Files
werkbaum/docs/ROADMAP.md
T
mhoennigandClaude Opus 4.8 68abdc6625 docs+frontend: Gemeinsam arbeiten in Roadmap und Werkbaum-Plan
- docs/ROADMAP.md: neuer Abschnitt „Gemeinsam an einem Diagramm arbeiten" in
  drei Stufen — Lesen teilen (?sourceUrl=, vorhanden), asynchron über Git
  (heute schon möglich, weil der Plan Text ist: git diff/blame sind lesbar;
  Ausbau = Backend committet jede Änderung), live tippen (Transport ist der
  kleinere Teil, das Zusammenführen gleichzeitiger Änderungen der eigentliche;
  Text-CRDT passt wegen D14 ohne eigene Merge-Logik). Notiert auch, warum Git
  direkt aus dem Browser kein Live-Sync ist (Sync auf Zuruf, CORS-Proxy nötig,
  Konfliktmarker mitten in der Notation) und was vor einer Entscheidung offen
  ist (erste Laufzeit-Abhängigkeit, Commit-Granularität, Rechte).
- docs/examples/example-werkbaum.werkbaum: passender Zweig „Working together
  on one plan" (94 Knoten, parst ohne Warnung).

Dabei aufgefallen: Das mitgelieferte Dokument wurde nur EINMAL angelegt — die
Ergänzung hätte niemanden erreicht, der die Seite schon geöffnet hatte.
`werkbaum-seeded` hält deshalb statt '1' den Fingerabdruck (FNV-1a) der
ausgelieferten Fassung; bei neuer Fassung wird der Text nachgezogen, aber nur
wenn der Nutzer ihn nicht bearbeitet hat. Gelöscht bleibt gelöscht.
`resetToDefaults()` setzt den Merker mit.

Verifiziert im Browser, vier Fälle: alte unveränderte Fassung wird nachgezogen
(98 Zeilen, neuer Zweig da); selbst geänderter Text bleibt unangetastet;
gelöschtes Dokument kehrt nicht zurück; frischer Zustand zeigt die neue
Fassung (89 sichtbare Knoten, keine Warnung). Vitest 37/37.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-07-27 14:19:49 +02:00

