Der Dokument-Wähler steht jetzt als gerahmter Chip "Werkbaum › Name" im App-Kopf und ist damit auch auf dem Telefon aus beiden Bereichen erreichbar; sein Name übernimmt dort die Untertitel-Zeile. Das Menü gruppiert nach Dokumentart (docKind, headless getestet), trägt Umbenennen/Löschen/ Wiederherstellen als Symbole je Zeile und scrollt als Ganzes, statt auf kleinen Bildschirmen abgeschnitten zu werden. Die Editor-Titelzeile heißt wieder "Text-Editor" und trägt die Stand-Funktionen des aktiven Dokuments: Speichern (Strg+S), Stand sichern, frühere Stände, Neu laden (Original/URL/ Datei) und den neuen kurzen Teilen-Knopf (vorher "Auf den Server legen" im Menü). subtitleShort ist ersatzlos ausgebaut. Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
78 KiB
WBS-Notation – Spezifikation
Textuelle Notation für Projektstrukturpläne (Work Breakdown Structure) mit Und/Oder-Zerlegung. Diese Datei ist die verbindliche Sprachdefinition. Syntaxänderungen werden zuerst hier dokumentiert, dann implementiert.
1. Zeilenformat
[Einrückung][Zeichen] [Statusbox] [Faltmarke] Label (Größe) URL @tag … !!! %% Kommentar
Alle Bestandteile außer dem Label sind optional. Die Extraktion erfolgt in dieser Reihenfolge (wichtig für Kollisionsfreiheit):
- Kommentar entfernen: alles ab
%%bis Zeilenende. 1b. Fortsetzung: Endet die Zeile jetzt auf Leerraum +\, gehört die Folgezeile noch dazu (siehe unten). Erst danach ist die Zeile vollständig. - Einrückung, Zeichen (
-/+/|/=), Statusbox[…]und Faltmarke (>/<) per Zeilen-Regex;=nur mit folgendem Leerraum (§3), die Faltmarke ebenso (siehe unten). - URL: erstes Token, das auf
https?://\S+passt (dadurch stören@in URLs nicht). - Größe: das letzte alleinstehend angesetzte
(XS|S|M|L|XL|XXL), Groß-/Kleinschreibung egal (siehe unten). Frühere Vorkommen bleiben im Label stehen. - Tags: alle
@name-Vorkommen. - Knoten-ID: das erste alleinstehend angesetzte
#name-Token (siehe unten). - Abhängigkeiten: alle alleinstehend angesetzten
:#a,#b-Token (siehe unten). - Fokusmarke:
!!!als alleinstehendes Token (siehe unten). - Rest, whitespace-normalisiert = Label. Leeres Label ⇒ Zeile ignorieren —
außer die Zeile trägt eine Knoten-ID; dann wird
#iddas Label (siehe unten).
Fortsetzungszeile \ — eine lange Zeile darf auf mehrere Textzeilen
verteilt werden, ohne dass ein neuer Knoten entsteht:
- Endet eine Zeile — nach dem Entfernen des Kommentars — auf Leerraum und
dann
\als letztem Zeichen, wird die Folgezeile angehängt: Der\entfällt, die Einrückung der Folgezeile entfällt, verbunden wird mit genau einem Leerzeichen. Mehrere\hintereinander setzen die Zeile über entsprechend viele Textzeilen fort. - Leerraum davor ist Pflicht (
… \, nicht…\) — dieselbe Sorte Regel wie bei=,>/<und", nur an der anderen Seite des Zeichens. Sie hält Labels heraus, die selbst auf einen Backslash enden (C:\temp\): Ohne sie verschluckte so eine Zeile stumm den folgenden Knoten. Der Preis ist die umgekehrte Verwechslung — wer aus der Shell…\gewohnt ist, bekommt keine Fortsetzung —, und die ist die harmlosere: Die Zeile bleibt stehen, was man sofort sieht. - Alles gehört zur ersten Zeile: Ihre Einrückung bestimmt die Ebene (§2), ihre Nummer nennen die Warnungen, und Werkzeuge, die zurückschreiben (Faltmarke §9, ID-Kurzform §9), fassen nur sie an. Der Cursor in einer Fortsetzungszeile wählt den Knoten der ersten aus (§9, Sprung).
- Ein Token darf nicht über den Umbruch hinweg getrennt werden — verbunden wird mit einem Leerzeichen, eine zerschnittene URL bleibt zerschnitten.
- Gilt nur im Baumteil. Im Beschreibungsteil hinter
---(siehe unten) sind Zeilenumbrüche Absatzstruktur; ein\bleibt dort gewöhnlicher Text. - Steht der
\in der letzten Zeile der Datei, gibt es nichts anzuhängen: Er entfällt, die Zeile bleibt für sich.
Referenz-Regex (Schritt 1b, geprüft auf der kommentarfreien Zeile):
(^|[ \t])\\[ \t]*$
Faltmarke > / < — bestimmt, wie das Dokument eröffnet wird:
- Steht unmittelbar vor dem Label, also hinter der Statusbox
(
- [x] > Backend); ohne Statusbox rückt sie an deren Stelle (- > Backend, bei Wurzelknoten an den Zeilenanfang). Erkannt nur mit folgendem Leerraum —- [x] >Achtungbleibt damit ein Label. Die Stellung hält die Spalte der Statusboxen über die Ebenen hinweg bündig; Begründung: D34-Nachtrag 2. - Die frühere Stellung zwischen Zeichen und Statusbox (
- > [x] Backend) wird weiterhin gelesen, aber nie mehr geschrieben: Beim Zurückschreiben (§9) wird sie in die neue aufgelöst. Stehen beide, gilt die erste. >heißt: der Teilbaum dieses Knotens ist beim Öffnen eingeklappt.<innerhalb eines eingeklappten Bereichs holt den eigenen Teilbaum gezielt wieder hervor (Mechanik: §9). Es ist eine Schreibhilfe für Autoren: gelesen wird es unverändert, erzeugt wird es nie — das Zurückschreiben (§9) setzt ausschließlich>. Ein von Hand gesetztes<bleibt stehen, solange es den Zustand noch richtig beschreibt, und wird aufgelöst, sobald alle Marken neu gesetzt werden.- Die Marken beschreiben den Faltzustand des Dokuments: Beim Öffnen stellen sie ihn her, und Umklappen im Diagramm schreibt sie zurück (§9) — Text und Bild sagen dasselbe. Sie sagen nichts über Fortschritt (§4) oder Notwendigkeit (§3) und ändern weder Kosten noch Warnungen.
Größe (L) — die T-Shirt-Größe (§5) im Zeilenformat:
- Erkannt nur alleinstehend angesetzt (
(^|\s)\(…\), dieselbe Regel wie bei#nameund:#…):Backend(L)bleibt damit ein Label, und die Zitier-Konventionen gelten auch hier —"(L)"und((L))bleiben Label, wer eine Größe erwähnen will, schreibt sie so. - Das letzte solche Token der Zeile ist die Größe; frühere Vorkommen
bleiben im Label stehen (
Variante (L) bauen (M)→ GrößeM, Label „Variante (L) bauen“). Die Größe steht nach der üblichen Schreibweise hinter dem Titel — das letzte Token ist die Angabe, alles davor ist Text. (Bis D68 galt das erste Token; die Umkehrung trifft nur Zeilen mit mehreren Kandidaten.)
Knoten-ID #name — benennt einen Knoten im ganzen Dokument eindeutig;
sie ist die Adresse für Abhängigkeiten und Beschreibungsblöcke (§11).
- Zeichenmenge wie bei
@name(§7): Unicode-Buchstaben, Ziffern,.,_,-. (Enger als das frühere „whitespace-frei“ aus §11 — Begründung: D36.) - Erkannt nur alleinstehend angesetzt (
(^|\s)#…): „C#“ bleibt damit ein Label, und der für Abhängigkeiten reservierte Doppelpunkt:#a,#b(§11) kollidiert nicht. - Das erste solche Token der Zeile ist die ID; weitere
#-Token bleiben im Label stehen (dort liegt die reservierte Ticket-Referenz, §11). Eine ID, die dem Muster des angebundenen Trackers entspricht (#123,#US-123), ist zugleich die künftige Ticket-Referenz — oft ist die Ticket-Kennung die natürliche Knoten-ID (D34). - Übliche Schreibweise ist die ID vor dem Titel, mit Doppelpunkt:
#auth: Backend. Der Doppelpunkt ist optional und reines Trennzeichen im Text — er gehört weder zur ID noch zum Label und erscheint nicht im Diagramm. Geschluckt wird er nur, wenn er unmittelbar auf die ID folgt und ihm Leerraum oder Zeilenende folgt; ein Doppelpunkt im Label (#auth: Regel: nur mit Token) bleibt also stehen, und#auth:#dbbleibt ID plus Abhängigkeit. Die Stellung ist frei —Backend #authbedeutet dasselbe. - Die ID gehört nicht zum Label. Sichtbar ist sie im Knoten-Tooltip, im
aria-labelund — auf Wunsch — vor dem Titel (§9,#-Umschalter). - Ohne Titel vertritt die ID ihn: Bleibt nach der Extraktion kein Label
übrig, die Zeile trägt aber eine ID, dann ist
#iddas Label — mit Doppelpunkt geschrieben (#US-123:) wie ohne. Die Zeile wird also nicht ignoriert, sondern ein gewöhnlicher Knoten, und die ID ist vergeben. Gedacht für den Fall, dass die Kennung schon der Name ist (Ticket-Referenzen, §11) — den Titel danebenzuschreiben wäre eine Verdopplung. Der#-Umschalter (§9) setzt bei so einem Knoten nichts davor: Die ID steht bereits da. - Doppelte ID: Warnung
duplicateIdmit beiden Zeilennummern; die spätere ID gilt trotzdem am Knoten (fehlertolerant wie §4 — die Zeile geht nicht verloren).
Abhängigkeiten :#a,#b — der Knoten hängt von den Knoten mit diesen IDs
ab, auch außerhalb seines eigenen Teilbaums.
- Die Liste ist ein zusammenhängendes Token: Doppelpunkt, dann
kommagetrennt je ID mit
#, ohne Leerraum.:#a, #bliest nur#a— das#bdahinter ist ein alleinstehendes Token und damit die Knoten-ID (siehe oben). Mehrere Listen je Zeile werden zusammengeführt. - Erkannt nur alleinstehend angesetzt (
(^|\s):#…, enger als die frühere §11-Formulierung — Begründung: D37): Ein Doppelpunkt im Label bleibt Label, und eine eingeklammerte Erwähnung wie(:#auth,#api)bleibt Label — dieselbe Zitier-Konvention wie(#auth)bei der Knoten-ID. - Abhängigkeiten sagen nichts über Reihenfolge oder Startzeitpunkt — sie sagen etwas über den Status (effektiver Status, §11). Das trennt Werkbaum von einem Netzplan.
- Zyklen sind zulässig und bedeuten: diese Knoten werden gemeinsam fertig. Kein Fehler, keine Warnung — auch die Abhängigkeit auf sich selbst nicht. Vorwärts-Referenzen (Ziel steht weiter unten) sind normal.
- Eine ID ohne zugehörigen Knoten: Warnung
unknownDepmit Zeilennummer. - Sichtbar im Tooltip (
→ #a, #b) und imaria-label; die Querverbindungen im Diagramm sind reserviert (§11).
Fokusmarke !!! — „schau hier hin": Der Knoten wird im Diagramm
hervorgehoben und ins Bild geholt (§9). Gedacht für das gemeinsame Arbeiten an
einem Dokument (§9, ?live=): Weil dort niemand den Cursor der anderen sieht,
ist eine Marke im Text der einzige Weg, auf eine Stelle zu zeigen — und sie
hat etwas, das ein Cursor nicht hat: alle sehen dieselbe Stelle.
