten-Ecken. Wo die Größe **implizit** als `M` angenommen wird,
zeigt der Knoten ein **invertiertes** Größen-Badge (weiß mit petrolfarbenem
Rand/Text statt gefüllt) mit erläuterndem Tooltip.
Zusätzlich fädelt eine **gestrichelte, geschwungene Petrol-Linie** durch die
**Endknoten (Blätter)** des Pfads (Katmull-Rom-Spline in Dokument-Reihenfolge,
in allen Modi). Die kräftige Linie liegt **hinter** den Knoten (nur in den
Lücken voll sichtbar), eine **abgetönte Kopie** davor deutet den Verlauf beim
Durchschreiten eines Knotens nur schwach an. An jedem echten Endknoten sitzt ein
großer, **blasser Petrol-Stationspunkt** (U-Bahn-Plan-Prinzip: der Knotentext
bleibt lesbar) — nur **durchquerte** Fremd- oder Zwischenknoten tragen keinen
Punkt, sodass eindeutig bleibt, welche Knoten auf dem Pfad **enden**. Linie,
abgetönte Kopie und Punkte erscheinen bei aktivem Umschalter auch im
Grafikexport. Siehe D18.
### Diagramm aus einer URL laden (`?sourceUrl=`)
Der Editor kann den Notationstext aus einer externen Textdatei beziehen:
`…?sourceUrl=https://example.org/plan.txt` (relative Angaben werden gegen die
Seite aufgelöst; zugelassen sind nur `http`/`https`). Der Text wird als
**eigenes Dokument** geführt, dessen **Name die URL** ist (vollständige URL im
Tooltip); derselbe Link aktualisiert dieses Dokument, statt ein neues anzulegen.
Ist der Parameter gesetzt, wird bei **jedem** Laden neu geholt — die URL ist die
Quelle der Wahrheit, lokale Änderungen daran überleben ein Neuladen nicht.
Scheitert das Laden (häufigster Fall: das Ziel sendet keinen
`Access-Control-Allow-Origin`-Header, außerdem 404/Netzfehler), bleibt der
bisherige Stand stehen und es erscheint eine **Warnung**. Siehe D23.
### Legende im Editor-Panel
Neben dem Textfeld steht eine aufklappbare **Legende** (Notation in Kurzform,
abschließend eine Bedienungs-Zeile). Sie ist **scrollbar**, wenn ihr Inhalt
höher ist als der Platz, und über einen eigenen **Splitter** vom Textfeld
abgeteilt: horizontal nebeneinander (Legendenbreite), in den gestapelten Modi
und auf kleinem Bildschirm untereinander (Legendenhöhe). Ziehen verteilt frei,
Doppelklick stellt die Vorgabe wieder her; die Aufteilung bleibt für beide
Ausrichtungen getrennt erhalten. Die Legende belegt höchstens 85 % des Panels,
damit das Textfeld nie ganz verschwindet. Siehe D26.
### Was ist neu? (Dokumente von außen)
Bei Dokumenten, die von außen kommen (mitgeliefert oder per `?sourceUrl=`), wird
gezeigt, was sich seit dem letzten Besuch getan hat. **„Neu" heißt: neu in
Produktion** — ein Knoten trägt jetzt `[^]` und tat es in der zuletzt gesehenen
Fassung nicht. Solche Knoten bekommen einen **gelben Strahlenkranz** nach außen
(die Füllung bleibt die Statusfarbe aus §4). Ein Knopf im Diagramm-Kopf nennt
die Anzahl und bestätigt per Klick; danach ist die aktuelle Fassung die neue
Vergleichsbasis. Beim ersten Ansehen eines Dokuments leuchtet nichts. Der Kranz
erscheint weder im Druck noch im Grafikexport — er hängt am persönlichen
Besuchsstand. Siehe D28.
### Sprung zwischen Diagramm und Text
Jeder Knoten kennt seine Zeilennummer im Notationstext; beide Richtungen sind
verknüpft (siehe D25):
- **Diagramm → Text:** **Alt+Klick** auf einen Knoten markiert die zugehörige
Zeile im Texteditor (ganze Zeile ausgewählt, in Sicht gescrollt, Fokus im
Textfeld). Tastatur: **Alt+Enter** am fokussierten Knoten. Auf Touch-Geräten:
**langer Druck** — nach ≥ 500 ms zeigt der Knoten einen Petrol-Ring („scharf"),
der Sprung erfolgt beim **Loslassen**; ein Wischen bricht ab. Ist das
Editor-Panel zugeklappt, öffnet der Sprung es zuerst. Der Sprung ist
„hinschauen": Er holt **keine Bildschirmtastatur** herauf — die erscheint erst,
wenn das Textfeld selbst angetippt wird.
- **Text → Diagramm:** Der Knoten der **Cursor-Zeile** wird im Diagramm
hervorgehoben (weißer Halo + Ring in Tinte) und beim Zeilenwechsel ins Bild
gescrollt. Zeilen ohne Knoten (Kommentar, Leerzeile, ausgeblendetes
verworfenes Element) heben nichts hervor.
- Der **einfache** Klick bleibt unverändert der Link (§6): Ein Knoten mit URL
öffnet sie weiterhin im neuen Tab. Deshalb Alt und nicht der einfache Klick.
