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werkbaum/docs/DECISIONS.md
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mhoennigandClaude Opus 4.8 6836352e84 deploy: „fertig" wird erst beim Deploy „in Produktion" (D30)
Der mitgelieferte Werkbaum-Plan behauptete [^] für Funktionen, die nur auf der
automatisch deployten Pages-Instanz lagen, nicht auf werkbaum.javagil.de
(manueller Deploy, D16). Ausgerechnet das Dokument, das den Stand beschreiben
soll, war ungenau — und „Was ist neu?" (D28) meldete Dinge als live, die es
dort nicht waren.

Die Unterscheidung gibt es längst: SPEC §4 trennt [x] fertig von [^] in
Produktion. Der Plan hat sie für sich selbst nie benutzt. Konvention ab jetzt:
beim Mergen [x], der Deploy befördert — nur er weiß, wann die Aussage wahr wird.

- scripts/promote-shipped.sh schreibt Statusboxen am Zeilenanfang von [x] auf
  [^] und hält das als eigenen Commit fest (-n zeigt nur, -y ohne Rückfrage).
  Bricht ab, wenn die Plandatei uncommittete Änderungen hat; committet nur
  diesen einen Pfad; pusht nicht.
- deploy-prod.sh ruft es als Schritt 0 auf (--no-promote schaltet es ab) und
  warnt, wenn HEAD noch nicht auf origin liegt — der Footer-Versionslink zeigt
  sonst auf einen Commit, den GitHub nicht kennt.

Warum ein Commit und kein Rewrite beim Bauen: Ein Rewrite macht GENAU EINE
Installation ehrlich; Pages untertriebe dauerhaft und die Neu-Anzeige wäre dort
für immer stumm. Der Commit wird von beiden Pipelines gesehen (Pages beim Push,
prod beim rsync), das Artefakt bleibt inhaltsgleich mit dem Repo — die
vorhandenen sed-Regeln (D16) fassen nur Pfade und Version an, Infrastruktur,
kein Rewrite dessen, was das Dokument aussagt. Außerdem Präzedenzfall D16:
VERSION per bewusstem Bump-Commit, „vollständig aus dem Repo reproduzierbar".

Einmalige Nachholung, exakt statt geschätzt: Der Footer der stabilen Instanz
verlinkt den deployten Commit (4061362); alles danach ist dort nicht drin. Es
sind GENAU ZWEI Knoten — „Optional nodes" (D29) und „Show what is new since
your last visit" (D28) —, nicht das Dutzend, das ich vorher grob geschätzt
hatte. Beide stehen jetzt auf [x] und leuchten beim nächsten Prod-Deploy als
neu auf. Eine Demotion [^]→[x] löst kein Falschleuchten aus: freshProdSet
meldet nur Knoten, die JETZT [^] sind (test-abgedeckt).

Umfang: nur example-werkbaum.werkbaum. Die übrigen Beispieldateien sind
erfunden und sagen nichts über ein Deployment aus.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-07-28 12:38:21 +02:00

966 lines
60 KiB
Markdown
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# Entscheidungen (ADR-Kurzform)
Festgehaltene Design-Entscheidungen samt Begründung. Bei Änderungen: Eintrag
ergänzen, nicht löschen.
## D1 — `|` für Oder-Zerlegung, `-` für Und-Zerlegung
`|` bedeutet in Regex und BNF-Grammatiken bereits „oder“ und ist damit
selbsterklärend. `-` ist das gewohnte Markdown-Listenzeichen für „normale“
Teilpakete. Das Gate steckt im Aufzählungszeichen der Kinder, nicht in einer
Annotation am Parent — lokal lesbar, trivial parsebar.
## D2 — Status als erweiterte Markdown-Task-Checkbox
GitHub-Markdown kennt `[ ]`/`[x]`; die Erweiterung auf `[?] [~] [/] [^] [-]`
wirkt sofort vertraut. Mnemonik: `?` vage, leeres Kästchen = todo, `~` gängige
In-progress-Konvention, `/` = halbes `x`, `x` = erledigt, `^` = „nach oben
deployed“, `-` = durchgestrichen.
## D3 — Begriff „Durchstich“ für den Zwischenstatus
Zustand zwischen „in Arbeit“ und „fertig“: durchgängig funktionsfähig und
vorführbar, Feinarbeiten offen. „Durchstich“ ist als Fachbegriff (Tunnelbau,
End-to-End-Slice in der Softwarearchitektur) etabliert. Verworfene
Alternativen: „Feinschliff“, „Richtfest“, „vorführbereit“, „Beta“.
## D4 — Begriff „verworfen“ statt „gestrichen“
Beschreibt die bewusste Entscheidung gegen eine Option — besonders passend
für Any-of-Alternativen. Default ausgeblendet, Toggle „verworfene einblenden“.
## D5 — Farb-Logik folgt dem Risiko, nicht dem Fortschritt
Rosé = Kosten investiert, Risiko hoch (in Arbeit). Pastellgelb = läuft,
Restrisiko klein (Durchstich). Flieder = geplant (Absicht, nichts investiert,
zwischen Grau der Idee und Rosé der Arbeit). Ergebnis-Skala:
grau → flieder → rosé → gelb → grün → blau.
## D6 — Größe in Klammern, URL nackt, Personen mit `@`
`(M)` liest sich wie ein Kleidungsetikett. URLs werden ohne Link-Syntax
erkannt (einfach einfügbar); die URL wird **vor** den `@`-Tags extrahiert,
damit `https://user@host/…` nicht kollidiert. `@` ist die universelle
Mention-Konvention (GitHub, Slack, Jira).
## D7 — `%%` als Kommentarzeichen
Mermaid-Konvention; hält den Weg zum Mermaid-Plugin frei. `//` scheidet wegen
URLs aus, `#` bleibt für Referenzen/Tags reserviert, `<!-- -->` ist zu sperrig.
## D8 — Untergliederungspflicht ab M sichtbar machen
Fehlende Zerlegung wird nicht nur gemeldet, sondern **gezeigt**: Geister-Knoten
„Untergliederung fehlt“ hängt genau dort, wo der Ast weitergehen müsste.
Verworfene Elemente sind ausgenommen. Werden alle Kinder eines M+-Elements
verworfen und ausgeblendet, erscheint der Platzhalter wieder (es braucht eine
neue Zerlegung) — gewollt.
## D9 — Transponierte Darstellung mit unterschiedlichen Austrittsseiten
Im vertikalen Modus tritt all of **rechts** aus dem Parent aus (LR-Baum),
any of **unten links**. Austrittsseite + Linienstil (durchgezogen/gestrichelt)
codieren das Gate doppelt; Beschriftungen werden nie rotiert.
## D10 — Abzweige zielen auf Knotenmitte, nicht Teilbaummitte
Feste Knoten-Zeilenhöhe macht die Anschlusshöhe deterministisch (23 px).
Behebt „ins Leere laufende“ Linien bei eingerückten Unterbäumen.
## D11 — Technologie: Vanilla HTML/CSS/JS, eine Datei als Prototyp
Keine Frameworks, kein Build-Zwang. Parser ~30 Zeilen, Renderer erzeugt
verschachtelte `ul.and`/`ul.or`; Linien via CSS-Pseudo-Elemente. Modularisierung
(Parser/Renderer/UI getrennt + Tests) ist der geplante nächste Schritt.
## D12 — Name „Werkbaum" und Marke aus der Notation
Name: „Werk" + „Baum" = wörtlich der WBS-Baum; funktioniert als npm-Paket,
CLI-Befehl und Mermaid-Schlüsselwort (`werkbaum`, kleingeschrieben in
Code-Kontexten). Verworfene Kandidaten: Astrein, undoder, Aufriss, Gabelung.
Marke: Miniatur des Diagramms (K2) in zwei Orientierungen analog zu den
Darstellungsmodi — Hochformat als Primärzeichen, transponiert als
Sekundärzeichen. Nur Tinte + Petrol; durchgezogen = und, gestrichelt = oder;
Pastelltöne bleiben Statusfarben. Details: brand/BRAND.md.
## D13 — Backend in Kotlin/Spring Boot, Monorepo-Struktur
Backend als Kotlin/Spring-Boot-Anwendung (Gradle Kotlin DSL, JDK 21),
entwickelt in IntelliJ IDEA Ultimate. Monorepo mit `frontend/` und `backend/`;
CLAUDE.md dreistufig: Wurzel für Querschnitt, je eine pro Teilprojekt
(wird von Claude Code pfadbezogen geladen). Kein Node- oder Python-Backend.
## D14 — Parser-Hoheit liegt beim Frontend, SPEC ist normativ
Der Notationstext ist das führende Datenformat. Das Backend parst die
Notation nicht; es speichert den Text als Ganzes und bedient Integrationen
über explizite Metadaten. Wird Backend-Parsen später doch erforderlich,
gilt: docs/SPEC.md ist normativ, beide Parser testen gegen dieselben
Fixtures (SPEC §10) — es darf keine zweite, abweichende Grammatik entstehen.
## D15 — Kompakter Modus + graue Any-of-Linien in allen Modi
Der vertikale Modus (D9) lässt „all of“ rechts austreten — formal sauber,
aber breit. Der zusätzliche Modus **kompakt** führt beide Gates nach unten
(minimale Breite) und unterscheidet sie nur noch über den Linienstil:
durchgezogen = und, gestrichelt = oder. Auswahl dreistufig
„horizontal/vertikal/kompakt“ statt Toggle, da es nun drei sich
ausschließende Darstellungen sind.