- Erkannt nur alleinstehend, also am Zeilenanfang/-ende oder von Leerraum
umgeben.
Achtung!!!bleibt damit ein gewöhnliches Label; auch!!!innerhalb einer URL bleibt Teil der URL. - Die Marke gehört nicht zum Label und ist an jeder Position der Zeile zulässig. Mehrere Marken sind erlaubt: alle markierten Knoten werden hervorgehoben, ins Bild geholt wird der erste.
- Sie sagt nichts über Fortschritt (§4) oder Notwendigkeit (§3) — eine dritte, unabhängige Achse.
- Sie bleibt im Text stehen, bis jemand sie löscht; ein Werkzeug entfernt sie nicht von selbst.
Beschreibungszeilen (") und Beschreibungsteil (---) — erläuternder
Text zu einem Knoten (Anzeige: §9):
- Kurzform: Eine Zeile, deren erstes Zeichen nach der Einrückung
"ist (mit folgendem Leerraum, Leerraum-Regel wie bei=und>/<— ein Label wie"Zitat"bleibt ein Label), ist Beschreibung, kein Knoten. Sie gehört zum vorangehenden Knoten; mehrere"-Zeilen setzen dieselbe Beschreibung fort. Die Einrückung der Zeile hat keine Bedeutung (Konvention: wie ein Kind eingerückt); ohne vorangehenden Knoten: WarnungdescStray. Nur auf Zeilen ohne Zerlegungszeichen —- " Zitat" …bleibt ein gewöhnlicher Knoten. - Langform: Eine Zeile aus drei oder mehr
-(nur Bindestriche, umgebender Leerraum erlaubt) trennt den Baumteil vom Beschreibungsteil; alles danach gehört zu ihm (YAML-/Frontmatter-Konvention). Es gibt keinen Schlusszaun — er kann also nicht vergessen werden. Dort eröffnet eine uneingerückte Zeile mit genau einer Knoten-ID (#auth, allein — ein angehängter Doppelpunkt ist auch hier zugelassen) einen Block; die eingerückten Zeilen darunter sind sein Text (um den Einzug gekürzt, Leerzeilen bleiben als Absatztrenner). Die Wurzelknoten-Regel (§2) gilt hinter dem Trenner nicht mehr. Weitere----Zeilen dort sind ohne Bedeutung. - Fehlertoleranz: ID ohne Knoten →
unknownDesc; uneingerückte Nicht-ID-Zeilen und eingerückte Zeilen ohne offenen Block →descStray, je mit Zeilennummer. Ein versehentlicher Trenner mitten im Plan meldet die verschluckten Knotenzeilen so zeilengenau selbst. - Der Inhalt ist Freitext — die Extraktion aus diesem Abschnitt findet
darin nicht statt; nur
%%-Kommentare fallen weiterhin als Erstes weg. Mehrere Blöcke und Kurz- und Langform zum selben Knoten werden in Dokumentreihenfolge aneinandergehängt. - Bewusste Verhaltensänderungen:
---ergab früher einen Knoten mit Label--; eine zeichenlose"-Zeile war früher ein Wurzelknoten.
Referenz-Regex der Implementierung:
^([ \t]*)([-|+]|=(?=[ \t]))?\s*(?:([><])(?=[ \t])\s*)?(?:\[([ ?~xX^/-])\]\s*)?(?:([><])(?=[ \t])\s*)?(.*)$
Die zweite Faltmarken-Gruppe ist die gültige Stellung, die erste die weiterhin gelesene alte (siehe oben). Umkehrung fürs Zurückschreiben (§9) — sie setzt die Marke immer in die zweite Stellung und löst die erste dabei auf:
^([ \t]*(?:[-|+]|=(?=[ \t]))?[ \t]*)(?:[><](?=[ \t])[ \t]*)?((?:\[[^\]]\][ \t]*)?)(?:[><](?=[ \t])[ \t]*)?
Für die Größe (Schritt 4, nur der letzte Treffer; der führende Leerraum bleibt stehen):
(^|\s)\((XXL|XS|XL|S|M|L)\)
Für die Knoten-ID (Schritt 6, nur der erste Treffer; die letzte Gruppe ist der optionale Trenn-Doppelpunkt, der mit entfällt):
(^|\s)#([\p{L}\p{N}._-]+)(?::(?=\s|$))?
Für die Abhängigkeiten (Schritt 7, alle Treffer):
(^|\s):#([\p{L}\p{N}._-]+(?:,#[\p{L}\p{N}._-]+)*)
Für die Fokusmarke (Schritt 8):
(^|\s)!!!(?=\s|$)
2. Hierarchie
- Die Einrückung bestimmt die Ebene. Es gibt keine feste Schrittweite: Elternknoten ist die nächste vorangehende Zeile mit kleinerer Einrückungsbreite (Tab zählt als 2 Leerzeichen).
- Zeilen ohne Zeichen (
-/+/|/=) sind Wurzelknoten. Mehrere Wurzeln = mehrere Bäume nebeneinander.
3. Zerlegungsart (Gate)
| Zeichen | Bedeutung | Semantik |
|---|---|---|
- |
all of (Und-Zerlegung) | Alle Teilpakete sind erforderlich. |
+ |
optional (Zugabe) | Einzelnes zusätzliches Teilpaket, nicht erforderlich. |
| |
any of (Oder-Zerlegung) | Mindestens eine Alternative wird gewählt. |
= |
exactly one (XOR-Zerlegung) | Genau eine Alternative wird realisiert. |
-,|und=sind Eigenschaften der Geschwistergruppe;+ist eine Eigenschaft des einzelnen Knotens (er hängt an derselben Und-Zerlegung, ist darin aber entbehrlich).- Daraus folgt die Mischregel: Eine Gruppe ist entweder konjunktiv — dann
dürfen
-und+frei nebeneinander stehen — oder disjunktiv (einheitlich|oder einheitlich=). Jede andere Mischung ist ungültig: Darstellung nach dem ersten Kind, plus WarnungmixedGatemit Zeilennummer. - Leerraum-Regel: Als Gate wird
=nur mit folgendem Leerraum erkannt — ein Label wie=SUMME(A1:B2)bleibt damit ein Label.=ist das einzige Gate, das diese Regel braucht; für-/+/|ändert sich nichts. - XOR-Regel: In einer
=-Gruppe darf genau eine Alternative realisiert werden. Realisiert heißt: Kosten sind investiert oder mehr — Status[~],[/],[x]oder[^](§4);[?],[ ],[!],[-]und neutrale Knoten zählen nicht. Jede weitere realisierte Alternative ergibt eine WarnungxorConflictmit ihrer Zeilennummer. Die Regel ist verletzbar, kein Parse-Fehler: Der Baum wird unverändert dargestellt. Für den günstigsten Pfad (§9) verhält sich=wie|— der wählt ohnehin genau eine. - Ein
+-Knoten zerlegt sich weiter wie jeder andere; das Gate seiner eigenen Kinder ist davon unabhängig. Optionalität vererbt sich nicht ausdrücklich — wer unter einem+-Knoten hängt, ist mit ihm zusammen entbehrlich. +sagt nichts über den Fortschritt: Eine Zugabe kann längst[^]sein. Die beiden Achsen (Status §4, Notwendigkeit §3) sind unabhängig.
4. Status
Codiert als Checkbox nach dem Zeichen (Erweiterung der Markdown-Task-Syntax):
| Code | Key | Name | Bedeutung | Hintergrund | Rahmen |
|---|---|---|---|---|---|
[?] |
idee | Idee | vage Idee | #EBEDEF (grau) |
#A2ABB5 |
[ ] |
geplant | geplant | beschlossen, nichts investiert | #EBE4F6 (flieder) |
#A991D4 |
[~] |
arbeit | in Arbeit | Kosten investiert, Risiko hoch | #FADDE4 (rosé) |
#D897A8 |
[/] |
durchstich | Durchstich | funktionsbereit/vorführbar, Feinarbeiten offen | #FBF2CE (pastellgelb) |
#D9BE63 |
[x] |
fertig | fertig | abgeschlossen | #DCF1DE (pastellgrün) |
#86C293 |
[^] |
prod | in Produktion | deployed/live | #DBEAF8 (pastellblau) |
#85ACD7 |
[-] |
verworfen | verworfen | bewusst nicht weiterverfolgt | #F1F2F4, gestrichelter Rahmen, Text durchgestrichen |
#B3BAC2 |
[!] |
highrisk | High Risk | Aufwand noch unklar, hohes Risiko | #FFE5CC (orange) |
#F97316 |
- Ohne Statusbox: neutraler Knoten (weiß).
xauch alsXzulässig.- High-Risk-Kennzeichnung: Der
[!]-Knoten trägt zusätzlich zur orangen Färbung ein Warndreieck (⚠, in#F97316) als kleines Badge an der oberen linken Ecke — Tooltip „High Risk – Aufwand noch unklar." Das Badge erscheint auch im Grafikexport. (Mnemonik:!= Achtung. Ob[!]später zusätzlich zum Fertigstellungsstatus stehen darf, ist offen; vorerst ist es ein eigener Status wie die übrigen.) - Verworfene Knoten (inkl. Teilbaum) sind per Default ausgeblendet; Toggle „verworfene einblenden“ zeigt sie.
- Fehlertoleranz: Ein unbekanntes Zeichen in der Statusbox (z. B.
[z]) wird nicht verschluckt: Der Knoten erscheint neutral und es wird eine WarnungunknownStatusmit Zeilennummer gemeldet — die Zeile geht nicht verloren, Folgezeilen bleiben unberührt. (Eine mehrzeichige Klammer wie[xyz]ist keine Statusbox und bleibt Teil des Labels.)
Intrinsischer und effektiver Status (Abhängigkeiten, §1). Der Status in der Box ist der intrinsische — der Bearbeitungsstand des Knotens selbst. Der effektive Status berücksichtigt die Abhängigkeiten: Ein Knoten kann effektiv nicht weiter sein als das, was er braucht.
- Fortschritts-Rang entlang der Ergebnis-Skala (D5):
[?]0 ·[ ]1 ·[~]2 ·[/]3 ·[x]4 ·[^]5. Außerhalb der Skala zählen neutrale Knoten und[-]als Rang 0 („nichts Anrechenbares“),[!]als Rang 1 (Absicht ohne Investition, D35). - Effektiver Rang = Minimum des intrinsischen Rangs über die
Abhängigkeits-Hülle: der Knoten selbst plus alles, was er per
:#…direkt oder mittelbar braucht. Zyklen brauchen keine Sonderregel — alle Knoten eines Zyklus teilen so von selbst ihr Minimum („wird gemeinsam fertig“, §1). Unbekannte IDs zählen nicht (sie sind schon gewarnt); bei doppelter ID gilt die erste Vergabe (D36). - Der effektive Status wird gerechnet, nie geschrieben (D14: der Text ist die eine Quelle der Wahrheit). Darstellung: §9; Begründung: D39.
5. Aufwand (T-Shirt-Größen)
- Werte:
XS < S < M < L < XL < XXL, notiert in Klammern, z. B.(L). Erkannt wird das letzte alleinstehend angesetzte Token der Zeile (§1) —"(L)"und((L))im Titel bleiben Text. - Untergliederungsregel: Ab
(M)muss ein Element weiter zerlegt sein. Ein Element ≥ M ohne Kinder erhält einen Geister-Knoten an gestrichelter Linie darunter (in--warn,#B45309). Sein Label ist knapp „…“; die Erklärung („Ab Größe M sollte ein Element weiter untergliedert werden.“) steht im Tooltip — der ausgeschriebene Text machte die Zelle sonst breiter als der Knoten und verschob gestapelte Geschwister. Der angedeutete Unterpunkt genügt als Hinweis; eine zusätzliche Umrandung des Knotens gibt es nicht. - Ausnahme: verworfene Elemente lösen die Regel nie aus.