- **Auffindbarkeit:** Solange **Alt gedrückt** ist, zeigen alle Knoten den
Sprung-Cursor und der Knoten unter dem Zeiger einen Petrol-Ring — die Geste
ist im Moment des Ausprobierens sichtbar, auch auf verlinkten Knoten. Dazu
nennt der Knoten-Tooltip die Geste, und die aufklappbare Legende schließt mit
einer Bedienungs-Zeile ab.
- Die Hervorhebung ist eine reine Editierhilfe: nicht im Grafikexport, nicht im
Druck.
### Grafikexport des Diagramms
Das Diagramm wird aus der Live-Geometrie in ein eigenständiges SVG (nur Formen
+ Text, keine externen Ressourcen) nachgezeichnet. Zwei Icon-Schaltflächen:
- **Kopieren** — als **PNG** in die Zwischenablage. Es werden zwei Flavors
geschrieben: `image/png` (das eigentliche Bild) und `text/html` mit
eingebettetem PNG. Fällt der Bild-Clipboard ganz aus (fehlende
`ClipboardItem`-Unterstützung), wird der **SVG-Quelltext** kopiert.
- **Herunterladen** — als Datei, zwei Schaltflächen mit Format-Label:
**SVG** (`werkbaum-diagramm.svg`, Vektor) und **PNG**
(`werkbaum-diagramm.png`, Raster). Der Datei-Weg ist der verlässliche Weg
für Programme, die das Browser-Bild-Clipboard nicht erkennen. Manche
Programme lesen auch das SVG nicht (z. B. LibreOffice) — dafür gibt es die
PNG-Datei, die überall per „Bild einfügen“ importierbar ist.
- Übernommen werden Knotenfarben (Status §4), Größen-Badge, Tags und der
Geister-Knoten; die Verbindungslinien werden je Gate neu gezogen
(und = durchgezogen Tinte, oder = gestrichelt Grau) und treffen die Knoten
unabhängig vom Darstellungsmodus.
- Es wird genau die **sichtbare** Struktur exportiert (der „verworfene
einblenden“-Filter wirkt auch hier).
### Barrierefreiheit
Die visuell codierten Knoten-Eigenschaften werden für Screenreader in einem
sprechenden **`aria-label`** je Knoten zusammengefasst — Label, Status, Aufwand
(inkl. „(angenommen)“ beim impliziten M), Zuständige und ob der Knoten verlinkt
ist —, alles in der aktuellen UI-Sprache. Die rein visuellen Beiwerke
(Größen-Badge, Tags, ↗-Pfeil) sind `aria-hidden`, damit sie nicht kryptisch
doppelt vorgelesen werden. **Alle** Knoten sind fokussierbar (`tabindex="0"`
bzw. der Link selbst); die **Fokusreihenfolge entspricht der Dokument-/
Lesereihenfolge** (Wurzeln, dann Kinder in Tiefe). Ein sichtbarer
`:focus-visible`-Rahmen (Petrol) zeigt den Tastaturfokus. Der Warnungsbereich
ist eine **Live-Region** (`role="status"`, `aria-live="polite"`), sodass neue
Warnungen (z. B. gemischte Gates) angesagt werden.
### Druck
Ein `@media print`-Stylesheet reduziert die Seite auf das **Diagramm**:
Kopfzeile, Editor-Panel, Splitter, sämtliche Bedienelemente (Diagramm-Kopf),
Warnungen und Footer werden ausgeblendet; das Diagramm füllt die Seite und darf
über mehrere Seiten laufen. Die **Statusfarben** werden bewusst mitgedruckt
(`print-color-adjust: exact`), Knoten brechen nicht über den Seitenrand
(`break-inside: avoid`), und der Günstigster-Pfad-Overlay wird mitgedruckt.
Sehr breite Bäume laufen bei 100 % über die Seitenbreite hinaus — dann im
Druckdialog „an Seite anpassen“ bzw. Querformat wählen.
## 10. Beispiel (kanonisch)
```
%% Projektstruktur Stand Sprint 14
[~] Website-Relaunch (XL) https://wiki.example.de/relaunch
- [x] Konzeption (M)
- [x] Zielgruppenanalyse (S)
- [x] Sitemap (XS)
- [~] Umsetzung (XL)
- [/] Frontend (S) https://git.example.de/frontend @anna
- [ ] Backend (L) @ben @carla
- [ ] CMS-Anbindung (M)
| [ ] WordPress
| [?] Headless CMS
| [-] Eigenentwicklung %% Aufwand zu hoch
- [?] Hosting (M)
| Cloud
| On-Premise
```
## 11. Reservierte Erweiterungen (noch nicht implementiert)
- `#123` — Referenz auf externe Tickets (geplant für Taiga-Integration).
- `#tag` — freie Schlagworte (deshalb `#` nicht anderweitig verwenden).
## 12. Dateiendung
- Notationstexte tragen die Endung **`.werkbaum`**, Kodierung UTF-8,
Zeilenende LF. Beispiele: `docs/examples/*.werkbaum`.
- Die Endung ist **Konvention, kein Vertrag**: Der Parser sieht nur Text, und
das Laden per `?sourceUrl=` (§9) wertet weder Endung noch `Content-Type` aus.
`.txt` und endungslose Dateien bleiben damit gültig.
- Es gibt keinen registrierten MIME-Typ; wer selbst ausliefert, nimmt
`text/plain; charset=utf-8` (dann zeigt der Browser die Datei an, statt sie
herunterzuladen). Siehe D24.