Zugleich wird das **Petrol im Diagramm ganz aufgegeben**: die any-of-Linien
(Sammelleiste *und* Abzweige) und auch der **Rahmen der Alternative-Knoten**
sind in **allen** Modi **gestrichelt bzw. gerahmt in Grau** (`#6B7A8C`). Die
frühere durchgezogene Petrol-Sammelleiste und der petrolfarbene Knotenrahmen
entfallen. Begründung: Das Gate ist bereits durch den Linienstil (gestrichelt)
und die Anordnung codiert; die zusätzliche Signalfarbe wirkte laut und ließ die
durchgezogene Hauptlinie optisch mit „all of“ konkurrieren. Grau tritt zurück,
die gestrichelte Führung bleibt eindeutig. D12/BRAND — „durchgezogen = und,
gestrichelt = oder“ — gilt für das **Markenzeichen** unverändert (Logo behält
Petrol); im **Diagramm** trägt allein der Linienstil die Gate-Codierung.
## D16 — Deployment über GitHub Pages via Actions-Workflow
Der Editor ist eine einzelne statische Datei (D11) — GitHub Pages genügt, kein
eigener Server nötig. Veröffentlicht wird über den offiziellen Actions-Weg
(`actions/upload-pages-artifact` + `actions/deploy-pages`, `permissions:
pages/id-token`, `concurrency: pages`) statt über den `gh-pages`-Branch: kein
Zusatz­branch, OIDC statt Deploy-Key, Trigger bei Push auf `main` und manuell.
Der Test-Step (Vitest, Phase 1) ist als Platzhalter auskommentiert vorbereitet.
**Pfad-Entscheidung:** `frontend/index.html` referenziert Favicon und
MIT-Lizenz relativ mit `../` (`../docs/brand/favicon.svg`, `../LICENSE`) — von
der Wurzel-URL aus zeigten diese über die Site hinaus. Statt die Quelldatei zu
ändern (D14/CLAUDE: „Editor nicht refaktorieren“) zieht der Workflow die
`../`-Pfade **nur auf der Site-Kopie** gerade (`sed`) und legt die referenzierten
Dateien passend ab: `index.html` an die Wurzel, `docs/brand/` und `LICENSE`
daneben. So bleibt die Quelle unverändert (lokal weiter per `file://` und
Dev-Server nutzbar), und veröffentlicht wird nur das Nötige — `backend/` und die
übrigen `docs/` bleiben außen vor.
**Versionsnummer:** `Major.Minor` steht in der Datei `VERSION` und wird per
bewusstem **Bump-Commit** gepflegt; die **Micro-Stelle** leitet der Build aus
der Anzahl der Commits seit dem letzten VERSION-Bump ab
(`git rev-list --count <VERSION-Commit>..HEAD`) und ersetzt sie per `sed` nur
auf der Site-Kopie im Footer. Bewusst aus der Commit-Historie statt aus der
Run-Nummer (Vorentscheidung, verworfen): vollständig aus dem Repo
reproduzierbar, monoton, ohne zurückgeschriebenen Commit/Tag und ohne
selbstauslösenden Deploy-Zyklus. Die Micro-Stelle beginnt nach jedem Bump wieder
bei 0 (SemVer-artig). Nötig ist ein vollständiger Klon (`fetch-depth: 0`), sonst
zählt der flache CI-Klon nur einen Commit. `1.0` bleibt die Version beim lokalen
Öffnen (Platzhalter im Quelltext). Im Footer sind Name und Nummer **getrennte
Links**: „Werkbaum" → Repo-Startseite, die Versionsnummer (`<a class="ver">`) →
exakt der deployte Commit (`…/commit/<sha>`, im Build via `git rev-parse HEAD`).
**Build-Hinweis (Vorschau / „latest build"):** Nicht-produktive Builds tragen
hinter dem Titel ein kleines Symbol samt Tooltip, damit klar ist, dass es nicht
die *eigentliche* (stabile) Instanz ist. Drei Zustände, gesteuert per Vite-Env
`VITE_BUILD_BADGE` (Auswertung in `app.js`, `mountBuildBadge`):
- **Dev-Server** (`import.meta.env.DEV`) → 🔧 „Vorschau lokaler Entwicklungsstand".
- **Default-Build** `npm run build` (Env ungesetzt) → 🚧 „latest build …". Der
GitHub-Pages-Deploy nutzt genau diesen Default und trägt den Hinweis dadurch
automatisch — **keine** `sed`-Injektion mehr nötig.
- **Produktions-Build** `npm run build:prod` (Vite-Modus `prod`, `frontend/.env.prod`
setzt `VITE_BUILD_BADGE=none`) → **kein** Badge; esbuild eliminiert den Zweig
als toten Code, das Symbol steht dann nicht einmal mehr im Ausgabe-Quelltext.
Damit trägt einzig die echte produktive Installation keinen Hinweis. **Warum in
die App-Quelle statt per Workflow-`sed` (frühere Lösung):** Nur so sieht der
Dev-Server den Hinweis ebenfalls — ein Post-Build-`sed` erreicht den Dev-Server
nicht, der die Quelle direkt ausliefert. Die Umkehrung „Hinweis ist der
Normalfall, Prod schaltet ab" passt zudem zur Anforderung (nur Prod bleibt sauber)
und macht den Default sicher: wer den Prod-Schritt vergisst, veröffentlicht einen
sichtbar als Entwicklungsstand markierten Build, nicht versehentlich einen als
stabil wirkenden. Bewusst **kein** i18n-UI-Text im `I18N`-Objekt (kein
Produkt-Feature, sondern Build-Metainformation; D14) — der `title` ist knapp
zweisprachig (DE · EN).
**Self-hosted Deploy (`scripts/deploy-prod.sh`):** Für eine eigene produktive
Installation (nicht GitHub Pages) baut das Skript per `npm run build:prod`
(badge-frei), stellt lokal dasselbe zusammen wie der Pages-Workflow (LICENSE
danebenlegen + `../LICENSE`-Link geradeziehen, Footer-Version + Commit-Link) und
spiegelt es per `rsync --delete` über SSH ins Zielverzeichnis (nichts Altes bleibt
stehen). Die Zusammenstell-Schritte (dieselben drei `sed`-Regeln) liegen bewusst
in **beiden** — Workflow und Skript —, weil GitHub Pages die `dist/` selbst baut
und der SSH-Weg keinen Pages-Runner hat; bei Änderungen an den `sed`-Regeln beide
Stellen nachziehen (Anker `<a class="ver">` / `../LICENSE`).
(Nummerierung: D15 war bereits für den kompakten Modus vergeben, daher D16.)
## D17 — Kleiner Bildschirm: ein Bereich, kompakte Legende & Sprachwahl
Auf schmalen Viewports (≤ 640 px) ist für beide Bereiche kein Platz. Diagramm
und Editor werden gestapelt und über den **Splitter stufenlos** geteilt (frei
ziehbar, jederzeit erneut verstellbar); die beiden **Titelzeilen bleiben immer
stehen** (Grid-Zeilen-Minima = gemessene Kopfhöhen), ein **Tipp auf eine
Titelzeile klappt dieses Panel ganz aus**. Das frühere diskrete Modell (Snap in
Minimier-Zustände 'a'/'b') führte auf dem Smartphone zu zwei Fehlern: nach dem
ersten Ziehen rastete der Splitter in eine feste Aufteilung und war nicht mehr
zu bewegen (die Titelzeile im Snap-Rand fing jeden weiteren Zug ab), und der
Titelzeilen-Tap funktionierte nur im `collapsed`-Zustand — nach einem freien Zug
also gar nicht. Deshalb auf Mobil ein **kontinuierliches** Modell ohne Snap/
Collapse (`--drow` frei geklemmt, Tap setzt sie aufs Extrem); Desktop behält das
diskrete Modell samt Fenster-Buttons.
Die Legende wird von der Bereichs-
Umschaltung **entkoppelt** und über einen eigenen Umschalter im Editor-Kopf
gesteuert — das dauerhafte „AGENDA“-Band kostet sonst zu viel Höhe. Die
Sprachleiste zeigt eingeklappt nur die **aktive** Sprache; ein Tipp klappt die
volle Leiste als **Overlay über die Kopfzeile** auf (rechtsbündig, `z-index`,
verdeckt die übrigen Elemente statt die Zeile umzubrechen), nach der Auswahl —
oder einem Tipp daneben — klappt sie wieder ein. So bleibt die Kopfzeile schmal
und die vollständige Sprachliste dennoch erreichbar (frühere Lösung
„EN + aktive + …“ ersetzt). Voreinstellung ist **Vollbild** (maximale Fläche). Umgesetzt über die Klasse `body.mobile` (per
`matchMedia`), damit CSS und JS denselben Schwellwert teilen; die Vollbild-
Voreinstellung greift nur, wenn noch **keine** gespeicherte Nutzerwahl vorliegt
(eine bewusste Abschaltung bleibt so erhalten, siehe localStorage-Persistenz).
## D18 — Günstigsten Pfad per Inversion zeigen, fehlende Größe = M
Der kostengünstigste Weg durch den Baum wird hervorgehoben (Umschalter im
Diagramm-Kopf, Default an, Zustand persistiert). Nötig sind bei **all of** alle
Kinder, bei **any of** nur die günstigste Alternative (kleinste rekursive
Kosten; Gleichstand ⇒ erste).
**Darstellung per Inversion, nicht per Betonung:** Getestet wurde zuerst ein
doppelt dicker Rand an den nötigen Knoten. Da der Baum aber fast überall all-of
ist, war damit *fast alles* dick umrandet — das Signal lag ohnehin nur in der
*Abwesenheit* des Rands bei den ausgeschlossenen Alternativen. Deshalb wird
invertiert: die **nicht benötigten** Knoten (nicht-gewählte any-of-Alternativen
samt Teilbaum) treten zurück (blass, entsättigt), der Pfad hebt sich von selbst
ab. Kein Zusatzrahmen, weil die Knoten-Ecken (Größe, Tags, ↗) schon dicht sind.