- Anzeige: petrolfarbenes Badge (
--or,#0F766E) mit weißer Schrift oben rechts an der Knoten-Ecke.
Größen-Konflikt — die angegebene Größe eines Elements muss zu seinen Teilpaketen passen. Die Skala ist ordinal; für diese eine Prüfung wird jede Größe als Bereich gelesen (Untergrenzen verdoppeln sich):
| XS | S | M | L | XL | XXL | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bereich | [1, 2) | [2, 4) | [4, 8) | [8, 16) | [16, 32) | [32, ∞) |
- Konflikt ist, wenn selbst die günstigste Lesart der Kinder die
großzügigste Lesart des Elternknotens erreicht: Summe der Untergrenzen
der zählenden Kinder ≥ Obergrenze der Elterngröße. Gemeldet wird also nur,
was unter jeder Lesart falsch ist —
(XL) = XL-Kind + 2 × M(16+4+4 = 24 < 32) ist deshalb kein Konflikt, vier(S)unter einem(M)(8 ≥ 8) schon. Ein Kind, das größer ist als sein Elternknoten, ist immer ein Konflikt (Teilmenge der Regel). - XXL hat keine Obergrenze — ein XXL-Element warnt nie: Für die großen Sammelknoten eines Plans behauptet die Skala schlicht keine Schranke mehr.
- Es zählen nur die direkten Kinder, und davon nur die mit angegebener
Größe (fehlende Größe ist keine Aussage; anders als beim günstigsten Pfad
wird hier kein
Mangenommen). Verworfene und optionale (+) Kinder zählen nicht. In einer disjunktiven Gruppe (|/=) wird nur eine Alternative realisiert — dort zählt die kleinste. - Ein Elternknoten ohne Größe macht keine Aussage und wird nie geprüft; die Gegenrichtung (Eltern größer als die Kindersumme) warnt nicht — sie heißt nur, dass die Zerlegung unvollständig ist (dafür gibt es den Geister-Knoten).
- Meldung und Anzeige: Warnung
sizeConflictmit der Zeilennummer des Elternknotens; sein Größen-Badge wechselt auf die Warnfarbe (--warn,#B45309, weiße Schrift), Tooltip undaria-labelbenennen den Grund. Badge-Färbung auch im Grafikexport und im Druck. Nichts wird automatisch korrigiert — die Größen bleiben, wie sie geschrieben sind. Siehe D62.
6. Links
- Ein nacktes
https://…-Token macht den ganzen Knoten klickbar (neuer Tab,rel="noopener"); Kennzeichnung mit ↗ hinter dem Label. - Ausnahme auf Touch-Geräten: Dort öffnet der einfache Tipp nicht die URL, sondern das Knoten-Fenster (§9) — der Link steht darin als eigener Knopf. Ohne Zeiger gibt es keinen Tooltip, und ein einziger Tipp kann nicht beides tun; „ansehen" ist die häufigere Absicht, und der Link bleibt einen Tipp entfernt. Siehe D52.
7. Personen-Tags
@namemitnameaus Unicode-Buchstaben, Ziffern,.,_,-.- Mehrere Tags pro Zeile möglich, Position im Text egal.
- Anzeige: helle Pillen unten rechts an der Knoten-Ecke.
- Für den Zuständigen-Engpass (§9) erbt ein Knoten ohne Tags die Tags des nächsten Vorfahren mit Tags — nur für diese Rechnung; an der Anzeige der Pillen ändert das nichts.
8. Kommentare
%%leitet einen Kommentar ein — ganze Zeile oder ab Zeilenmitte.- Konvention aus Mermaid übernommen;
%%{vermeiden (dort Direktiven-Syntax).
9. Darstellung
Drei Modi, im Editor umschaltbar über Icon-Buttons (Reihenfolge horizontal · kompakt · vertikal, je mit Tooltip). Der Modus wählt zugleich die Seitenanordnung: horizontal stellt Diagramm über den Editor (volle Breite), vertikal und kompakt stellen Editor und Diagramm nebeneinander (schmales Diagramm rechts).
Linienführung (in allen Modi gleich): all-of-Linien durchgezogen in Tinte
(#41556E); any-of-Linien — Haupt-/Sammelleiste und Abzweige — durchgehend
gestrichelt in Grau (#6B7A8C). Auch der Rahmen der Alternative-Knoten
ist grau (#6B7A8C) — kein Petrol mehr im Diagramm. Der Modus ändert nur die
Anordnung, nicht die Linienfarbe.
XOR-Gruppen (=, §3) werden wie any-of gezeichnet (gestrichelt in Grau,
gleiche Anordnung). Zusätzlich sitzt am Austritt der Sammelleiste — auf dem
Stück zwischen Elternknoten und erstem Abzweig — eine kleine „1“-Plakette
(weißer Kreis mit grauem Rand, graue Ziffer): „genau eine“. Sie erscheint auch
im Grafikexport. Siehe D35.
Knotenbeschreibungen (§1) erscheinen im Tooltip des Knotens (zuerst
der Text, dann die Kurz-Fakten wie ID und Abhängigkeiten) und im
aria-label. Beschreibung und Kurz-Fakten sind im Tooltip deutlich
getrennt: Leerzeile und Trennstrich dazwischen, nicht bloß ein weiteres
Glied derselben Aufzählung — es sind zwei Arten von Aussage. Der Strich steht
nur, wenn es wirklich etwas zu trennen gibt, und nicht im aria-label (ein
Screenreader läse die Striche einzeln vor). Ein Knoten mit Beschreibung trägt eine kleine ”-Marke hinter
dem Label — sie macht die sonst unsichtbare Beschreibung auffindbar und
spiegelt das "-Zeichen der Notation. Die Marke erscheint nicht im
Grafikexport: Der Text selbst kann dort nicht angezeigt werden, eine Marke
ohne Ziel wäre Rauschen. Siehe D40.
Gezeigt wird das immer im eigenen Knoten-Fenster, nicht im Tooltip des
Browsers: am Zeiger nach kurzer Verzögerung beim Überfahren, bei Tastaturfokus
sofort, auf Touch beim einfachen Tipp (§6). Ein title kann weder Absätze noch
eine Linie und erscheint nie beim Tastaturfokus; das Fenster kann beides. Der
Inhalt ist derselbe — die Beschreibung als Absatz, die Kurz-Fakten dahinter
durch eine echte Linie abgesetzt. Siehe D57.
- Das Fenster hängt am angetippten Knoten (kleine Spitze zu ihm hin) und weicht nach oben aus, wenn unten kein Platz ist. Der Knoten trägt, solange es offen ist, einen Petrol-Ring.
- Es schließt beim Tipp daneben, beim erneuten Tipp auf denselben Knoten, mit Esc, über sein ×, beim Scrollen des Diagramms und bei jedem Neubau.
- Ein verlinkter Knoten (§6) bekommt darin einen ↗-Knopf, der die URL im neuen Tab öffnet — auf Touch ist das der Weg zum Link.
- Der Sprung-Hinweis nennt hier den langen Druck statt Alt+Klick (§9, Sprung zwischen Diagramm und Text) — Alt gibt es auf dem Telefon nicht.
- Reine Bedienhilfe: nicht im Grafikexport, nicht im Druck. Auf Geräten mit Zeiger ändert sich nichts, dort bleibt es beim Tooltip.
Siehe D52.
Die Knotenfarbe zeigt den effektiven Status (§4), nicht den intrinsischen —
das Diagramm beantwortet „wie weit ist das wirklich?“. Wo der eigene Status
weiter ist als der effektive (der Knoten wird von Abhängigkeiten
zurückgehalten), sitzt unten links eine kleine Status-Marke mit der
eigenen Statusbox (z. B. [x]) in den §4-Farben des intrinsischen Status;
Tooltip und aria-label benennen beide. Ohne Diskrepanz ändert sich nichts —
und für die XOR-Regel (§3) und „Was ist neu?“ (unten) zählt weiterhin der
intrinsische Status: Investiert ist investiert, und [^] im Text bleibt
die Deploy-Aussage. Marke und Färbung erscheinen auch im Grafikexport und im
Druck. Siehe D39.
Optionale Knoten (+, §3): Sie hängen an der normalen all-of-Zerlegung,
die Anordnung bleibt unverändert. Zwei Kennzeichen, beide auch im Grafikexport:
- Der Abzweig zum Knoten ist gestrichelt in Tinte (
#41556E). Nur der Abzweig — die Sammelleiste bleibt durchgezogen, sie gehört der ganzen Geschwistergruppe. Die any-of-Linien sind ebenfalls gestrichelt, aber in Grau (#6B7A8C); die Farbe hält beide auseinander, und weil|nicht mit-/+gemischt werden darf (§3), treffen sie in einer Gruppe nie aufeinander. - Am Auftreffpunkt sitzt ein kleiner hohler Kreis (weiß gefüllt, Rand in Tinte): in der horizontalen Fächer-Anordnung oben mittig, in den gestapelten Anordnungen (vertikal, kompakt, unterhalb einer any-of-Gruppe) links auf halber Höhe. Übernommen aus den Feature-Diagrammen (FODA: gefüllter Punkt = erforderlich, hohler Punkt = optional). Er markiert eindeutig, welcher Knoten optional ist — auch dort, wo der Strich allein mit den grauen any-of-Linien verwechselt werden könnte.
Siehe D29.
Horizontal (Normalmodus)
- all of: Kinder nebeneinander, klassischer Organigramm-Fächer.
- any of: Alternativen untereinander; gestrichelte graue Sammelleiste links unterhalb des Parents, gestrichelte graue Abzweige zu den Alternativen.
- Treppe für optionale Endknoten: Stehen zwei oder mehr optionale
Endknoten (
+, §3) unmittelbar nebeneinander, bekommen sie nicht je eine eigene Spalte, sondern werden als Kaskade gestapelt: Die erste Stufe hängt am Stiel von oben wie ein gewöhnliches Kind, jede weitere steht eine Stufe tiefer und weiter rechts und hängt an einem gestrichelten Winkel, der an der linken Kante der vorigen Stufe herabfällt und waagerecht in ihren Kreis einbiegt. Das spart Breite genau dort, wo das Entbehrlichste steht. Es bleiben Geschwister — die Treppe ist eine Anordnung, keine Ebene, und ändert weder Lese-/Fokusreihenfolge nocharia-label. Nur Endknoten, weil der Platzgewinn gerade daher rührt, dass kein Teilbaum mitgestapelt wird; ein optionaler Knoten mit Kindern behält seine Spalte. Die transponierten Modi kennen die Treppe nicht — dort stehen die Kinder ohnehin untereinander. Der Grafikexport folgt der Kaskade.
Vertikal (transponiert)
- all of: exakter transponierter Organigramm-Fächer (horizontal um 90° gedreht): Der Parent sitzt vertikal mittig zu seiner Kindergruppe, die Linie tritt rechts auf halber Höhe aus (entspricht Richtung LR), eine vertikale Sammelleiste (von erster bis letzter Kindmitte) verteilt mit durchgezogenen Abzweigen; Kinder rechts untereinander.
- any of: Austritt unten links, gestrichelte graue Abzweige.
- Merkregel: Austrittsseite codiert das Gate (rechts = und, unten = oder), Linienstil bestätigt es.