107 lines
6.0 KiB
Markdown

# Roadmap
## Nahziel: tragfähige Codebasis
- Single-HTML-Prototyp (`index.html`) in Module zerlegen: `parser`, `model`,
`render`, `app`. Parser und Renderer müssen headless (ohne DOM-Editor)
nutzbar sein — Voraussetzung für alle Integrationen.
- Testsuite gegen `docs/SPEC.md` (kanonisches Beispiel als Fixture).
## Mermaid-Plugin
Ziel: ```wbs```-Blöcke in Mermaid-Umgebungen rendern.
- Offizieller Mechanismus: `mermaid.registerExternalDiagrams()` mit
Detektor (Schlüsselwort `wbs`), Parser, DiagramDB, Renderer.
Präzedenzfälle: ZenUML (extern), Mindmap (ursprünglich extern, ebenfalls
einrückungsbasierte Syntax).
- Hauptaufwand: **SVG-Renderer** mit eigener Layout-Berechnung
(Knotenmaße messen, Positionen, Verbinder als Pfade) inkl. Mischlayout
und transponiertem Modus. Toggles werden zu Syntax-Optionen
(z. B. `wbs LR`, Direktiven).
- Einschränkungen: wirkt nur in selbst initialisierten Mermaid-Instanzen
(nicht GitHub/GitLab/Notion); Lazy-Loading externer Diagramme galt zuletzt
als experimentell. Für universelle Verfügbarkeit: PR als eingebautes
Diagramm (Vorbild Mindmap/Kanban).
## Taiga-Integration
Ziel: Knoten mit Taiga-Objekten verlinken, Status automatisch synchronisieren.
- Architektur nach **Seedtime-Vorbild**: Companion-Ansatz — der Editor
(frontend/) plus ein Kotlin/Spring-Backend (backend/, D13) sprechen per
REST-API mit Taiga; optional dünnes
contrib-Frontend-Plugin (Menüpunkt im Projekt) und Backend-Paket
(Speicherung in Taigas DB statt Wiki-Seite).
- Syntax-Erweiterung `#123`: Referenz auf Epic/User Story/Task/Issue;
App löst Titel, Link und Status per API auf. Status-Mapping
Taiga-Workflow → Notation (z. B. „In progress“ → `[~]`, „Done“ → `[x]`).
- Aktualisierung: API-Abfrage beim Öffnen; Push via Webhooks.
Rückrichtung (Status im WBS ändern → Taiga) möglich.
- Einschränkungen: Plugins nur self-hosted (nicht taiga.io-Cloud);
Taiga 6 im Wartungsmodus, Frontend AngularJS-Altbestand — daher
Companion-App bevorzugen.
## Tenzu (Beobachten)
Nachfolger von „Taiga Next“; seit Ende Juli 2024 von der französischen
Genossenschaft Biru entwickelt (Kaleidos fokussiert Penpot). Open Source,
in laufender Entwicklung, Integrationsfähigkeit erklärtes Ziel — noch zu
jung als Plattform-Ziel. Companion-App so schneiden, dass ein späterer
Umzug Taiga → Tenzu nur den API-Adapter betrifft.
## Gemeinsam an einem Diagramm arbeiten
Ziel: mehrere Personen ändern denselben Plan. Drei Stufen, aufeinander
aufbauend — die dritte lohnt nur, wenn wirklich gleichzeitig gearbeitet wird.
**1. Lesen teilen — vorhanden.** `?sourceUrl=` (D23) zeigt eine entfernte
Textdatei an; die Quelle wird anderswo gepflegt. Einbahnstraße, aber ohne
jeden Server.
**2. Asynchron ändern über Git — heute schon möglich, ohne eine Zeile Code.**
Die `.werkbaum`-Datei (D24) liegt im Repository, wird per Pull Request geändert
und per `?sourceUrl=` angezeigt. Weil der Plan **Text** ist (D14), sind
`git diff` und `git blame` tatsächlich lesbar („wer hat *Payment provider* auf
`[!]` gesetzt?"). Für einen Plan, der sich pro Woche und nicht pro Sekunde
ändert, ist das oft die passendere Antwort — mit Review und Historie obendrauf.
Ausbau: Das Backend (D13) legt jede Änderung als Commit ab und bekommt
Historie, Wiederherstellung und Verzweigungen für Szenarien geschenkt.
*Git direkt aus dem Browser* ist technisch möglich (`isomorphic-git` spricht das
HTTP-Smart-Protokoll), taugt aber nicht als Live-Sync: Es synchronisiert auf
Zuruf statt fortlaufend, braucht wegen fehlender CORS-Header einen Proxy (SSH
scheidet im Browser ohnehin aus), und ein Konflikt landet als
`<<<<<<<`-Markierung mitten in der Notation — der Parser sähe kaputte Zeilen.
**3. Live gemeinsam tippen — offen.** Der **Transport** ist das kleinere
Problem (WebSocket; SSE + POST oder WebRTC als Alternativen). Die eigentliche
Frage ist, was passiert, wenn zwei Personen **dieselbe Zeile** ändern: Naives
„jede Änderung sofort in beide Richtungen" führt zu Textsprüngen unter dem
Cursor und verlorenen Zeichen. Erprobte Antworten sind **Operational
Transformation** (Google Docs) und **CRDTs**. Für Werkbaum fällt die Wahl
leicht, weil D14 das Format auf puren Text festgelegt hat: Ein Text-CRDT
(`Y.Text` in Yjs, oder Loro) passt ohne eigene Merge-Logik darauf; Cursor und
Anwesenheit fallen als Beigabe ab. **Eigene Merge-Algorithmen sind hier kein
Betätigungsfeld** — das Problem ist gelöst.
Offene Punkte vor einer Entscheidung: Yjs wäre die **erste
Laufzeit-Abhängigkeit** überhaupt (CLAUDE: nicht ohne Rückfrage); wie CRDT-
Zustand und Git-Historie zusammenspielen (Commit-Granularität — nicht jeder
Tastendruck ein Commit); und wer bei einem Backend eigentlich was darf
(Rechte, siehe „Accounts" im Werkbaum-Beispielplan).
## Kleinere Ideen
- Deterministische Pastellfarbe pro `@name` (Personen wiedererkennen).
- Sichtbare Anmerkungen am Knoten (eigene Syntax, getrennt von `%%`).
- Aufwands-Rollup: Größen der Kinder aggregieren und mit Parent vergleichen.
(Größen sind ordinal, nicht additiv — `S+S ≠ M`; braucht erst eine
Mapping-Konvention, z. B. Story-Point-Werte hinter den Größen.)
- Nutzen/Wert je Knoten (Gegenstück zur Kosten-Größe): eigenes Attribut für den
erwarteten Nutzen; erlaubt Nutzen/Kosten-Priorisierung (WSJF-artig) statt
reiner Kostenminimierung. Rollt analog zum Aufwands-Rollup hoch.
(Syntax offen — SPEC-first; `(…)`/`@`/`#`/`%%` sind belegt, es braucht ein
eigenes kollisionsfreies Zeichen.)
- Gestaffelter „günstigster Pfad" (Ausbaustufen): die Pfad-Rechnung (D18)
status-bewusst machen — `fertig`/`prod` gelten als erledigt (Hintergrund),
hervorgehoben wird nur der günstigste noch **offene** Rest (aktuelle Front).
Ist eine Alternativen-Gruppe komplett realisiert, springt der Pfad zur
nächsten, per Nutzen gewählten Ausbaustufe weiter (Regel: erst die Kette auf
`fertig`, dann die nächste Stufe). Baut auf Nutzen + Aufwands-Rollup auf und
erweitert D18 (heute rein statisch/kostenminimierend) um Nutzen- und
Status-/Zeitachse.
- Attribut-Syntax für Termine/Meilensteine.