**Fehlende T-Shirt-Größe wird für die Kostenschätzung als `M` gewertet** — die
kleinste Größe mit Untergliederungspflicht (§5/D8), also die konservative
Annahme „mindestens M". Damit sind auch ungrößte Alternativen vergleichbar.
Wo `M` nur implizit angenommen ist, zeigt der Knoten ein **invertiertes**
Größen-Badge (weiß mit Petrol-Rand statt gefüllt) samt Tooltip, damit die
Annahme sichtbar und von einer echten `(M)`-Angabe unterscheidbar bleibt. Die
Größen-Semantik in SPEC §5 bleibt unberührt (die Wertung gilt nur der
Pfad-Kostenrechnung).
**Pfad-Linie + Stationspunkte (U-Bahn-Plan):** Zusätzlich zur Inversion fädelt
eine gestrichelte, geschwungene Petrol-Linie durch die **Endknoten** des Pfads.
Sie liegt **hinter** den Knoten (kräftig in den Lücken), mit einer **abgetönten
Kopie davor** (deutet den Verlauf beim Durchschreiten eines Knotens nur an —
Alternative zum harten „über allem"). Problem dabei: läuft die Linie durch
Fremd-/Zwischenknoten, ist nicht unterscheidbar, ob diese dazugehören
(besonders im kompakten Modus). Lösung: ein **blasser, großer Stationspunkt**
nur an den echten Blättern — durchquerte Knoten bleiben punktlos. Blass+groß
statt klein+satt, damit der Knotentext lesbar bleibt. Alles auch im
Grafikexport (hinten/vorne-Schichtung nachgezeichnet).
**Layout: all-of unter any-of (horizontal).** Zerlegt eine any-of-Alternative
selbst wieder all-of (z. B. „Web+Nativ" → Web + Android + iOS), würde der
breite horizontale Fächer den Alternativknoten zentrieren und samt Elternbaum
weit nach rechts schieben. Deshalb wird dieser Teilbaum **nur horizontal**
schmal **transponiert** gestapelt (Kinder untereinander, linker solider
Verteiler — wie im kompakten Modus), passend zur gestapelten any-of-Spalte
darüber. Kompakt führt all-of ohnehin nach unten (Knoten bleibt oben,
Abzweig bei 23 px passt).
**Vertikal** dagegen behält den zentrierten Rechts-Fächer: `li.has-and` legt
den Alternativknoten `align-items:center` **vertikal mittig** zu seiner
Kindergruppe. Dann sitzt aber auch der **einkommende** any-of-Abzweig nicht mehr
bei 23 px, sondern muss auf die **Knotenmitte (50 %)** zeigen — sonst ist der
Knoten von seiner Linie von oben abgetrennt. Fix: `ul.or>li.has-and` bekommt
vertikal **symmetrisches** Padding (Mitte bleibt bei 50 %), der Abzweig
(`::before`) und die Rail-Endkante (`:last-child::after`) werden auf 50 %
gesetzt — analog zu den bereits zentrierten all-of-Zwischenknoten.
## D19 — Modularisierung mit Vite-Bündelung zu einer self-contained Datei
Das Nahziel „tragfähige Codebasis" (ROADMAP) verlangt, den Single-HTML-
Prototyp in headless nutzbare Module (`parser`, `model`, `render`, `app`) zu
zerlegen und gegen SPEC zu testen. Die Zwickmühle: **modulare Einzeldateien**,
**`file://`-Tauglichkeit** (D16) und **kein Build** (D11) sind nicht gleichzeitig
erfüllbar — ES-`import` über `file://` blockt der Browser (CORS).
**Entscheidung: Vite als Bündler/Testrunner.** `frontend/src/*.js` sind echte
ES-Module und die Quelle der Wahrheit; `frontend/index.html` lädt im Dev-Server
per `<script type="module">`. `npm run build` (Vite + `vite-plugin-singlefile`)
inlint **alle** Module, das CSS und das Favicon (als `data:`-URI) in **eine**
`dist/index.html` — damit bleibt das `file://`-Versprechen aus D16 erhalten
(die gebaute Datei ist standalone), und der Deploy lädt nichts extern nach.
Damit wird **D11 („kein Build-Zwang") bewusst aufgeweicht**: Zum *Weiter­ent­
wickeln/Testen* braucht es nun Node + Vite (Dev-Abhängigkeiten, keine
Laufzeit-Abhängigkeiten — das Ergebnis ist reines HTML/CSS/JS ohne Framework).
Das *Ergebnis* bleibt im Geist von D11: eine einzelne, framework-freie Datei,
die überall ohne Server läuft. Verworfene Alternativen:
- **ES-Module ohne Build:** bräche `file://` (Dev-Server-Zwang lokal) — verwarf
der Nutzer, weil das lokale Öffnen erhalten bleiben soll.
- **Klassische `<script>`+Globals:** hielte `file://` ohne Build, ist aber kein
echtes ESM und erschwert headless-Tests/Tree-Shaking.
**Deploy (D16-Fortschreibung):** Der Pages-Workflow richtet Node ein, führt
`npm ci` + `npm test` (Vitest) + `npm run build` aus und nimmt
`frontend/dist/index.html`. Die frühere `sed`-Kur der `../docs/brand/`-Pfade
entfällt (Favicon inline); nur der Laufzeit-Link `../LICENSE` und die
Footer-Version werden weiter auf der Site-Kopie gesetzt. Schlägt der Testlauf
fehl, wird nicht deployt (der frühere auskommentierte Platzhalter ist nun
aktiv).
(Favicon-Inlining: ein kleiner `transformIndexHtml`-Plugin in `vite.config.js`
liest `../docs/brand/favicon.svg` und ersetzt den `<link rel="icon">` durch eine
`data:`-URI — so bleibt die Brand-Quelle unverändert und die Ausgabe eine
einzige Datei.)
## D20 — Schriften lokal einbetten statt von Google Fonts laden
Die Seite lud IBM Plex Sans/Mono über einen `<link>` von `fonts.googleapis.com`
(zzgl. Font-Dateien von `fonts.gstatic.com`). Das überträgt bei **jedem**
Seitenaufruf die **IP-Adresse des Besuchers an Google (USA)** — ohne
Einwilligung und ohne Notwendigkeit (vgl. LG München I, 3 O 17493/20). Das
widerspricht einer datensparsamen Datenschutzerklärung ohne Drittanbieter-
Einbindung und zugleich dem Selbstverständnis aus D19/SPEC §9 („keine externen
Ressourcen").
**Entscheidung: Schriften self-hosten.** Die tatsächlich genutzten Schnitte
(Sans 400/500/600, Mono 400/500) liegen als `woff2` unter
`frontend/src/fonts/`, eingebunden per `@font-face` in `style.css` mit
`font-display:swap`. Bezogen aus den OFL-lizenzierten `@fontsource`-Paketen
(nur per `npm pack` gezogen — **keine** neue Projekt-Abhängigkeit; die Dateien
sind eingecheckte Assets), Lizenztext in `fonts/OFL.txt`. Subsets **latin +
latin-ext** mit den `unicode-range`-Werten von fontsource decken DE/EN/ES/FR/PL;
nicht-lateinische UI-Sprachen (RU/HI/ZH/JA) fielen schon vorher auf `system-ui`
zurück (IBM Plex latin enthält diese Schriftsysteme nicht), also keine
Regression. Der Dev-Server liefert die `woff2` lokal aus; `vite build` inlint
sie als `data:font/woff2`-URIs in die eine `dist/index.html` (D19) — der
deployte Stand macht damit **keinen** externen Request mehr (verifiziert: 0
Treffer `googleapis`/`gstatic`, 10 inline-`woff2`). Kostet ~204 KB Fonts
(dist 89 → 320 KB, gzip ~208 KB) — bewusst in Kauf genommen für Datenschutz und
Standalone-Tauglichkeit (`file://`).
Verworfene Alternative: Google-Link ersatzlos streichen und nur die System-
Schrift (`system-ui`) nutzen — spart die 204 KB, gibt aber die einheitliche
Markentypografie (IBM Plex, BRAND) auf.
## D21 — UI-Default-Sprache aus der Browsersprache, Fallback Deutsch
Ohne gespeicherte Nutzerwahl (`werkbaum-lang`) richtet sich die Anzeige­sprache
nach der **Browsersprache**: die erste aus `navigator.languages`, für die eine
Übersetzung existiert (nur der Primär-Subtag zählt, `de-AT``de`,
`zh-Hans-CN``zh`); trifft keine zu, bleibt **Deutsch** der Fallback
(`detectLang()` in `app.js`). Zuvor war der Default fest `'de'`, unabhängig vom
Browser.
Begründung: Ein spanisch- oder englischsprachiger Erstbesucher sah bislang ohne
Not eine deutsche Oberfläche. Die Erkennung greift auch **nach dem Reset**
(löscht `werkbaum-lang`, lädt neu → selber Pfad). **Deutsch bleibt Quellsprache**
(CLAUDE: neue UI-Texte zuerst auf Deutsch) — das betrifft die Autoren-/Pflege­
seite und ist unabhängig vom Anzeige-Default für Besucher. Eine bewusste
Sprachwahl überschreibt die Erkennung dauerhaft (Persistenz in `werkbaum-lang`).
## D22 — Mehrere Dokumente client-seitig, Wähler in der Editor-Titelzeile
Der Editor kann mehrere Notationstexte halten, zwischen denen umgeschaltet wird
(z. B. verschiedene Projekte/Bäume). Umgesetzt **ohne Backend** (noch keins,
D13): die Dokumente liegen als `[{id, name, text}]` im localStorage
(`werkbaum-docs`), das aktive per `id` in `werkbaum-active`. Der aktive Text
wird zusätzlich in `werkbaum-src` gespiegelt (Abwärtskompatibilität + Migration).