Kompakt (transponiert, platzsparend)
- Beide Gates laufen unten links aus dem Parent heraus, Kinder untereinander — kein Rechts-Fächer, dadurch minimale Breite.
- Das Gate wird hier allein über den Linienstil codiert (siehe D15): und = durchgezogen (Tinte), oder = gestrichelt (Grau).
Geometrie-Invarianten
- Knoten haben feste Zeilenhöhe (
line-height: 1.3), damit Abzweige deterministisch auf Knotenmitte liegen (Offset 23 px = 5 px Listenabstand- halbe Knotenhöhe). Abzweige zielen auf den Knoten, nie auf die Mitte des Teilbaums.
- Lange Labels brechen um (D64): höchstens ~32 Zeichen je Zeile, die Zeichen gleichmäßig auf die Zeilen verteilt (nicht gierig — sonst stünde unter einer vollen Zeile ein einsames Wort). Die Umbrüche setzt der Renderer, deterministisch und nur an Leerzeichen; der Kasten schrumpft auf die längste Zeile, der Text steht zentriert. Bei mehrzeiligen Knoten trifft der 23-px-Abzweig die Mitte der ersten Zeile (die Zeilenhöhe bleibt fest); der Optional-Kreis (§9) sitzt auf dem Abzweig, nicht auf der Knotenmitte. Der Grafikexport misst die gerenderten Zeilen und gibt sie als einzelne Textzeilen aus.
- Dasselbe gilt waagerecht: Im horizontalen Fächer trifft der Stiel die Knotenmitte, nicht die Mitte der Zelle. Beides fällt nur zusammen, solange der Knoten in seiner Zelle zentriert steht — ein Knoten mit any-of-Kindern steht dort aber linksbündig (damit die Sammelleiste unter ihm aufsetzt), während seine Zelle so breit ist wie der Teilbaum. Der Stiel wird deshalb an der gemessenen Knotenmitte ausgerichtet.
- In den transponierten Modi (vertikal, kompakt) stehen untereinander gestapelte Geschwister mit zusätzlichem Abstand nach unten (damit das Größen-Badge oben rechts nicht mit den Tags unten rechts des darüber liegenden Knotens überlappt). Der Abstand wird nur unterhalb ergänzt, der 23-px-Abzweig oben bleibt unverändert; die vertikal zentrierten all-of-Zwischenknoten bekommen ihn symmetrisch, damit ihr Abzweig (50 %-Höhe) weiterhin auf der Knotenmitte liegt.
- Im vertikalen Modus tritt die all-of-Verbindung rechts aus dem Knoten aus; die senkrechte Sammelleiste steht deshalb weiter vom Knoten ab als in den übrigen Anordnungen (20 statt 9 px). Größen-Badge und Tag-Pillen ragen an der rechten Knotenkante über den Knoten hinaus und lägen sonst unmittelbar an der Leiste — mit ihrem hellen Rand sähe die Linie dort aus, als risse sie ab. Betroffen ist nur der Rechts-Fächer: kompakt führt all-of nach unten, dort treffen Badge und Leiste nie aufeinander.
Kleiner Bildschirm (mobil)
Ab schmaler Breite (≤ 640 px, z. B. Smartphone) ist immer genau ein Bereich zu sehen — Diagramm oder Text, jeweils über die ganze Fläche. Oben links in der Titelzeile schaltet ein Knopf auf den anderen um; er zeigt das Ziel (Textzeilen bzw. Baum), denn den Zustand hat man ohnehin vor sich. Es gibt hier weder Splitter noch Min/Normal/Max-Buttons — es ist nichts zu teilen. Die Bereichstitel („DIAGRAMM", „TEXT-EDITOR") entfallen; die Zeile wird für Umschalter und Aktionen gebraucht. Der Dokumenten-Wähler steht als Brotkrume im App-Kopf („Werkbaum › Name", D81) und ist damit aus beiden Bereichen erreichbar; sein Name übernimmt hier die Zeile des Untertitels — es kommt keine Fläche hinzu. Die übrigen Aktions-Knöpfe bleiben rechts in der Titelzeile und werden mit umgeschaltet — jeder Bereich zeigt seine eigenen, in der unten beschriebenen komprimierten Form. Der sichtbare Bereich wird gemerkt; ein Sprung zwischen Diagramm und Text (§9) holt den nötigen Bereich selbst nach vorn. Nur dieser Umschalter wechselt den Bereich — insbesondere kostet kein Tippen im Text den Editor. Umgekehrt trägt der Umschalter zugleich die Navigation zum Knoten: Wer aus dem Text ins Diagramm wechselt, landet auf dem Knoten der Cursor-Zeile (zentriert und hervorgehoben) — der Alt+Klick dieser Richtung (§9) steht auf dem Telefon nicht zur Verfügung. Voreinstellung ist das Diagramm. Beide Inhalte werden hier zudem rund 25 % kleiner dargestellt, damit mehr Plan auf die Fläche passt; das ist ein Faktor auf den Zoom, der Zoom-Regler arbeitet unverändert relativ dazu und zeigt den effektiven Wert (auf dem Telefon also 75 %). Der Grafikexport ist davon unberührt — er zeichnet immer die unskalierte Geometrie nach. Die Legende bekommt hier einen eigenen Umschalter im Editor-Kopf (statt der dauerhaften „AGENDA“-Zeile), damit sie zugeklappt keinen Platz kostet. Der Modus-Wähler zeigt nur das aktive Icon und schaltet bei jedem Tippen reihum weiter (horizontal → kompakt → vertikal → …), spart also zwei Drittel der Breite. Die Sprachwahl zeigt eingeklappt nur die aktive Sprache; ein Tipp darauf klappt die volle Leiste als Overlay über die Kopfzeile auf (verdeckt die übrigen Bedienelemente, statt die Zeile zu verbreitern), nach der Auswahl klappt sie wieder auf die gewählte Sprache ein (Tipp daneben schließt ebenfalls). Die Download-Buttons (SVG/PNG mit Text-Label) verbergen sich hinter einem einzelnen Download-Icon, das die Formatwahl bei Bedarf als kleines Dropdown-Overlay unter der Kopfzeile zeigt — sonst bräche die Titelzeile um; „Kopieren" bleibt sichtbar. Der Untertitel wird auf eine garantiert einzeilige Kurzfassung reduziert. Voreinstellung auf kleinem Bildschirm ist Vollbild (siehe D17).
Günstigster Pfad (Kosten-Hervorhebung)
Ein Umschalter (Icon-Button im Diagramm-Kopf, Voreinstellung an, Zustand persistiert) hebt den kostengünstigsten Weg durch den Baum hervor. Gerechnet wird die noch offene Arbeit — der Pfad beantwortet „was ist als Nächstes am günstigsten?", nicht „was hätte der Plan von vorn gekostet?". Ermittelt werden die für die günstigste Realisierung nötigen Knoten:
- Die Größe bepreist den ganzen Teilbaum. Der Preis eines Knotens ist
seine angegebene Größe (§5) — die Teilpakete kommen nicht noch
einmal obendrauf: Wer ein Paket mit
(S)bewertet hat, hat den Teilbaum bewertet. Ob die Zerlegung in die Größe passt, prüft der Größen-Konflikt (§5) — die Pfadrechnung zweifelt die Bewertung nicht an. Fehlt die Größe, vertritt die Schätzung aus den Teilpaketen sie (unten). Siehe D69 (bis dahin galt: eigene Größe plus Summe/Minimum der Kinder — das bestrafte gerade die sorgfältig zerlegten Pakete). - Erledigtes kostet nichts mehr: Ein Knoten mit
[x]oder[^](§4) geht mit 0 in die Rechnung, unabhängig von seiner Größe. Angefangenes ([~],[/]) zählt dagegen voll — die Arbeit ist noch offen. Maßgeblich ist der intrinsische Status: Investiert ist investiert, auch wenn Abhängigkeiten den Knoten effektiv zurückhalten (§4). Offene Teilpakete unter einem erledigten Knoten bleiben auf dem Pfad und behalten ihre Stationen — die Kostenfrage stellt sich dort nicht mehr, die Wahl ist realisiert. Folge in Alternativgruppen: Eine bereits realisierte Alternative gewinnt, auch wenn eine unangetastete nominell billiger wäre — die Wahl ist getroffen und bezahlt. Siehe D46. - all of: alle Kinder sind nötig.
- any of: nur die günstigste Alternative ist nötig. „Günstig" ist die
Größe der Alternative selbst — angegeben oder geschätzt (oben/unten).
Bei Gleichstand gewinnt die erste Alternative.
Ist in der Gruppe etwas realisiert (§3:
[~],[/],[x],[^]), ist die Wahl damit getroffen — gewählt wird nur noch unter den realisierten Alternativen, auch wenn eine unangetastete nominell billiger wäre. Sind es mehrere (in einer=-Gruppe schon perxorConflictgemeldet, in einer|-Gruppe zulässig), entscheidet unter ihnen wieder die Kostenregel. - Optionale Knoten (
+, §3) sind nur nötig, solange an ihnen gearbeitet wird — also wenn sie realisiert (§3), aber noch nicht erledigt sind:[~]und[/]. Sonst liegen sie nicht auf dem Pfad (der Teilbaum unter ihnen ebenso wenig) und zählen nicht zur Größen-Schätzung (unten). Genau dafür gibt es das Zeichen: Ohne+läge jede Zugabe auf dem günstigsten Pfad. Die Ausnahme hält den umgekehrten Fehler heraus — eine angefangene Zugabe ist offene Arbeit, und der Pfad zeigt die offene Front. Erledigte Zugaben bleiben draußen: Dort ist nichts mehr zu tun, und was darunter offen blieb, ist mit ihnen zusammen entbehrlich (§3). Siehe D61. - Verworfene Knoten zählen nie mit (unabhängig vom „verworfene einblenden"- Filter).
- Fehlende Größe wird aus den Teilpaketen geschätzt (nur für diese
Kostenschätzung; die SPEC-Semantik der Größen in §5 bleibt unberührt):
Angenommen wird mindestens die größte Größe der zählenden Kinder;
tragen drei oder mehr Kinder diese größte Größe, eine Stufe mehr
(Deckel:
XXL). Es zählen dieselben Kinder wie beim Größen-Konflikt (§5) — nur die direkten, verworfene und optionale (+) nie, in einer disjunktiven Gruppe (|/=) nur die kleinste Alternative (ist dort etwas realisiert, §3, die kleinste der realisierten) —, mit einem Unterschied: Kinder ohne Größe zählen hier mit, ihre Größe wird nach derselben Regel rekursiv mitgeschätzt — geschätzt wird ohnehin. Ein Knoten ohne Größe und ohne zählende Kinder wird weiterhin alsMgewertet. Erledigte Kinder zählen nicht mit (D70): Die Schätzung ist eine Kostenannahme des Werkzeugs, keine Autoren-Aussage — anders als eine angegebene Größe (die bleibt, wie sie geschrieben ist) schätzt sie die noch offene Arbeit. Kinder mit[x]/[^](intrinsisch) fallen heraus wie verworfene; in einer disjunktiven Gruppe stellt eine erledigte realisierte Alternative die Gruppe fertig — sie trägt nichts mehr bei. Gibt es zählende Kinder, sind aber alle erledigt, wirdXSangenommen: Die Restarbeit ist dann die eigene des Elternknotens (er ist die Station, oben) — einM-Rückfall hieße, dass das Fertigstellen des letzten Kindes den Preis erhöht.