**Platzierung: Dropdown in der Editor-Titelzeile.** Der Name des aktiven
Dokuments **ersetzt** die statische Beschriftung „Struktur (Text)" und ist
zugleich der Auslöser eines Dropdowns zum Wechseln, Anlegen (` Neu`),
Umbenennen und Löschen. Begründung: Der Wähler bestimmt, *welchen Text* man
bearbeitet — er gehört auf das Textpanel, nicht ins Diagramm. Verworfen:
**Kopfzeile oben** (schon eng, besonders mobil) und **Tab-Leiste** (kostet eine
ganze Zeile Höhe, D17, und skaliert nicht über ~5 Dokumente). Ein Dropdown
skaliert und passt zum bereits etablierten Overlay-Idiom (Sprache/Download, D17).
Auf kleinem Bildschirm öffnet dasselbe Menü als absolut positioniertes Overlay
unter der Titelzeile.
**Umbenennen inline, nicht per `window.prompt`.** Das Umbenennen ersetzt den
Namen des aktiven Dokuments im Menü durch ein Textfeld (Enter bestätigt, Esc
bricht ab, Fokusverlust bestätigt). Grund: `window.prompt` ist in manchen
Browser-Kontexten unterdrückt/deaktiviert — dort „funktionierte Umbenennen
nicht". Das Inline-Feld hängt an keiner nativen Dialog-API und ist zudem die
rundere UX.
**Vereinbarkeit mit D14 (Text ist das führende Format):** Jedes Dokument ist nur
ein Notationstext plus `name` (Metadatum) — **kein** erfundenes Strukturformat.
Damit ist das Modell vorwärtskompatibel zum geplanten Persistenz-/Taiga-Backend
(D13/D14: „Text als Ganzes + explizite Metadaten"): „mehrere Dokumente" bildet
1:1 auf „mehrere gespeicherte Notationstexte mit Name/id" ab; der localStorage-
Array ist der client-seitige Platzhalter, bis das Backend existiert.
**Beispiel-Dokument mit reservierter id + festem englischem Namen.** Das
Beispiel trägt die reservierte id `example` und heißt fest **„Example"** —
**unabhängig von der UI-Sprache** (nicht lokalisiert), passend dazu, dass der
Beispieltext selbst nur noch englisch ist (breiteres Publikum). Die reservierte
id macht den Reset **zielgenau** (siehe unten). Alt-Zustände aus der ersten
Fassung (zufällige id, lokalisierter Name „Beispiel"/…) werden beim Laden
**adoptiert**: Ein noch **unverändertes** erstes Dokument (`text === INITIAL`)
bekommt nachträglich `id: example` und den Namen „Example"; echte, bereits
bearbeitete Inhalte werden nie adoptiert.
**Migration:** Fehlt `werkbaum-docs`, wird der bestehende Einzeltext (oder
`INITIAL`) verlustfrei in **ein** Beispiel-Dokument gepackt. Wird das letzte
Dokument gelöscht, entsteht wieder das Beispiel-Dokument (INITIAL).
**Reset ist auf das Beispiel begrenzt.** Der Reset (Debug-Knopf, nur außerhalb
des Prod-Builds) setzt **nur das Beispiel-Dokument** auf `INITIAL`/„Example"
zurück und verwirft die Ansichts-/Metadaten-Schlüssel (`werkbaum-ui`,
`werkbaum-lang`, Update-Flags) — **alle anderen Dokumente bleiben unangetastet**.
Zuvor löschte er pauschal **alle** `werkbaum-*`-Schlüssel und damit auch fremde
Dokumente; das war zu grob, sobald man mehrere Dokumente pflegt.
Die GUI-Ansichts-Einstellungen (Modus, Zoom, Aufteilung; `werkbaum-ui`) bleiben
bewusst **global** über alle Dokumente — pro-Dokument-Ansichtszustand wäre eine
spätere Erweiterung.
## D23 — Notationstext per `?sourceUrl=` von einer URL laden
Der Editor kann den Notationstext aus einer **externen Textdatei** beziehen:
`…/index.html?sourceUrl=https://example.org/plan.txt`. Damit lässt sich ein
Diagramm teilen/verlinken, ohne den Text in die URL zu packen, und die Quelle
kann anderswo (Git, Wiki, Server) gepflegt werden.
**Die URL ist der Titel.** Das geladene Dokument wird als eigenes Dokument im
Sinne von D22 geführt; sein **Name ist die URL**. Die **id leitet sich aus der
URL ab** (`url:<href>`), damit derselbe Link dieses eine Dokument *aktualisiert*,
statt bei jedem Aufruf ein neues anzulegen. Eigene Dokumente des Nutzers bleiben
unberührt. Da der Name in der Titelzeile mit Ellipse abgeschnitten wird, steht
die vollständige URL zusätzlich im Tooltip.
**Die URL ist die Quelle der Wahrheit:** Ist der Parameter gesetzt, wird bei
**jedem** Laden neu geholt und der Dokumenttext überschrieben. Lokale Änderungen
an einem URL-Dokument überleben ein Neuladen also nicht — bewusst, weil
`sourceUrl` eine *Ansicht auf eine entfernte Datei* ist, nicht deren Kopie. (Eine
konfliktbewusste Variante — lokale Änderungen erkennen und behalten — wäre eine
mögliche Erweiterung.)
**CORS ist die eigentliche Einschränkung.** Der Browser lädt fremde Hosts nur,
wenn die Zielseite `Access-Control-Allow-Origin` sendet. Das tun u. a.
`raw.githubusercontent.com` und GitLab-Raw-Links; ein beliebiger Webserver
oft **nicht**. Scheitert das Laden (CORS, 404, Netz), bleibt der bisherige Stand
stehen und es erscheint eine **Warnung** im Warnbereich (Typ `sourceLoad`,
zeilenlos ⇒ zuoberst), die CORS ausdrücklich als wahrscheinliche Ursache nennt.
Bewusst kein Proxy-Dienst als Ausweg: das würde fremde Inhalte über einen
Dritt-Host leiten und dem Datenschutz-Anspruch aus D20 widersprechen.
**Verhältnis zu D20 („keine externen Requests"):** Der Grundsatz bleibt — die App
lädt von sich aus **nichts** nach (Schriften inline, kein CDN). Der Request
entsteht **nur**, wenn der Nutzer selbst eine URL angibt, und geht **nur** an
genau diesen Host; `credentials:'omit'` verhindert das Mitsenden von Cookies.
Erlaubt sind nur `http:`/`https:` (relative Angaben werden gegen die Seite
aufgelöst); andere Schemata (`file:`, `data:`, `javascript:`) werden abgewiesen.
Fremder Text ist ungefährlich: Labels werden escaped, und der Parser erkennt als
Knoten-Link ohnehin nur `https?://…` (SPEC §1/§6) — kein `javascript:`-Vektor.
Nebenbefund: `checkForUpdates()` hängte den Cache-Buster als `location.href +
'?t=…'` an, was mit vorhandenem Query-String ein zweites `?` erzeugt hätte; es
baut die URL nun über `URL`/`searchParams`.
## D24 — Eigene Dateiendung `.werkbaum`
Notationstexte tragen die Endung **`.werkbaum`** (UTF-8, LF). Bislang lag das
einzige Beispiel als `.txt` — eine Endung, die nichts über den Inhalt sagt und
in einem Verzeichnis mit Notizen, Logs und Exporten untergeht.
**Begründung:** Die Endung macht Dateien maschinell und für Menschen
zuordenbar — Voraussetzung für spätere Editor-Zuordnung (Öffnen mit Werkbaum),
Syntax-Highlighting (VS Code/Vim-Modus, `*.werkbaum`) und ein künftiges
Öffnen/Speichern im Editor (dann als `accept`-Filter und Download-Endung).
Ausgeschrieben statt kurz, weil kurze Endungen belegt/mehrdeutig sind: `.wbs`
wird von diversen Projektplanungswerkzeugen und generisch für „Work Breakdown
Structure" benutzt, `.wb` ist ebenfalls mehrfach vergeben, `.tree` sagt nichts
über die Notation. Die Länge stört nicht: die Dateien werden selten getippt und
meist als URL geteilt.
**Kein registrierter MIME-Typ nötig.** Server liefern unbekannte Endungen als
`application/octet-stream` oder `text/plain` aus; für das Laden per
`?sourceUrl=` (D23) ist das gleichgültig, weil der Loader den `Content-Type`
**nicht** auswertet, sondern `response.text()` liest. Empfehlung für eigene
Server dennoch `text/plain; charset=utf-8`, damit die Datei im Browser lesbar
statt als Download erscheint. `raw.githubusercontent.com` liefert `.werkbaum`
als `text/plain; charset=utf-8` mit `Access-Control-Allow-Origin: *`.
**`.txt` bleibt zulässig** — die Endung ist Konvention, kein Vertrag. Der
Parser sieht ohnehin nur Text (SPEC §1), und `?sourceUrl=` lädt jede per
http(s) erreichbare Textdatei unabhängig von Endung und Content-Type. Es gibt
also keinen Bruch für bestehende Links.
**Beispieldateien liegen unter `docs/examples/`** (`example-plan-0…3.werkbaum`,
`example-werkbaum.werkbaum`) statt einzeln in `docs/`. Mehrere Beispiele, weil
sich das Umschalten zwischen Dokumenten (D22) erst mit mehreren *geladenen*
Dokumenten zeigen lässt: jeder `?sourceUrl=`-Link legt ein eigenes Dokument an
(id aus der URL, D23), nacheinander geöffnet stehen sie danach alle im Wähler.
`example-werkbaum.werkbaum` beschreibt Werkbaum selbst (Bestand + mögliche
Weiterentwicklung, destilliert aus ROADMAP/TASKS/DECISIONS) — zugleich
Beispiel und lebende Projektübersicht; bei größeren Änderungen mitpflegen.
## D25 — Sprung Diagramm ↔ Text per Alt+Klick, Gegenrichtung per Cursor-Zeile
Ein Knoten im Diagramm und „seine" Zeile im Texteditor sind nun verknüpft. Der
Parser hängte die Zeilennummer ohnehin schon an jeden Knoten (`{…, line}`,
bislang nur für Warnungen genutzt); der Renderer gibt sie als `data-line` aus.
**Alt+Klick statt einfachem Klick.** Ein Knoten mit URL ist als `<a>` gerendert
und belegt mit dem einfachen Klick bereits den ganzen Kasten (SPEC §6, D6).
Erwogen und verworfen:
- **↗ wird der Link, Knotenfläche springt** — klarste Regel, alles per
einfachem Klick; ändert aber SPEC §6 und schrumpft die Link-Trefferfläche auf
ein Symbol.
- **Klick springt, Strg-Klick öffnet** — behält die große Trefferfläche, macht
das Öffnen aber zur unsichtbaren Geste und ändert §6 ebenfalls.
- **Gewählt: Alt+Klick springt** — das Verlinkungs-Verhalten bleibt exakt wie
bisher, SPEC §6 unverändert. Preis ist die geringe Auffindbarkeit; dagegen
steht der **Tooltip an jedem Knoten** („Alt+Klick: zur Zeile im Text",
i18n-Key `jumpHint`, in allen 9 Sprachen), der bisher nur den Statusnamen
zeigte.
Wichtig: Der Klick-Handler **muss `preventDefault()`** rufen — Alt+Klick auf
einen Link lädt sonst in Chrome/Firefox das Ziel herunter. Tastatur-Pendant ist
**Alt+Enter** am fokussierten Knoten (Enter allein bleibt dem Link). Auf Touch
gibt es kein Alt: dort **langer Druck** (500 ms), Wischen bricht ab; der
folgende Klick und das Kontextmenü werden unterdrückt (`-webkit-touch-callout`
aus), sonst öffnete ein Link-Knoten zusätzlich seine URL.
**Ganze Zeile markieren statt nur Cursor setzen.** Ein `<textarea>` kennt keine
Zeilen-Hervorhebung (kein Rich-Text-Markup); die native Auswahl ist die einzige
Betonung, die es gibt — und sie verschwindet beim ersten Tippen von selbst.
**Scrollen über einen Spiegel-`div`, nicht über Zeilenhöhe × n.** Lange Zeilen
brechen weich um und belegen mehrere Bildzeilen; die naive Rechnung lag im Test
bei 60 Zeilen um bis zu 525 px daneben. Gemessen wird deshalb an einem
unsichtbaren `div` mit gleicher Typografie und Breite plus Marker-Span
(`offsetTop`). Gescrollt wird nur, wenn die Zeile nicht ohnehin sichtbar ist.
**Gegenrichtung (Cursor-Zeile → Knoten)** ist bei großen Bäumen die nützlichere
Hälfte: `example-werkbaum.werkbaum` hat 75 sichtbare Knoten, ohne Markierung
verliert man beim Tippen die Orientierung. Der Knoten der Cursor-Zeile bekommt
die Klasse `current`; ins Bild gescrollt wird **nur beim Zeilenwechsel**, sonst
ruckelte das Diagramm bei jedem Tastendruck. Vor der ersten Cursor-Bewegung ist
`caretLine === null` — sonst wäre direkt nach dem Laden ungefragt die Wurzel
markiert.
**Darstellung: weißer Halo + Ring in Tinte** (`box-shadow`, kein Rahmen). Hebt
sich von allen Pastell-Status *und* vom dunklen Wurzelknoten ab, ist vom
petrolfarbenen Fokusring (`:focus-visible`) unterscheidbar und rührt die
Knoten-Ecken nicht an (die sind laut D18 schon dicht). Die Regel braucht den
`#out`-Präfix: `ul.or .node{box-shadow:none}` ist spezifischer als
`.node.current` und schluckte den Ring sonst überall unterhalb einer
any-of-Gruppe (im Test zuerst passiert). Rein visuelle Editierhilfe — im Druck
abgeschaltet; im Grafikexport erscheint sie ohnehin nicht, weil `diagramToSvg()`
nur Hintergrund, Rahmen, Farbe und Textdekoration ausliest, nie `box-shadow`.
**Auffindbarkeit (Nachtrag).** Eine Modifier-Geste, die niemand kennt, ist
keine Funktion. Gegenmaßnahmen, absteigend nach Wirkung:
- **Alt-Modus sichtbar machen:** Solange Alt gedrückt ist, trägt `#out` die
Klasse `alt`; alle Knoten bekommen `cursor:alias` und der Knoten unter dem
Zeiger einen Petrol-Ring. Das wirkt auch auf **verlinkten** Knoten, wo der
einfache Klick dem Link gehört und es sonst gar keine Rückmeldung gäbe. Der
Modus muss zusätzlich am `blur` des Fensters zurückgesetzt werden — bei
Alt+Tab kommt kein `keyup` mehr an und er bliebe hängen.
- **Tooltip an jedem Knoten** (siehe oben, `jumpHint`).
- **Legende:** Die aufklappbare Legende endet mit einer abgesetzten
Bedienungs-Zeile (`hint_jump`, `.hint-op` mit gestricheltem Trenner), damit
sie ihre Rolle als *Notations*-Legende behält.
Erwogen und **verworfen: der einfache Klick springt** (auf Knoten ohne URL, wo
nichts kollidiert — das wären ~97 % der Knoten der Beispieldateien). Hätte die
Geste beiläufig auffindbar gemacht und auf Mobil den langen Druck erspart,
bedeutet aber, dass derselbe Klick je nach Knoten Verschiedenes tut. Ebenfalls
verworfen: ein **einmaliger Hinweis** nach dem ersten Sprung (localStorage-Flag)
— zusätzlicher i18n-Text in 9 Sprachen für einen Effekt, den Cursor und Legende
bereits abdecken.
**Touch: der Sprung passiert beim Loslassen, nicht nach 500 ms (Nachtrag).**
Erste Fassung führte den Sprung im 500-ms-Timer aus. Auf echten Touch-Geräten
flackerte die Markierung im Editor dann nur kurz auf und der Fokus fiel sofort
wieder heraus: **`focus()` aus einem Timer-Callback gilt in mobilen Browsern
nicht als Nutzergeste**, das Textfeld darf sich so nicht selbst fokussieren
(sonst könnte jede Seite ungefragt die Bildschirmtastatur aufziehen).
`touchend` **ist** eine Nutzergeste — dort bleibt der Fokus. Der Timer macht
seither nur noch die Rückmeldung („scharf": Petrol-Ring am Zielknoten, dieselbe
Sprache wie unter dem Alt-Zeiger), der eigentliche Sprung hängt am Loslassen.
Zweiter Beitrag zum selben Symptom: Die **native Textauswahl bzw. das
Link-Callout** des Browsers startet bei etwa derselben Druckdauer und riss die
Auswahl an sich. Dagegen drei Schichten, weil keine allein überall wirkt:
`preventDefault()` auf `contextmenu` während des Drucks (überall),
`user-select:none` an `.node` für grobe Zeiger (`@media (hover:none) and
(pointer:coarse)`) und `-webkit-touch-callout:none` (nur iOS/Safari; Chrome
kennt die Eigenschaft nicht mehr). Auf Touch lässt sich Knotentext damit nicht
mehr markieren — bewusst in Kauf genommen, die Geste ist dort vergeben.
Lehre für die Prüfung: Synthetische `TouchEvent`s beweisen nur die eigene
Ereignis-Logik. Weder die Nutzergesten-Regel noch die nativen Langdruck-Gesten
lassen sich so auslösen — beides fiel erst auf echter Hardware auf.
**Der Sprung holt keine Bildschirmtastatur (Nachtrag).** Auf Touch-Geräten
erschien nach dem Sprung sofort die virtuelle Tastatur und nahm den halben
Bildschirm — auch bei angeschlossener Bluetooth-Tastatur. Das ist kein Fehler
der App: Eine Webseite erfährt nichts über verbundene Tastaturen; sie fordert
nur **Fokus** an, alles Weitere entscheidet das Betriebssystem (Android hat
dafür den Schalter „Bildschirmtastatur anzeigen" unter *Physische Tastatur*,
auf vielen Geräten voreingestellt an; iPadOS unterdrückt sie von selbst).
Entscheidung: Der Sprung **fordert sie erst gar nicht an**. `jumpToLine()` setzt
vor dem Fokussieren `inputmode="none"` am Textfeld — das unterdrückt nur die
**virtuelle** Tastatur, Hardware-Tastaturen tippen unverändert. Die Sperre fällt,
sobald der Nutzer das Textfeld **selbst antippt** (`pointerdown`, läuft vor dem
Fokus). Damit ist der Sprung „hinschauen" und der erste Tipp ins Textfeld
„bearbeiten". `newDoc()` hebt die Sperre ausdrücklich auf — bei einem neuen,
leeren Dokument ist Tippen gemeint.
Verworfen: die Tastatur zuzulassen und auf die OS-Einstellung zu verweisen (löst
es nur auf einem Gerät), sowie ein eigener Umschalter dafür (weiteres
Bedienelement in einer engen Kopfzeile plus i18n in 9 Sprachen, für ein
Verhalten, das kaum jemand umstellen will).