Mit Abhängigkeiten (§1) zählt die Dependency Closure. Jeder nötige Knoten
zieht seine :#…-Ziele samt deren Realisierung in die nötige Menge; gemeinsam
Gebrauchtes zählt über die Mengen-Vereinigung nur einmal. Regeln:
- Abhängigkeiten ziehen ihr Ziel auch dann, wenn es optional ist oder in einer nicht gewählten Alternative steht — gebraucht ist gebraucht; im Diagramm bleibt so ein einzelner heller Knoten in einem zurückgetretenen Zweig stehen. Nur verworfene Ziele werden nie gezogen (verworfen zählt nie); dass so ein Knoten nicht fertig werden kann, zeigt der effektive Status (§4).
- Damit ist die Wahl je Alternativgruppe nicht mehr lokal: Eine teurere
Alternative kann gewinnen, weil ihre Abhängigkeiten anderswo ohnehin
bezahlt werden. Verfahren (D42): erschöpfende Suche über die
gekoppelten Gruppen (Gruppen, deren Teilbäume Abhängigkeiten enthalten
oder gebraucht werden); alle übrigen wählen lokal wie bisher, bei
Gleichstand die erste. Verglichen werden die Belegungen über die Summe
dessen, was jeder nötige Knoten über seine nötigen Teilpakete hinaus
behauptet (nie negativ) — so bepreist auch die Vereinigung einen Teilbaum
mit seiner Größe, statt Zerlegungstiefe zu bestrafen (D69). Wird die Suche
zu groß, rechnet die Anzeige gierig
und sagt es — Warnung
cheapApprox, zeilenlos.
Darstellung per Inversion: nicht benötigte Knoten (nicht-gewählte
any-of-Alternativen und optionale Knoten, je samt Teilbaum) treten zurück
(blass, entsättigt); der
günstige Pfad hebt sich dadurch von selbst ab — kein zusätzlicher Rahmen an den
ohnehin dichten Knoten-Ecken. Erledigte Knoten treten nie zurück: Ein Knoten
mit [x] oder [^] behält seine volle Statusfarbe (§4) — grün bzw. blau sagt
bereits „hier ist nichts mehr zu tun"; ihn auszublassen hieße, er sähe aus wie
eine verworfene Alternative. Das gilt unabhängig davon, ob er auf dem Pfad
liegt: auch die fertige Zugabe (+, §3) und die fertige, nicht gewählte
Alternative behalten ihre Farbe. Blass heißt damit einheitlich „hier ist nichts
getan und wird auch nichts getan". Maßgeblich ist der intrinsische Status
(die eigene Box), gefärbt wird weiterhin nach dem effektiven (oben) — ein von
Abhängigkeiten zurückgehaltenes [x] steht also in voller Stärke in seiner
effektiven Farbe. Wo die Größe implizit angenommen wird (aus den
Teilpaketen geschätzt bzw. M, oben), zeigt der Knoten die angenommene Größe
als invertiertes Größen-Badge (weiß mit petrolfarbenem Rand/Text statt
gefüllt) mit erläuterndem Tooltip — an einem erledigten Knoten entfällt
es, dort wird keine Kostenannahme mehr getroffen.
Zusätzlich fädelt eine gestrichelte, geschwungene Petrol-Linie durch die offenen Endknoten des Pfads (Katmull-Rom-Spline in Dokument-Reihenfolge, in allen Modi). Die kräftige Linie liegt hinter den Knoten (nur in den Lücken voll sichtbar), eine abgetönte Kopie davor deutet den Verlauf beim Durchschreiten eines Knotens nur schwach an. An jedem solchen Endknoten sitzt ein großer, blasser Petrol-Stationspunkt (U-Bahn-Plan-Prinzip: der Knotentext bleibt lesbar) — durchquerte Fremd- oder Zwischenknoten und erledigte Knoten tragen keinen, sodass eindeutig bleibt, wo noch Arbeit endet. Station ist damit der tiefste noch offene Knoten eines Zweigs: Sind alle Kinder erledigt, wird der offene Elternknoten selbst die Station (die Restarbeit ist dann seine); ist ein ganzer Zweig erledigt, hat er keine. Linie, abgetönte Kopie und Punkte erscheinen bei aktivem Umschalter auch im Grafikexport. Siehe D18, D46.
Von Station zu Station. Neben dem Umschalter steht ein Knopf, der die Stationen der Reihe nach anspringt: Der erste Druck holt die erste — das, was als Nächstes dran ist —, jeder weitere die nächste, nach der letzten wieder die erste. Gegangen wird die Dokument-Reihenfolge, also dieselbe, in der die Linie durch die Stationen fädelt. Der Knoten wird zentriert, hervorgehoben und bekommt den Tastaturfokus — dieselbe Behandlung wie beim ausdrücklichen Alt+Klick (§9, Sprung zwischen Diagramm und Text); von dort führt Alt+Enter in die zugehörige Textzeile. Fortgesetzt wird am gerade hervorgehobenen Knoten: Steht der auf einer Station, geht es bei der nächsten weiter, sonst wieder vorn. Der Knopf ist verborgen, solange es keine Station gibt — bei ausgeschaltetem Pfad ebenso wie bei einem durchweg erledigten Plan; sein Tooltip nennt die Zahl der offenen Stationen. Siehe D47.
Zuständigen-Engpass. Trägt eine Person zu viel der offenen Arbeit des
günstigsten Pfads, meldet eine zeilenlose Warnung assigneeOverload die
mögliche Engstelle: Die nächste Ausbaustufe ist dann nicht parallelisierbar —
alles Weitere serialisiert sich durch diese Person. Über Reihenfolge oder
Termine sagt die Warnung nichts (das tut in dieser Notation ohnehin nichts,
§1). Siehe D71.
- Last: Jeder nötige Knoten zählt mit dem, was seine Größe über die
nötigen Teilpakete hinaus behauptet (dasselbe Maß wie der Belegungs-Vergleich
der Closure-Suche, oben) — Erledigtes also mit 0. Mehrere
@name-Tags einer Zeile teilen sich den Beitrag zu gleichen Teilen. - Zuständig ist, wer auf der Zeile getaggt ist (§7); ein Knoten ohne Tags erbt für diese Rechnung die Tags des nächsten Vorfahren mit Tags — die übliche WBS-Lesart: Wer das Paket hat, hat die Teilpakete. Ohne getaggten Vorfahren zählt der Beitrag als nicht zugewiesen — er verwässert die Anteile, warnt aber nicht selbst.
- Gemeldet wird, wenn mindestens zwei Personen Last auf der offenen Front tragen und eine davon mehr als die Hälfte der gesamten offenen Pfad-Arbeit hält. Ein Solo-Plan warnt damit nie — eine Person, die alles trägt, ist dort keine Engstelle, sondern die Realität. Die Schwelle ist gesetzt, nicht hergeleitet (wie die ~32 Zeichen des Label-Umbruchs).
- Anzeige: Die Warnung nennt Person, Anteil und Stationen („@anna trägt
62 % der offenen Arbeit … 7 von 9 Stationen"); zusätzlich wechseln die
Personen-Pillen (§7) der betroffenen Person an offenen Pfad-Knoten auf
die Warnfarbe (
--warn) — auch im Grafikexport. Geerbte Zuständigkeit hat keine Pille und damit keine Färbung. Bei ausgeschaltetem Pfad entfällt beides — ohne Pfad gibt es keine offene Front.
Diagramm aus einer URL laden (?sourceUrl=)
Der Editor kann den Notationstext aus einer externen Textdatei beziehen:
…?sourceUrl=https://example.org/plan.txt (relative Angaben werden gegen die
Seite aufgelöst; zugelassen sind nur http/https). Der Text wird als
eigenes Dokument geführt, dessen Name die URL ist (vollständige URL im
Tooltip); derselbe Link aktualisiert dieses Dokument, statt ein neues anzulegen.
Ist der Parameter gesetzt, wird bei jedem Laden neu geholt — die URL ist die
Quelle der Wahrheit, lokale Änderungen daran überleben ein Neuladen nicht.
Die Adresszeile folgt dem aktiven Dokument (§9, ?live=): Beim Umschalten
auf ein anderes verschwindet der Parameter, beim Zurückschalten steht er wieder
da.
Scheitert das Laden (häufigster Fall: das Ziel sendet keinen
Access-Control-Allow-Origin-Header, außerdem 404/Netzfehler), bleibt der
bisherige Stand stehen und es erscheint eine Warnung. Siehe D23.
Kein Etherpad mehr (?etherpad=, entfallen)
Der Editor konnte den Notationstext aus einem Etherpad-Pad beziehen: Alle
schrieben im Pad, Werkbaum zeigte das Diagramm dazu. Das ist ausgebaut —
?live= (unten) kann dasselbe besser, und zwar im Editor selbst. Ein alter
?etherpad=-Link ergibt heute eine Warnung, die auf ?live= zeigt, statt
still nichts zu tun. Siehe D78; die frühere Ausführung steht in D31.
Gemeinsam an einem Server-Dokument arbeiten (?live=)
Liegt der Plan auf einem Werkbaum-Backend, nimmt der Editor dessen
Dokument-Adresse: …?live=https://example.org/api/v1/documents/<uuid>.
Geschrieben wird im Editor selbst, und alle sehen die Änderungen der
anderen, ohne neu zu laden.
- Das Textfeld bleibt beschreibbar. Nach kurzer Ruhe (0,6 s) schickt der Editor die Änderung als Zeilen-Diff; ein offener Abruf hält die Gegenrichtung bereit und spielt fremde Änderungen ein. Die Schreibmarke wandert mit — fügt jemand oberhalb Zeilen ein, bleibt sie an ihrer Stelle im Text.
- Der Name ist der Titel des Dokuments (alle sehen denselben), die vollständige Adresse steht im Tooltip.
- Überschneiden sich zwei Änderungen wirklich — dieselben Zeilen —, fragt ein Band oben, wessen Fassung gelten soll: Fremde übernehmen oder Eigene durchsetzen. Alles andere führt der Server selbst zusammen, ohne zu fragen. Verloren geht nichts: Der verworfene Stand bleibt in den früheren Ständen, jede Version in der Historie des Servers.
- Der Abruf läuft nur im sichtbaren Tab; im Hintergrund ruht er und holt beim Zurückkommen den Rückstand.
- Die Adresszeile beschreibt das Dokument, das vorn ist. Umschalten auf ein
lokales Dokument räumt
?live=weg, Umschalten auf ein anderes Server-Dokument trägt dessen Adresse ein — ein Neuladen bringt also zurück, was man vor sich hatte. Dasselbe gilt für?sourceUrl=(oben). Und die gemeinsame Sitzung gehört dem sichtbaren Dokument: Wer ein Server-Dokument im Wähler auswählt, arbeitet darin wieder gemeinsam; wer es verlässt, hört auf, mitzuschreiben. Siehe D80.
Siehe D76 (Protokoll und Begründung) und
backend/docs/live-editing-proposal.md.
Legende im Editor-Panel
Neben dem Textfeld steht eine aufklappbare Legende (Notation in Kurzform, abschließend eine Bedienungs-Zeile). Sie ist scrollbar, wenn ihr Inhalt höher ist als der Platz, und über einen eigenen Splitter vom Textfeld abgeteilt: horizontal nebeneinander (Legendenbreite), in den gestapelten Modi und auf kleinem Bildschirm untereinander (Legendenhöhe). Ziehen verteilt frei, Doppelklick stellt die Vorgabe wieder her; die Aufteilung bleibt für beide Ausrichtungen getrennt erhalten. Die Legende belegt höchstens 85 % des Panels, damit das Textfeld nie ganz verschwindet. Siehe D26.
Was ist neu? (Dokumente von außen)
Bei Dokumenten, die von außen kommen (mitgeliefert oder per ?sourceUrl=), wird
gezeigt, was sich seit dem letzten Besuch getan hat. „Neu" heißt: neu in
Produktion — ein Knoten trägt jetzt [^] und tat es in der zuletzt gesehenen
Fassung nicht. Solche Knoten bekommen einen gelben Strahlenkranz nach außen
(die Füllung bleibt die Statusfarbe aus §4). Die Anzahl steht am
Neuigkeiten-Knopf in der Kopfzeile (siehe unten), bestätigt wird im Popup;
danach ist die aktuelle Fassung die neue
Vergleichsbasis. Beim ersten Ansehen eines Dokuments leuchtet nichts. Der Kranz
erscheint weder im Druck noch im Grafikexport — er hängt am persönlichen
Besuchsstand. Siehe D28.
Neuigkeiten (Stern in der Kopfzeile)
Ein Stern-Knopf in der oberen Bedienleiste ist immer sichtbar und öffnet ein Popup mit den Änderungen der letzten Tage — je Tag ein Datum und ein paar kurze Notizen. Er trägt zwei Aussagen, die zusammengehören:
- Die Chronik (allgemein): was am Produkt geschehen ist. Die Notizen stehen
in
docs/CHANGELOG.md, die Knoten je Tag kommen aus der Versionsgeschichte des mitgelieferten Plans; beides wird beim Bauen eingelesen und eingebettet (zur Laufzeit lädt Werkbaum nichts nach, D20). - Der Besuchsvergleich (persönlich): „Was ist neu?" des aktiven Dokuments (oben) — als abgesetzter Abschnitt zuoberst im Popup, mit dem Knopf „gesehen".
Bernstein heißt ungesehen — dieselben Töne wie der Strahlenkranz am Knoten, damit Knopf und Knoten dasselbe sagen. Er färbt sich, solange es unangesehene Tage gibt oder das aktive Dokument neue Knoten hat; die Zahl daneben ist die der neuen Knoten. Aufgeschlagen heißt gelesen: Das Öffnen des Popups merkt den neuesten gelisteten Tag als gesehen.
Jeder Tag mit Knotenänderungen trägt einen Link, der genau diese Knoten im Diagramm in der „Was ist neu?"-Ansicht vorführt (gelber Kranz, §9) — dieselbe Ansicht, nur mit einer anderen Frage: „was geschah am 24.08." statt „was ist seit deinem letzten Besuch live gegangen". Dabei wird auf den mitgelieferten Plan umgeschaltet, denn dessen Knoten sind gemeint; der Knopf steht dann in Petrol („wird gerade vorgeführt") und ein zweiter Druck hebt es wieder auf. Genannt wird die Zahl der Knoten, die es heute noch gibt — ein seither umbenannter Knoten ist nicht mehr zu treffen, und der Link verspricht nichts, was er nicht halten kann. Die Vorführung ist Sitzungssache und wird nicht gemerkt.
Die Notizen sind englisch, auch wenn die Oberfläche in einer anderen Sprache
steht: docs/CHANGELOG.md ist ein ausgeliefertes Artefakt mit weltweitem
Publikum, wie der mitgelieferte Plan und llms.md (§13). Übersetzt ist alles
übrige — Titel, Knöpfe und die Datumsangaben. Damit das nicht wie ein Fehler
aussieht, steht oben im Popup ein übersetzter Hinweis, dass diese Übersicht
nur auf Englisch gepflegt wird; er ist klein und grau gehalten und tritt hinter
den Inhalt zurück, zu dem er gehört. Bei englischer Oberfläche entfällt er.
Siehe D58.
Sprung zwischen Diagramm und Text
Jeder Knoten kennt seine Zeilennummer im Notationstext; beide Richtungen sind verknüpft (siehe D25):
- Diagramm → Text: Alt+Klick auf einen Knoten markiert die zugehörige Zeile im Texteditor (ganze Zeile ausgewählt, in Sicht gescrollt, Fokus im Textfeld). Tastatur: Alt+Enter am fokussierten Knoten. Auf Touch-Geräten: langer Druck — nach ≥ 500 ms zeigt der Knoten einen Petrol-Ring („scharf"), der Sprung erfolgt beim Loslassen; ein Wischen bricht ab. Ist das Editor-Panel zugeklappt, öffnet der Sprung es zuerst. Der Sprung ist „hinschauen": Er holt keine Bildschirmtastatur herauf — die erscheint erst, wenn das Textfeld selbst angetippt wird.
- Text → Diagramm: Der Knoten der Cursor-Zeile wird im Diagramm
hervorgehoben und beim Zeilenwechsel ins Bild gescrollt. Beschreibungs- und
Fortsetzungszeilen (§1)
zählen zu ihrem Knoten: Steht der Cursor in einer
"-Zeile (§1), in einer Fortsetzung hinter\oder in einem ID-Block des----Beschreibungsteils (Kopfzeile eingeschlossen), gilt der beschriebene Knoten als ausgewählt — solche Zeilen tragen keinen eigenen Knoten, gehören aber zu einem, und wer darin schreibt, arbeitet an genau diesem Knoten. Das gilt für beide Richtungen der Geste (also auch für den ausdrücklichen Alt+Klick unten) und für die Hervorhebung der Abhängigkeits-Kanten (§9). Liegt der Knoten der Cursor-Zeile in einem eingeklappten Teilbaum (§9, Falten), wird stattdessen sein nächster sichtbarer Vorfahr hervorgehoben — der eingeklappte Knoten vertritt seinen Teilbaum (D38), auch hier; das gilt ebenso für den ausdrücklichen Alt+Klick unten. Zeilen ohne Knoten (Kommentar, Leerzeile, der----Trenner selbst, ausgeblendetes verworfenes Element) heben nichts hervor. Die Hervorhebung arbeitet auf einer eigenen Achse — Tiefe: weißer Halo + Ring in Tinte, dazu ein Schlagschatten und eine leichte Vergrößerung, sodass der Knoten sich aus der Ebene hebt. Das ist der einzige Kanal, den sonst nichts im Diagramm belegt, kollidiert also mit keiner Farbcodierung (Status §4, gelber Kranz und Petrol-Kranz oben). Beim Zeilenwechsel meldet sie sich zusätzlich mit einem einmaligen Puls — einem kurzen Hüpfer und einem auslaufenden Ring; kein Blinken, und beiprefers-reduced-motionentfällt er. Der Pfad-Filter (§9, günstigster Pfad) blasst sie nie aus: Wo der Cursor steht, bleibt sichtbar. Siehe D25. - Text → Diagramm, ausdrücklich: Alt+Klick im Textfeld (Tastatur: Alt+Enter) holt den Knoten der Cursor-Zeile in die Mitte des Diagramms und gibt ihm den Tastaturfokus — dieselbe Geste in beide Richtungen. Sie ergänzt das Mitlaufen der Cursor-Zeile: Das scrollt bewusst nur so weit wie nötig und nur beim Zeilenwechsel (sonst ruckelte das Diagramm beim Tippen). Wer einen Knoten wirklich sehen will, sagt es mit Alt. Auf einer Zeile ohne Knoten geschieht nichts.
- Text → Text, entlang einer Abhängigkeit: Strg+Klick (macOS auch
Cmd+Klick) auf eine ID in einem Abhängigkeits-Token —
:#ziel, jede ID der Liste:#a,#b, auch die Kopf-Form#auth:#ziel— markiert die Zeile, die diese ID vergibt: derselbe Sprung wie aus dem Diagramm (ganze Zeile ausgewählt, in Sicht gescrollt), nur innerhalb des Textes. Tastatur: Strg+Enter, wenn die Schreibmarke im Token steht. Bei doppelter ID gewinnt die erste Vergabe (§1/§4); eine unbekannte ID tut still nichts (sie ist schon alsunknownDepgewarnt). Kein Sprung im Kommentar, im Beschreibungsteil hinter---und innerhalb einer URL; Alt+Klick behält daneben unverändert seine Richtung ins Diagramm. Siehe D67. - Der einfache Klick bleibt unverändert der Link (§6): Ein Knoten mit URL öffnet sie weiterhin im neuen Tab. Deshalb Alt und nicht der einfache Klick.
- Auffindbarkeit: Solange Alt gedrückt ist, zeigen alle Knoten den Sprung-Cursor und der Knoten unter dem Zeiger einen Petrol-Ring — die Geste ist im Moment des Ausprobierens sichtbar, auch auf verlinkten Knoten. Dazu nennt der Knoten-Tooltip die Geste, und die aufklappbare Legende schließt mit einer Bedienungs-Zeile ab.
- Die Hervorhebung ist eine reine Editierhilfe: nicht im Grafikexport, nicht im Druck.
Knoten-IDs im Diagramm einblenden (#)
Ein Umschalter im Diagramm-Kopf stellt die Knoten-ID in eine eigene Zeile
über den Titel (#some.id, ohne den Trenn-Doppelpunkt — der trennt ID und
Titel in derselben Zeile, hier trennt der Umbruch; D56, geändert mit D64).
Dargestellt in der Mono-Schrift des Textfelds und zurückgenommen gefärbt — die
ID ist die Adresse, der Titel bleibt die Hauptzeile. Der Zustand wird gemerkt.
Grafikexport und Druck folgen dem Umschalter (wie beim „verworfene
einblenden"-Filter und der Faltung): Ist er an, stehen die IDs auch im
ausgegebenen Bild. Für Screenreader ändert sich nichts — sie bekommen die ID
ohnehin über das aria-label. Siehe D56.
Kurzschreibweise der Knoten-ID beim Tippen (#.name)
Eine Eingabehilfe, keine Notation: Wer #.kc unter einem Knoten mit der ID
#prod-stage schreibt, findet #prod-stage.kc im Text. Aufgelöst wird gegen
den nächsten Vorfahren mit ID; gibt es keinen oder trägt er selbst noch eine
Kurzform, bleibt die Zeile stehen (#.kc ist ohnehin eine gültige ID — der
Punkt gehört zur Zeichenmenge, §1). #..x wird nicht angefasst.
Aufgelöst wird, sobald die ID abgeschlossen ist — also sobald ihr
unmittelbar ein Doppelpunkt folgt (#.kc:), der übliche Trenner vor dem
Titel (§1) und zugleich der Anfang einer Abhängigkeitsliste. Das gilt beim
Tippen des Doppelpunkts ebenso wie beim nächsten Tastendruck in einer Zeile,
die ihn schon trägt. Ohne Doppelpunkt bleibt es beim Verlassen der Zeile —
spätestens dann ist die ID fertig.
Die Datei enthält danach immer die volle ID: Sie bleibt durchsuchbar und
überlebt das Umsortieren, worauf die Abhängigkeiten :#… bauen. An der
Notation ändert sich dadurch nichts — der Parser sieht nie eine Kurzform,
und llms.md (§13) bleibt unberührt. Angefasst wird nur die Zeile, in der auch
getippt wurde — den Cursor hineinzusetzen genügt nicht, sonst schriebe
bloßes Durchklicken ein fremdes Dokument um; Abhängigkeiten (:#…) und der
Beschreibungsteil hinter --- bleiben außen vor. Siehe D55.
ID-Vorschläge beim Tippen von Abhängigkeiten (:#)
Ebenfalls eine Eingabehilfe, keine Notation: Wer im Baumteil ein
Abhängigkeits-Token beginnt (:#, auch in der Fortsetzung ,# und in der
Kopf-Form #auth:#…), bekommt an der Schreibmarke eine Liste der vergebenen
IDs — gefiltert nach dem schon getippten Fragment (Präfix-Treffer zuerst,
dann Teilstring-Treffer, je in Dokumentreihenfolge), mit dem Knotentitel als
Kontext daneben. Angeboten werden alle IDs des Dokuments, auch die
verworfener oder eingeklappter Knoten — eine Abhängigkeit darf überallhin
zeigen (§1); nicht angeboten werden die im Token schon gelisteten IDs und die
eigene ID der Zeile.