## D26 — Legende scrollbar: eigener Container statt `<details>`, plus Splitter
Die Legende („Agenda") im Editor-Panel war zu hoch für ihren Platz und wurde
**abgeschnitten** statt scrollbar zu sein — obwohl `.hint` seit jeher
`flex:1 1 auto; min-height:0; overflow:auto` trug.
**Ursache:** Chrome legt den Inhalt eines `<details>` seit einiger Zeit in das
Pseudo-Element **`::details-content`**. Damit ist `.hint` **kein Flex-Kind** von
`.agenda` mehr; die Flex-Begrenzung greift nicht, `.hint` wächst auf seine
Inhaltshöhe (gemessen 585 px in einem 282 px hohen Container) und wird vom
`overflow:hidden` der Agenda geclippt. Ein Gegenmittel wäre
`.agenda::details-content{display:flex;…}` (im Test wirksam: 585 → 248 px,
scrollbar), aber das Pseudo-Element ist Chrome-eigen — Firefox und Safari kennen
es nicht, dort hinge dieselbe Layout-Kette an einem anderen anonymen Kasten.
**Entscheidung: kein `<details>` mehr.** Die Legende ist ein gewöhnliches
`<div class="agenda">` mit `<button class="agenda-summary">`; der Auf-/Zu-Zustand
hängt an der Klasse `open` (`aria-expanded` am Button). Damit ist `.hint` wieder
ein echtes Flex-Kind und die Begrenzung in **allen** Browsern dieselbe. Die
native Aufklapp-Mechanik war ohnehin nur halb genutzt — mobil steuert seit D17
der `#legendBtn` im Kopf, das `toggle`-Ereignis diente nur der Synchronisierung.
**Splitter Editor|Legende.** Die Aufteilung ist nun frei ziehbar, im selben
Idiom wie der große Splitter (`pointerdown`/`pointermove`/Pointer-Capture,
Doppelklick setzt zurück). Die Ausrichtung folgt derselben Fallunterscheidung
wie dort: horizontal nebeneinander → Legendenbreite `--hcol`, gestapelt (`side`
oder mobil) → Legendenhöhe `--hrow`. **Beide Werte werden getrennt gehalten und
persistiert** (`werkbaum-ui`), sodass ein Moduswechsel die jeweils andere
Aufteilung nicht zerstört; der Auf-/Zu-Zustand der Legende wird mitgesichert.
Grenzen: mindestens 90 px, höchstens 85 % — die Obergrenze steht **zusätzlich
als `max-width`/`max-height` im CSS**, weil die gespeicherte Größe ein fester
px-Wert ist: schrumpft das Panel später (Zug am großen Splitter, Drehung,
Bildschirmtastatur), würde der Editor sonst auf 0 gedrückt.
## D27 — „Werkbaum": der eigene Plan als mitgeliefertes Dokument
Neben dem Beispiel (D22) liegt ein zweites mitgeliefertes Dokument im Wähler:
**„Werkbaum"** — Werkbaum selbst, mit Werkbaum geplant (Bestand + mögliche
Weiterentwicklung). Damit ist der interessanteste Beispielbaum ohne Umweg über
einen `?sourceUrl=`-Link erreichbar; zugleich dient er als lebende
Projektübersicht.
**Eine Quelle, keine Kopie.** Der Text wird per `?raw`-Import aus
`docs/examples/example-werkbaum.werkbaum` gezogen — derselben Datei, die auch
der `?sourceUrl=`-Link lädt. Vite bettet sie beim Build in die eine Ausgabedatei
ein (D19), es wird nichts nachgeladen (D20). Eine zweite, abgetippte Fassung im
Quelltext würde unweigerlich auseinanderlaufen. (Nebenwirkung: die Beispieldatei
ist damit **Build-Eingabe** — Umbenennen bricht den Build. `vite.config.js`
erlaubt den Zugriff außerhalb des Roots bereits über `server.fs.allow: ['..']`,
eingeführt für das Favicon.)
**Genau einmal angelegt.** `seedShippedDocs()` fügt das Dokument auch
Bestandsnutzern hinzu, die schon eine Dokumentenliste haben, und merkt sich das
in `werkbaum-seeded`. Ohne diesen Merker gäbe es nur schlechte Alternativen:
entweder bekämen bestehende Nutzer es nie, oder ein bewusst gelöschtes Dokument
kehrte bei **jedem** Laden zurück. Das aktive Dokument bleibt beim Anlegen
unverändert — niemand wird aus seinem Text gerissen.
**Fester Name, nicht lokalisiert** — wie „Example" (D22): Dokumentnamen sind
Nutzerdaten. (Die erste Fassung hieß durch einen Tippfehler „Werkbank";
`loadDocs()` zieht den Namen nach — aber **nur**, solange er unverändert der
ausgelieferte ist, damit eine eigene Umbenennung stehen bleibt.) Der Reset (D22) setzt jetzt **beide** mitgelieferten Dokumente auf
ihren Auslieferungsstand zurück; eigene Dokumente bleiben weiterhin unangetastet.
**Nachziehen bei neuer Fassung (nachgereicht).** Zuerst wurde der Text nur
einmalig angelegt — eine spätere Ergänzung des Plans erreichte niemanden mehr.
Das fiel sofort auf, als der Plan um den Abschnitt „gemeinsam arbeiten"
(ROADMAP) wuchs. `werkbaum-seeded` hält deshalb nicht mehr '1', sondern den
**Fingerabdruck** (FNV-1a) der zuletzt ausgelieferten Fassung. Beim Laden gilt:
- kein Merker → Dokument einmalig anlegen (auch für Bestandsnutzer);
- Merker ≠ aktueller Fingerabdruck **und** der Text des Nutzers hat noch genau
den gemerkten Fingerabdruck → Text nachziehen;
- Text **verändert** → nie anfassen (dieselbe Adoptions-Regel wie beim Beispiel
in D22: nur Unverändertes wird adoptiert);
- Dokument gelöscht → bleibt gelöscht.
Der Altwert `'1'` aus der ersten Fassung sagt nichts über den Textstand; dort
wird bewusst nichts überschrieben, nur der Merker ersetzt. Wer aus dieser kurzen
Zwischenfassung kommt, holt den aktuellen Stand über den Reset.
## D28 — „Was ist neu?": neu in Produktion, gelber Strahlenkranz
Dokumente von außen (mitgeliefert, D27; per `?sourceUrl=`, D23) ändern sich,
ohne dass der Betrachter es merkt. Sie zeigen deshalb, was sich seit seinem
letzten Besuch getan hat.
**„Neu" heißt: neu in Produktion.** Nicht „Zeile hinzugefügt". Ein Zeilendiff
meldet vor allem Rauschen — jede neu notierte Idee, jede Umformulierung. Die
Nachricht, die einen Plan-Leser wirklich angeht, ist: *was ist tatsächlich
live gegangen*. Also gilt ein Knoten als neu, wenn er **jetzt `[^]`** trägt und
es in der zuletzt gesehenen Fassung **nicht** tat (weil er anders stand oder
noch fehlte). Das macht die Hervorhebung zugleich sparsam: In einem großen Plan
leuchten typischerweise eine Handvoll Knoten, nicht dreißig.
**Basis ist die zuletzt GESEHENE Fassung, nicht die letzte Auslieferung.**
`werkbaum-seen` hält je Dokument-id den Text, den der Betrachter zuletzt
bestätigt hat. Wer drei Fassungen übersprungen hat, sieht alles seither. Die
Basis wird **erst beim Bestätigen** fortgeschrieben — schriebe man sie beim
Laden fort, wäre die Meldung nach einem Neuladen verschwunden, bevor sie jemand
bemerkt hat. Beim **Erstkontakt** leuchtet nichts (sonst strahlte beim ersten
Ansehen der gesamte fertige Teil des Plans auf); es wird nur die Basis gesetzt.
**Knoten-Identität ist der Label-Pfad**, nicht die Zeilennummer: Umeinrücken und
Umsortieren erzeugen so keine Falschmeldungen. Gleichnamige Geschwister werden
über einen Index unterschieden; ein umbenanntes Label gilt als neuer Knoten —
gewollt, der Text ist der Vertrag (D14).
**Darstellung: gelber Strahlenkranz nach außen.** Bewusst **kein Blinken** (vom
Nutzer erwogen): WCAG 2.2.2 verlangt, dass blinkende Inhalte abschaltbar sind,
2.3.1 begrenzt Flackern wegen des Anfallsrisikos — und vor allem zöge Blinken
*dauerhaft* den Blick, statt einmal zu melden. Der Schein liegt **außen**, weil
die Knotenfüllung dem Status gehört (SPEC §4) und lesbar bleiben muss. Ein
Knoten, der zugleich die Cursor-Zeile ist (D25), bekommt beides: Tinte innen,
Gelb außen. Im **Druck und im Grafikexport erscheint der Kranz nicht** — er
hängt an *deinem* letzten Besuch, ein Export damit hieße für jeden Betrachter
etwas anderes.
Ein **Knopf im Diagramm-Kopf** erscheint nur, wenn es etwas gibt, nennt die
Anzahl und bestätigt per Klick („gesehen"). Kein Dauer-Umschalter: Die Meldung
soll verschwinden, wenn sie ihren Zweck erfüllt hat.
**Zurückhaltung bei bearbeitetem Text.** Hat der Nutzer das mitgelieferte
Dokument geändert, wird es nicht mehr nachgezogen (D27) — dann gibt es keine
saubere Vergleichsbasis, und es wird nichts hervorgehoben.
**Zwei Nachbesserungen nach dem ersten Blick auf die deployte Seite.** Gemeldet
war „nur die linke Hälfte gelb, kein Rahmen drum herum":
- **`z-index:2` am neuen Knoten.** Der Schein liegt *außerhalb* der Knotenbox.
Ohne eigene Stapelordnung malt jedes **später kommende Geschwister** seinen
undurchsichtigen Hintergrund darüber und schneidet den Kranz einseitig ab —
übrig bleibt eine gelbe Kante, die wie ein halber Hintergrund aussieht statt
wie ein Rahmen. Die Abstände (2425 px) liegen nur knapp über der Reichweite
des Scheins (Blur 16 + Spread 5 = 21 px); in engeren Layouts, bei Zoom oder
längeren Labels reicht das nicht.
- **Die Pfad-Inversion darf „neu" nicht wegdimmen.**
`.cheap-on .node:not(.cheap)` setzt `opacity:.32; filter:saturate(.4)` — das
trifft auch den gelben Kranz und macht ihn praktisch unsichtbar. Gerade bei
einer *nicht gewählten* Alternative ist „das ist jetzt live" aber die
interessantere Nachricht. Deshalb `.cheap-on .node:not(.cheap).fresh
{opacity:1;filter:none}`.
**Stolperfalle (beim Bauen hineingelaufen):** Die Menge der neuen Knoten muss aus
**denselben Knotenobjekten** gebildet werden, die gerade gerendert werden. Zuerst
wurde sie beim Laden aus einem eigenen Parse-Durchlauf berechnet — der Zähler
stimmte, aber kein einziger Knoten leuchtete, weil `Set.has()` auf
Objektidentität prüft und die gerenderten Knoten aus einem anderen Parse kamen.
`render()` bildet die Menge daher bei jedem Durchlauf neu; vorgehalten wird nur
der **geparste Basisbaum**.
## D29 — `+` für optionale Knoten: Zugaben sind weder Pflicht noch Alternative
Die Notation kannte bisher nur zwei Beziehungen zwischen Geschwistern:
erforderlich (`-`) und wählbar (`|`). Für ein einzelnes zusätzliches Feature,
das weder nötig ist noch eine Alternative zu etwas anderem, passte keine von
beiden. Man schrieb es als normales `-`-Kind — und log damit.
**Die Lücke hat einen Namen.** Feature-Modelle (FODA) unterscheiden seit den
90ern *mandatory*, *optional* und *alternative*. Werkbaum hatte die erste und
die dritte; `+` ergänzt die zweite. Mnemonik in der Reihe: `-` Teilpaket,
`+` Zugabe, `|` Alternative. Deckt sich mit MoSCoW (Must / Could / Auswahl).
**Der eigentliche Anlass ist der günstigste Pfad (D18), nicht die Optik.**
`markCheapest()` lief bei all-of über *alle* Kinder — jede Zugabe steckte damit
im errechneten Minimum. Das Ergebnis war systematisch zu groß, und zwar umso
mehr, je ehrlicher der Plan auch Kür notierte. `pathChildren()` filtert
optionale Knoten jetzt mit heraus; da beide Nutzer (`cheapestCost`,
`markCheapest`) über diese eine Funktion gehen, gilt das samt Teilbaum. Sichtbar
wird es beim Vergleich von Alternativen: eine Alternative mit teurer Zugabe
verlor vorher gegen eine schlichtere, obwohl die Zugabe gar nicht dazugehört.
**`+` gehört zum Knoten, nicht zur Gruppe** — anders als `-` und `|`. Der Parser
setzt deshalb `optional:true` und lässt `type:'and'` stehen. Zwei Dinge fallen
dadurch von selbst richtig aus: `gateOf()` bleibt unverändert, und die
`mixedGate`-Warnung schlägt weiterhin genau dann an, wenn `|` mit `-`/`+`
gemischt wird — `-` neben `+` ist erlaubt und still. Genau so soll es sein:
„diese drei sind nötig, das hier wäre schön" ist der Normalfall, nicht der
Fehlerfall. Die Regel dahinter: eine Gruppe ist entweder **konjunktiv**
(`-`/`+` frei gemischt) oder **disjunktiv** (`|`).
**Darstellung: hohler Kreis am Abzweig, kein dritter Linienstil.** Erwogen und
verworfen war eine **gepunktete** Abzweiglinie. Sie wäre pro Kind trivial zu
setzen gewesen (den Abzweig zeichnet ohnehin ein `li`-Pseudoelement), kollidiert
aber mit D15: Im **kompakten** Modus laufen beide Gates nach unten und werden
*allein* über den Linienstil unterschieden. Ein dritter Stil müsste sich dort
gegen „gestrichelt grau" behaupten — zu wenig Abstand für ein Merkmal, das man
auf einen Blick lesen können muss. Der Kreis dagegen ist **orthogonal** zum
Linienstil und lässt D15 unangetastet; er ist zudem die etablierte
FODA-Konvention (gefüllter Punkt = erforderlich, hohler = optional).
Er sitzt **mittig auf der Knotenkante**, wo der Abzweig auftrifft, und
unterbricht die Linie dort sichtbar. Grundfall im CSS ist die **gestapelte**
Anordnung (links auf halber Höhe) — sie deckt vertikal, kompakt und die
any-of-Gruppen ab; die **eine** Ausnahme ist der horizontale Fächer (oben
mittig), die **eine** Rück-Ausnahme davon der gestapelte all-of-Teilbaum unter
einer any-of-Gruppe (D18). Umgekehrt herum aufgezogen wären es vier Ausnahmen
statt zwei. `.node::before`/`::after` waren beide frei; die `li`-Pseudoelemente
sind von Abzweig und Sammelleiste belegt.
**Im Export** wird der Kreis **nach** den Knoten gezeichnet. Er liegt zur Hälfte
außerhalb der Knotenbox — in der Zeichenreihenfolge der Linien (Schritt 1)
hätte das Knoten-Rechteck ihn später halb überdeckt. Die Auftreffpunkte werden
beim Linienzeichnen gesammelt und in einem eigenen Schritt 3a ausgegeben.
**Bekannte Schwäche:** Bei aktivem Günstigster-Pfad-Umschalter (Default an) wird
der optionale Knoten ausgeblasst (`opacity:.32`) — und mit ihm sein Kreis, der
die Erklärung *dafür* wäre. Undoen lässt sich das nicht: `opacity` am Elternteil
schlägt auf jedes Kind durch, auch auf ein Pseudoelement. Bewusst in Kauf
genommen, weil das Zurücktreten hier die *Hauptaussage* ist (dieselbe Logik wie
bei nicht gewählten Alternativen) und Tooltip, `aria-label` und Legende die
Begründung nachliefern. Bei ausgeschaltetem Umschalter steht der Kreis in voller
Stärke.
**Verworfene Alternativen:**
- **Den Status `[?]` (Idee) dafür nehmen** — falsche Achse. Status ist
Fortschritt, `+` ist Notwendigkeit; eine Zugabe kann längst `[^]` sein (genau
der Fall, der die Frage ausgelöst hat). SPEC §3 hält beide Achsen getrennt.
- **`@optional` als Personen-Tag** — missbraucht §7 für etwas Strukturelles.
- **`#optional` als Schlagwort** (§11 reserviert) — hätte keine Syntaxänderung
gekostet, bringt aber weder Darstellung noch die Korrektur am Kostenmodell,
also gerade das nicht, wofür sich der Aufwand lohnt.
- **`*` statt `+`** — in Regex „null oder mehr" und damit nah an der Begründung
von D1. Verworfen, weil `*` in Markdown zugleich Betonung auszeichnet und
eher wie eine Fußnote gelesen wird; `+` liest sich als „Zugabe".
**Verhaltensänderung:** Ein `+` am Zeilenanfang ist jetzt ein Zeichen und
gehört nicht mehr zum Label (`+ 5 % Puffer` ergibt das Label „5 % Puffer").
Test-abgedeckt, damit es niemanden unbemerkt trifft.
**Nachtrag 1 — der Abzweig wird doch gestrichelt.** Der hohle Kreis allein war
zu leise; „ein gestrichelter Ast wäre deutlicher" (Nutzer). Der oben notierte
Einwand gegen einen dritten Linienstil bleibt richtig, greift hier aber nicht
so weit wie gedacht: Gestrichelt wird **nur der Abzweig zum Knoten**, nicht die
Sammelleiste, und zwar in **Tinte** — die any-of-Linien sind gestrichelt in
**Grau**. Entscheidend ist, dass beide sich in einer Gruppe nie begegnen können:
`|` darf nach §3 nicht mit `-`/`+` gemischt werden, ein gestrichelt-grauer und
ein gestrichelt-blauer Ast hängen also nie am selben Verteiler. Der Kreis bleibt
zusätzlich — er sagt, **welcher** Knoten gemeint ist, und trägt die Kennzeichnung
auch dort, wo der Strich im Gedränge untergeht.
Umgesetzt an den vorhandenen Pseudoelementen, ohne neue Zeichenebene: Im Fächer
ist der Abzweig der senkrechte Stiel (`border-left` von `::after`, beim letzten
Kind `border-right` von `::before`), in den gestapelten Anordnungen der
waagerechte Ast (`border-top` von `::before`) — die jeweils andere Kante ist die
Leiste und bleibt durchgezogen. Dafür braucht auch das **`<li>`** die Klasse
`opt` (den Abzweig zeichnet es, nicht der Knoten).
**Nachtrag 2 — Stiel trifft die Knotenmitte auch waagerecht (`--stem-x`).**
Beim Prüfen fiel ein älterer Fehler auf: Im horizontalen Fächer lief der Stiel
zu einem Knoten mit any-of-Kindern **neben dem Knoten vorbei** (gemessen 13,4 px).