- Bedienung: ↑/↓ wählt, Enter oder Tab übernimmt (undo-fähig, ein Schritt), Esc schließt — Weitertippen öffnet wieder. Klick bzw. Tipp auf einen Eintrag übernimmt ebenso. Wer die Liste ignoriert, tippt einfach weiter: Sie fängt keine Taste ab, solange sie nichts anzeigt, und Tab rückt bei geschlossener Liste unverändert ein.
- Kein Vorschlag bei bloßem
#(das definiert eine ID), im Kommentar (%%) und im Beschreibungsteil hinter---. - Der Parser sieht nie etwas davon;
llms.md(§13) bleibt unberührt. Für Screenreader meldet eine höfliche Live-Region die Trefferzahl und den gewählten Eintrag; das Popup selbst istaria-hidden, normales Tippen bleibt unberührt. Siehe D63.
Zeilennummern im Texteditor
Links neben dem Textfeld steht ein schmaler Streifen mit den Zeilennummern — dieselben, die die Warnungen nennen („Zeile 12: …", §4). Ohne ihn muss man sie im Text abzählen.
- Das Textfeld bricht Zeilen nicht um (D49). Die Einrückung trägt die Hierarchie (§2), und ein weicher Umbruch setzt die Fortsetzung an den linken Rand — die Ebene wäre damit gerade dort nicht mehr abzulesen, wo eine Zeile lang ist. Zu lange Zeilen bekommen einen waagerechten Balken; eine logische Zeile ist damit immer genau eine Bildzeile.
- Der Streifen scrollt nur senkrecht mit: Die Zahlen bleiben stehen, wenn der Text waagerecht verschoben wird. Ein Sprung auf eine Zeile (§9) setzt die waagerechte Verschiebung zurück — er zeigt auf eine Zeile, nicht auf ihr Ende.
- Die Cursor-Zeile und Zeilen mit einer Warnung heben sich ab (Warnung in
--warn,#B45309) — genau die beiden Fälle, für die man hinsieht. - Die Zahl einer Warn-Zeile trägt die Meldung als Tooltip — wörtlich
dieselbe, die unter dem Diagramm im Warnungsbereich steht; mehrere Warnungen
einer Zeile stehen darin untereinander. Der Streifen bleibt
aria-hidden: Für Screenreader ist die Live-Region des Warnungsbereichs die Quelle, der Tooltip erspart nur den Weg dorthin. Ohne Zeiger gibt es ihn nicht (wie überall) — die Meldung steht dort ohnehin vollständig. Siehe D33-Nachtrag. - Über einer Warn-Zeile trägt der Zeiger ein Warndreieck — dasselbe ⚠, das im Warnungsbereich vor jeder Meldung steht. Der Pfeil bleibt daneben stehen, damit der Zeiger weiter zeigt. Siehe D33-Nachtrag 2.
- Reine Lesehilfe: kein Bestandteil des Notationstexts, nicht im Grafikexport und nicht im Druck (dort ist ohnehin nur das Diagramm zu sehen).
Siehe D33, D49.
Fokusmarke im Diagramm (!!!, §1)
Ein mit !!! markierter Knoten trägt einen Strahlenkranz in Petrol —
kräftiger Ring in --or (#0F766E) plus leuchtender Schein in hellem Teal
(#14B8A6) — und wird ins Bild geholt. Gebaut wie der gelbe Kranz für „neu in
Produktion" (§9): Schein nach außen, damit die Knotenfüllung dem Status (§4)
gehört und lesbar bleibt. Kein Blinken.
- Die Farbe trägt die Bedeutung: Gelb heißt „seit deinem letzten Besuch live gegangen" (eine stehende Tatsache), Petrol heißt „jemand zeigt gerade hierauf" (ein Zuruf). Beides kann zugleich zutreffen und muss darum unterscheidbar bleiben; trifft es zusammen, wird der Ring petrol und der Schein gelb.
- Trifft die Marke mit der Cursor-Zeile zusammen, liegt der Tinte-Ring innen und der Schein außen — die eigene Cursor-Position und der fremde Zuruf bleiben so auseinanderzuhalten.
- Ins Bild geholt wird nur, wenn sich die Marke ändert — sonst zöge das Diagramm bei jedem Neubau den Blick zurück und man könnte nicht wegscrollen.
- Wie die Cursor-Zeile erscheint sie nicht im Druck und nicht im Grafikexport: Sie sagt „schau jetzt hierhin", nicht „so ist der Plan".
Ein- und ausklappbare Teilbäume (> / <, §1)
Jeder Knoten mit sichtbaren Kindern trägt ein Falt-Zeichen vor dem Label: ▾ offen, „▸ n“ eingeklappt (n = Zahl der verborgenen Knoten) — als kleiner gerahmter Chip, damit das Klickziel zu treffen ist (D64; das nackte Glyph war zu klein). Klick auf das Zeichen klappt um — der einfache Klick auf den Knoten selbst bleibt der Link (§6); Tastatur: ← klappt zu, → klappt auf am fokussierten Knoten (WAI-ARIA-Baum-Idiom).
-
Anfangszustand aus dem Text (§1):
>klappt ein.<holt seinen Teilbaum hervor, indem die Faltung die Pfad-Ebenen hinunterwandert: Jeder eingeklappte Vorfahr öffnet sich, seine übrigen Kinder stehen stattdessen als einzelne eingeklappte Knoten da — sichtbar ist genau der Pfad samt Teilbaum, der Rest bleibt kompakt. Ein>innerhalb des hervorgeholten Teilbaums bleibt respektiert. -
Auch ein
!!!-markierter Knoten (§1) holt sich auf diese Weise hervor — ein Zeigefinger auf etwas Unsichtbares zeigte ins Leere. -
Umklappen im Diagramm schreibt die Marke in den Text zurück. Damit ist der Text auch für die Faltung die eine Quelle der Wahrheit: Was du siehst, steht geschrieben, und ein Neuladen stellt es wieder her. Die Änderung ist eine gewöhnliche Textänderung — sie lässt sich mit Rückgängig zurücknehmen und macht ein mitgeliefertes Dokument zu einem bearbeiteten (§9, D27). Geschrieben wird minimal: Nur die Zeile des umgeklappten Knotens wird angefasst, solange die übrigen Marken den Zustand noch richtig beschreiben — ein von Hand gesetztes
<bleibt also stehen. Trifft es nicht mehr zu, werden alle Marken neu gesetzt und das<dabei aufgelöst. -
Lässt sich ein Zustand in Marken gar nicht ausdrücken (etwa weil eine Fokusmarke
!!!ihren Knoten immer wieder hervorholt), wird lieber nichts geschrieben, als einen Text zu hinterlassen, der etwas anderes sagt als das Bild. Der Eingriff gilt dann je Knoten (Identität = Label-Pfad, wie bei „Was ist neu?“) und nur für die Sitzung; ein Dokumentwechsel setzt ihn zurück. -
Für den ganzen Baum gibt es im Diagramm-Kopf einen Durchschalter: Jeder Druck stellt die nächste von vier Voreinstellungen her, reihum —
- ab Größe M abwärts zugeklappt: jeder Knoten mit Kindern, dessen
angegebene Größe (§5)
Moder kleiner ist — offen bleibenL,XL,XXL. Ein Knoten ohne Größenangabe wird nicht zugeklappt: Der günstigste Pfad schätzt fehlende Größen zwar (unten), das ist aber eine Kostenannahme und keine Aussage des Autors. - alles abseits des günstigsten Pfads zugeklappt: jeder Knoten, durch dessen Teilbaum der günstigste Pfad (§9) nicht läuft — weder er selbst noch ein Unterknoten liegt auf ihm. Der Pfad bleibt vollständig sichtbar, alles Übrige steht als je ein eingeklappter Knoten da. Gerechnet wird dafür auch bei ausgeschaltetem Pfad-Umschalter — die Voreinstellung fragt nach dem Pfad, nicht nach seiner Anzeige.
- alles zugeklappt: jeder Knoten mit Kindern.
- alles offen.
Der Knopf zeigt als Icon und Tooltip den nächsten Schritt — also was Drücken tun wird, nicht was gerade gilt: Den Zustand hat man ohnehin vor sich (dieselbe Logik wie beim Bereichs-Umschalter auf kleinem Bildschirm).
- ab Größe M abwärts zugeklappt: jeder Knoten mit Kindern, dessen
angegebene Größe (§5)
-
Jede Voreinstellung beschreibt einen vollständigen Faltzustand — was sie nicht zuklappt, ist danach offen. Die Reihum-Position wird nicht gemerkt, sondern am Baum geprüft: Beschreibt der Baum nicht mehr den zuletzt hergestellten Schritt (jemand hat von Hand umgeklappt oder den Text geändert), beginnt der nächste Druck wieder bei 1. Geschrieben wird wie beim einzelnen Umklappen — ein einziger Rückgängig-Schritt je Voreinstellung. Siehe D44, D75.
-
Faltung ist reine Ansicht: Warnungen aus eingeklappten Teilbäumen werden weiter gemeldet (sie gelten dem Text), und der günstigste Pfad rechnet unverändert über den ganzen Baum.
-
Ein eingeklappter Knoten vertritt seinen Teilbaum auch auf dem günstigsten Pfad: Liegt darin noch offene Pfadarbeit (§9, Erledigtes zählt nicht), ist er deren tiefste noch sichtbare Station — die Linie führt zu ihm und endet dort mit einem Stationspunkt („hier drin liegt noch Pfad"). Ohne das überspränge sie den ganzen Zweig, als wäre dort nichts zu tun. Ist der verborgene Teilbaum dagegen fertig, bekommt der eingeklappte Knoten keinen Punkt — dort ist wirklich nichts mehr zu tun. Beim Aufklappen geben die Station wieder die Endknoten darunter. Das gilt auch, wenn der eingeklappte Knoten selbst nicht gebraucht wird, sein Teilbaum aber schon (etwa ein per
:#…gezogenes Ziel): Er ist dann der einzige sichtbare Griff auf nötige Arbeit und tritt deshalb auch nicht zurück. Bleibt so nur eine sichtbare Station übrig (etwa bei eingeklapptem Wurzelknoten), entfällt die Linie — durch einen einzelnen Punkt führt keine —, der Stationspunkt bleibt; sonst verschwände der Pfad ausgerechnet dort ganz, wo der Baum am dichtesten gefaltet ist. Gilt auch im Grafikexport. -
Export und Druck folgen der sichtbaren Faltung (dieselbe Regel wie beim „verworfene einblenden“-Filter): Verborgene Teilbäume fehlen, eingeklappte Knoten behalten die Kennzeichnung „▸ n“ — das Bild behauptet damit keine Vollständigkeit. Das ▾ offener Knoten ist ein Bedienelement und erscheint weder im Export noch im Druck.
Siehe D38.
Querverbindungen der Abhängigkeiten (:#…, §1)
Abhängigkeiten werden als optisch sekundäre Kanten gezeichnet: dünn,
blassgrau (#6B7A8C), gepunktet und geschwungen — Punktierung und
Krümmung unterscheiden sie doppelt von den Baumlinien (durchgezogen bzw.
gestrichelt, immer orthogonal) und halten sie zurückhaltend — auf einer
eigenen Zeichenebene hinter den Knoten, mit einer kleinen offenen
Pfeilspitze auf das Gebrauchte („braucht“-Richtung; ein Winkel aus zwei
Strichen, kein gefülltes Dreieck). Der Baum trägt weiterhin die Hauptaussage.