Ursache ist dieselbe Verwechslung, die D10 schon senkrecht behoben hat, nur in
der anderen Achse: Der Stiel saß bei 50 % der **Zelle**, und das ist nur dann
die Knotenmitte, wenn der Knoten in der Zelle zentriert steht. `li.has-or` ist
aber `align-items:flex-start` — der Knoten steht links, damit die
any-of-Sammelleiste unter ihm aufsetzt —, und die Zelle ist so breit wie der
Teilbaum.
Rein in CSS ist das nicht lösbar: Die nötige Größe ist die **Knotenbreite**, und
kein Selektor kann sie einer Elternregel zugänglich machen (Anchor Positioning
ist Chrome-only). Deshalb misst `alignStems()` nach jedem Rendern die Knotenmitte
der betroffenen Zellen und setzt sie als `--stem-x`; die Pseudoelemente rechnen
über `left:var(--stem-x, 50%)` / `right:calc(100% - var(--stem-x, 50%))`. Der
Rückfallwert 50 % hält alle übrigen Zellen ohne Messung richtig, und die
transponierten Modi setzen `left`/`right` ohnehin fest und bleiben unberührt.
Gemessen wird — wie in `drawCheapPath()` — durch `zoom` zurückgerechnet, sodass
der Wert beim Zoomen gültig bleibt.
**Nachtrag 3 — Treppe für mehrere optionale Endknoten.** Im horizontalen Fächer
kostet jedes optionale Geschwister eine eigene Spalte — Breite für gerade das,
was am entbehrlichsten ist. Aufeinanderfolgende optionale Endknoten werden
deshalb als **Kaskade** gestapelt (Nutzerwunsch: „mehrere optionale Knoten in
einer diagonalen Linie an eine Anschlussstelle").
Verworfen wurde die naheliegendere **senkrechte Spalte** unter einem
Anschlusspunkt: Sie wäre schmaler und in einem Bruchteil der Zeit gebaut, sähe
aber fast genau aus wie eine **any-of-Gruppe** (gestapelte Spalte an
gestrichelter Leiste), unterschieden nur durch Tinte statt Grau. Genau diese
Verwechslung zu vermeiden ist der Zweck von Kreis und Farbgebung. Die Treppe
kauft Eindeutigkeit für etwas Breite — schon die Form ist eine andere.
Ebenfalls verworfen: eine **echte** Diagonale. Rahmenkanten sind achsenparallel;
sie bräuchte die SVG-Ebene (die es für den Pfad-Spline gibt) und wäre damit eine
**zweite Zeichenebene** neben allen anderen Linien, nachzuführen bei jedem
Rendern, Moduswechsel und Zoom. Der gestufte Anschluss aus rechten Winkeln gibt
denselben Kaskaden-Eindruck im vorhandenen Mechanismus.
**Nur Endknoten.** Der Platzgewinn entsteht gerade daraus, dass kein Teilbaum
mitgestapelt werden muss — ein optionaler Knoten *mit* Kindern spart in der
Treppe nichts und behält seine Spalte. Technisch kommt dasselbe heraus: Die
Stufengeometrie rechnet mit einem festen Abstand von Knotenunterkante zur
nächsten Stufe und setzt deshalb voraus, dass die Zelle so hoch ist wie ihr
Knoten (kein Teilbaum, kein Geister-Knoten). Geprüft wird genau das: das `<li>`
hat exakt ein Element-Kind, und das ist der Knoten.
**Gruppiert wird in app.js, nicht im Renderer.** Die Gruppierung
(`li.opt-group > ul.opt-stair`, Stufennummer als `--i`) ist reine Darstellung.
Im Renderer hätte sie eine DOM-Ebene erzeugt, die es semantisch nicht gibt —
und die in den **drei übrigen Anordnungen** (vertikal, kompakt, all-of unter
any-of) wieder hätte neutralisiert werden müssen, jede mit hand-getunter
Geometrie. `display:contents` löst das nicht: Es richtet die Boxen, aber die
`>`-Selektoren jener Regeln greifen weiter auf dem DOM und passen dann nicht
mehr. `applyOptStairs()` baut die Gruppe deshalb nur im Fächer und löst sie beim
Moduswechsel wieder auf — dieselbe Kategorie wie `alignStems()` und
`drawCheapPath()`, und SPEC §9 („der Modus ändert nur die Anordnung") bleibt für
den **Renderer** wörtlich wahr. Lese- und Fokusreihenfolge bleiben unberührt,
weil nur umgehängt und nichts umsortiert wird.
**Der Export folgt der Kaskade.** Erste Fassung reihte alle Stufen flach als
Kinder ein und ließ den Export selbst routen (er zieht Linien ohnehin unabhängig
vom Darstellungsmodus neu). Ergebnis: Die Linie zur dritten Stufe lief **hinter
der zweiten hindurch** und las sich wie eine Eltern-Kind-Beziehung — keine
Schönheitsfrage, sondern eine falsche Aussage über die Struktur. Jetzt hängt nur
die **erste** Stufe an der Sammelleiste, die übrigen bekommen denselben Winkel
wie am Bildschirm.
**Nicht durch Tests gedeckt:** `applyOptStairs()` arbeitet auf dem DOM, und für
`app.js` gibt es keine Testumgebung (die Vitest-Suite prüft die headless-Module).
Geprüft wurde im Browser — auch der Moduswechsel hin und zurück, mehrfach: Die
Gruppe entsteht und löst sich rückstandsfrei auf, Knotenzahl und Dokumentordnung
bleiben in allen drei Modi gleich.
## D30 — `[x]` → `[^]` per Beförderungs-Commit vor dem Deploy
Der mitgelieferte Werkbaum-Plan (D27) behauptete `[^]` („in Produktion") für
Funktionen, die nur auf der automatisch deployten Pages-Instanz lagen, nicht auf
der stabilen Installation `werkbaum.javagil.de` (manueller Deploy, D16). Damit
war ausgerechnet das Dokument ungenau, das den Stand beschreiben soll — und die
„Was ist neu?"-Anzeige (D28) meldete Dinge als live, die es dort nicht waren.
**Die Unterscheidung gibt es längst.** SPEC §4 trennt `[x]` fertig
(abgeschlossen) von `[^]` in Produktion (deployed/live). Der Plan hat diese
Trennung ausgerechnet für sich selbst nie benutzt und sprang direkt auf `[^]`.
Die Konvention lautet daher ab jetzt: **beim Mergen `[x]`**, und der Deploy
befördert. Nur der Deploy weiß, wann die Aussage wahr wird.
**Umgesetzt als Commit, nicht als Rewrite beim Bauen.** `scripts/promote-shipped.sh`
schreibt die Statusboxen am Zeilenanfang von `[x]` auf `[^]` und hält das in
einem eigenen Commit fest; `scripts/deploy-prod.sh` ruft es als Schritt 0 auf
(abschaltbar mit `--no-promote`). Gründe:
- Ein Rewrite beim Bauen macht **genau eine** Installation ehrlich. Pages
untertriebe dauerhaft, und die Neu-Anzeige wäre dort **für immer stumm**
das Feature ließe sich nur noch künstlich prüfen. Der Commit dagegen wird von
**beiden** Pipelines gesehen: Pages baut ihn beim Push, prod beim nächsten
rsync.
- Das Deployment-Artefakt bleibt **inhaltsgleich mit dem Repo**. Die
vorhandenen `sed`-Regeln (D16) fassen nur Pfade und die Versionsnummer an —
Infrastruktur. Ein Status-Rewrite wäre der erste Schritt, der ändert, was das
Dokument *aussagt*; die per `?sourceUrl=` geladene Rohdatei wäre dann eine
dritte, wieder abweichende Fassung.
- Es folgt dem Präzedenzfall aus D16: Die Version wird per **bewusstem
Bump-Commit** gepflegt, „vollständig aus dem Repo reproduzierbar". Ein Deploy
ist ein bewusster Akt; ihn in der Historie festzuhalten passt dazu — und der
Plan bekommt nebenbei eine Chronik, wann was live ging.
**Verworfen:** Rewrite nur im Prod-Deploy (siehe oben) und Rewrite in **beiden**
Pipelines. Letzteres wäre testbar, aber `[^]` hieße auf Pages faktisch nur
„gemerged", und das kollidiert damit, dass D16 die Pages-Instanz bewusst als
nicht-produktiven Build markiert (🚧-Badge).
**Bekannter Preis:** Zwischen Beförderungs-Commit und rsync sagt Pages `[^]` für
etwas, das auf prod noch nicht liegt. Das Fenster ist kurz und liegt in der Hand
dessen, der deployt — gegenüber einer *dauerhaften* Ungenauigkeit bei der
Build-Rewrite-Variante der bessere Tausch.
**Einmalige Nachholung.** Welche Knoten zu früh `[^]` trugen, ließ sich exakt
bestimmen statt zu schätzen: Der Footer der stabilen Instanz verlinkt den
deployten Commit (`4061362`), und alles danach ist dort nicht enthalten. Es
waren **genau zwei** Knoten — „Optional nodes" (D29) und „Show what is new since
your last visit" (D28) —, nicht das Dutzend, das vorher grob geschätzt worden
war. Beide stehen jetzt auf `[x]` und leuchten beim nächsten Prod-Deploy als neu
auf, was genau der Wahrheit entspricht.
**Umfang:** Nur `docs/examples/example-werkbaum.werkbaum`. Die übrigen
Beispieldateien sind erfunden und sagen nichts über ein Deployment aus.
**Nicht gepusht.** Das Skript committet, pusht aber nicht — Veröffentlichen
bleibt eine bewusste Handlung. `deploy-prod.sh` warnt stattdessen, wenn HEAD
noch nicht auf `origin` liegt: der Footer-Versionslink zeigt sonst auf einen
Commit, den GitHub nicht kennt.