- Alle Kanten laufen hinter den Knoten durch, auch die hervorgehobenen: sichtbar in den Lücken, verdeckt vom Knoten selbst. Der Baum bleibt damit lesbar — eine Kante, die quer über fremde Knoten hinwegläuft, durchstreicht deren Beschriftung.
- Die Kanten des ausgewählten Knotens — Tastaturfokus im Diagramm, sonst der Knoten der Cursor-Zeile — sind in Tinte hervorgehoben, ein- wie ausgehende; sie liegen über den übrigen Kanten, aber unter jedem Knoten.
- Eingeklappte Knoten vertreten ihre Teilbäume auch hier (§9, Falten): Liegt ein Endpunkt — Quelle wie Ziel — in einem eingeklappten Teilbaum, endet die Kante am nächsten sichtbaren Vorfahren. Fallen beide Endpunkte in denselben sichtbaren Knoten zusammen, entfällt die Kante (sie sagte nichts mehr); mehrere so zusammengefallene Kanten desselben Paars werden zu einer. Kanten zu ausgeblendeten verworfenen Knoten (§4) entfallen weiterhin — der Verworfen-Filter ist eine Aussage über den Plan, keine Ansicht. Bei doppelter ID zielt die Kante auf die erste Vergabe (D36/D39).
- Ein Umschalter im Diagramm-Kopf (neben dem günstigsten Pfad) blendet die Querverbindungen ein und aus; Voreinstellung an, Zustand gemerkt.
- Die Basis-Kanten erscheinen auch im Grafikexport und im Druck, sofern der Umschalter an ist (beide folgen ihm wie den übrigen Ansichts-Filtern); die Hervorhebung ist Interaktion und erscheint nicht. Siehe D41, D75.
Grafikexport des Diagramms
Das Diagramm wird aus der Live-Geometrie in ein eigenständiges SVG (nur Formen
- Text, keine externen Ressourcen) nachgezeichnet. Zwei Icon-Schaltflächen:
- Kopieren — als PNG in die Zwischenablage. Es werden zwei Flavors
geschrieben:
image/png(das eigentliche Bild) undtext/htmlmit eingebettetem PNG. Fällt der Bild-Clipboard ganz aus (fehlendeClipboardItem-Unterstützung), wird der SVG-Quelltext kopiert. - Herunterladen — als Datei, zwei Schaltflächen mit Format-Label:
SVG (
werkbaum-diagramm.svg, Vektor) und PNG (werkbaum-diagramm.png, Raster). Der Datei-Weg ist der verlässliche Weg für Programme, die das Browser-Bild-Clipboard nicht erkennen. Manche Programme lesen auch das SVG nicht (z. B. LibreOffice) — dafür gibt es die PNG-Datei, die überall per „Bild einfügen“ importierbar ist. - Übernommen werden Knotenfarben (Status §4), Größen-Badge, Tags und der Geister-Knoten; die Verbindungslinien werden je Gate neu gezogen (und = durchgezogen Tinte, oder = gestrichelt Grau) und treffen die Knoten unabhängig vom Darstellungsmodus.
- Es wird genau die sichtbare Struktur exportiert (der „verworfene einblenden“-Filter wirkt auch hier).
Barrierefreiheit
Die visuell codierten Knoten-Eigenschaften werden für Screenreader in einem
sprechenden aria-label je Knoten zusammengefasst — Label, Status, Aufwand
(inkl. „(angenommen)“ bei implizit geschätzter Größe), Zuständige, ob der Knoten optional
(§3) und ob er verlinkt ist —, alles in der aktuellen UI-Sprache. Die rein visuellen Beiwerke
(Größen-Badge, Tags, ↗-Pfeil) sind aria-hidden, damit sie nicht kryptisch
doppelt vorgelesen werden. Alle Knoten sind fokussierbar (tabindex="0"
bzw. der Link selbst); die Fokusreihenfolge entspricht der Dokument-/
Lesereihenfolge (Wurzeln, dann Kinder in Tiefe). Ein sichtbarer
:focus-visible-Rahmen (Petrol) zeigt den Tastaturfokus. Der Warnungsbereich
ist eine Live-Region (role="status", aria-live="polite"), sodass neue
Warnungen (z. B. gemischte Gates) angesagt werden.
Druck
Ein @media print-Stylesheet reduziert die Seite auf das Diagramm:
Kopfzeile, Editor-Panel, Splitter, sämtliche Bedienelemente (Diagramm-Kopf),
Warnungen und Footer werden ausgeblendet; das Diagramm füllt die Seite und darf
über mehrere Seiten laufen. Die Statusfarben werden bewusst mitgedruckt
(print-color-adjust: exact), Knoten brechen nicht über den Seitenrand
(break-inside: avoid), und der Günstigster-Pfad-Overlay wird mitgedruckt.
Sehr breite Bäume laufen bei 100 % über die Seitenbreite hinaus — dann im
Druckdialog „an Seite anpassen“ bzw. Querformat wählen.
10. Beispiel (kanonisch)
%% Projektstruktur – Stand Sprint 14
[~] Website-Relaunch (XL) https://wiki.example.de/relaunch
- [x] Konzeption (M)
- [x] Zielgruppenanalyse (S)
- [x] Sitemap (XS)
- [~] Umsetzung (XL)
- [/] Frontend (S) https://git.example.de/frontend @anna
- [ ] Backend (L) @ben @carla
+ [?] Dark Mode (S) %% Zugabe, nicht erforderlich
- [ ] CMS-Anbindung (M)
| [ ] WordPress
| [?] Headless CMS
| [-] Eigenentwicklung %% Aufwand zu hoch
- [?] Hosting (M)
| Cloud
| On-Premise
11. Reservierte Erweiterungen (noch nicht implementiert)
Vergebene Zeichen und geplante Schreibweisen. Reserviert heißt: nicht anderweitig verwenden — nicht: schon entschieden. Die endgültige Schreibweise wird hier festgelegt, bevor sie gebaut wird; wo unten „offen“ steht, ist sie das auch. Begründung und Zusammenhang: D34.
Referenzen und Knoten-IDs (#)
#123,#US-123— Referenz auf externe Tickets (geplant für die Tracker-Integration). Ticket-Referenzen werden so notiert, weil es die etablierte Kurzschreibweise ist; sie haben unter den#-Verwendungen Vorrang. Ticket-Kennungen sind auch alphanumerisch (Taiga schreibt#US-123für eine User Story, Jira#ABC-123) — die Zeichenmenge der Knoten-ID (§1) deckt sie ab.#auth— Knoten-ID: umgesetzt, Definition jetzt in §1 (Zeichenmenge, Alleinstehend-Regel, WarnungduplicateId). Ziel für Abhängigkeiten und Beschreibungsblöcke (siehe unten).
Beide Rollen vertragen sich: Oft ist die Ticket-Kennung die natürliche
Knoten-ID. Als Ticket-Link behandelt wird ein Token nicht an seiner Form
(die frühere Heuristik „rein numerisch" trägt bei alphanumerischen Kennungen
nicht), sondern am Muster des angebundenen Trackers — konfigurierbar,
z. B. US-\d+/\d+ bei Taiga; festzulegen im Taiga-Spike (D34-Nachtrag).
Freie Schlagworte liegen nicht mehr auf # — siehe &tag unten; damit
ist die frühere Dreifach-Rolle von # aufgelöst (D34).
Schlagworte (&tag) — reserviert, bewusst ungebaut
&tag— freies Schlagwort: benennt eine Menge von Knoten quer zur Hierarchie (die ID benennt genau einen). Mehrere pro Zeile, Position egal, gleiche Zeichenmenge wie@name(§7: Unicode-Buchstaben, Ziffern,.,_,-).- Erkannt nur alleinstehend angesetzt (
(^|\s)&\w, wie!!!in §1) — „R&D“ und „Drag & Drop“ bleiben damit gewöhnliche Labels. - Niedrig priorisiert: Ohne ein Feature, das Schlagworte auswertet
(Filter-/Hervorheben-Linse, Taiga-Label-Sync), sind sie nur Kommentare mit
Extra-Syntax — gebaut werden sie erst zusammen mit dem ersten solchen
Konsumenten. Bis dahin gilt allein:
&nicht anderweitig vergeben.
Abhängigkeiten zwischen Knoten (:#auth,#api)
Die Schreibweise ist umgesetzt — Definition jetzt in §1 (Token-Vertrag,
Alleinstehend-Regel, Zyklen zulässig, Warnung unknownDep). Offen sind die
Konsumenten: der effektive Status, die Querverbindungen im Diagramm und
die Closure-Rechnung des günstigsten Pfads (alle drei unten).
Intrinsischer und effektiver Status
Umgesetzt — Rechenregel in §4 (Fortschritts-Rang, Minimum über die Abhängigkeits-Hülle), Darstellung in §9 (Knotenfarbe = effektiver Status, Diskrepanz-Marke unten links). Siehe D39.
Querverbindungen im Diagramm
Umgesetzt — siehe §9 (Querverbindungen der Abhängigkeiten): eigene SVG-Zeichenebene, gekrümmte blassgraue Kanten mit Pfeilspitze hinter den Knoten, Hervorhebung am ausgewählten Knoten. Begründung: D41.
Günstigster Pfad mit Abhängigkeiten
Umgesetzt — siehe §9 (Dependency Closure): Vereinigung statt Teilbaum, gemeinsam Gebrauchtes zählt einmal, erschöpfende Suche über die gekoppelten Gruppen mit benanntem gierigem Rückfall. Begründung: D42.
Knotenbeschreibungen (" und ---)
Umgesetzt — Schreibweise in §1 (Kurzform als "-Zeile, Langform als
ID-Blöcke im ----Beschreibungsteil), Anzeige in §9 (Tooltip, ”-Marke).
Entscheidung und verworfene Alternativen: D34-Nachtrag, D40.
12. Dateiendung
- Notationstexte tragen die Endung
.werkbaum, Kodierung UTF-8, Zeilenende LF. Beispiele:docs/examples/*.werkbaum. - Die Endung ist Konvention, kein Vertrag: Der Parser sieht nur Text, und
das Laden per
?sourceUrl=(§9) wertet weder Endung nochContent-Typeaus..txtund endungslose Dateien bleiben damit gültig. - Es gibt keinen registrierten MIME-Typ; wer selbst ausliefert, nimmt
text/plain; charset=utf-8(dann zeigt der Browser die Datei an, statt sie herunterzuladen). Siehe D24.
13. Agenten-Fassung (llms.md)
Eine englische Kurzfassung dieser Spezifikation für KI-Agenten (lesen
und schreiben) liegt als Markdown in frontend/public/llms.md und wird
von jeder Instanz unter der Site-Wurzel ausgeliefert
(https://werkbaum.javagil.de/llms.md); der Footer verlinkt sie neben der
Versionsnummer. Diese SPEC bleibt normativ: Bei Syntaxänderungen
wird die Agenten-Fassung im selben Zug nachgezogen (CLAUDE.md). Siehe D43.
Daneben liegt llms.txt — der Wegweiser der llms.txt-Konvention
(llmstxt.org): Name, ein Satz zur Sache und Links auf die Kurzfassung, diese
SPEC, den Editor und das Repo. Er ist bewusst kurz und rein ASCII, damit
er auch dort ankommt, wo ein Server die Kodierung nicht mitschickt. Die
Konvention meint mit llms.txt genau so einen Index, nicht den Inhalt
selbst — die Kurzfassung ist eine der „markdown files providing more detailed
information“, auf die er zeigt. Siehe D43-Nachtrag 2.