Commit Graph
12 Commits
Author SHA1 Message Date
mhoennig 627f6feca8 perf(live): Debounce 600 ms, Sync-Versionen nur noch 5 Minuten (D79)
Gemeldet: ~3 s Verzoegerung zwischen zwei Browsern. Zerlegt statt geraten -
von 1,73 s gemessenem Weg A->B entfallen 1,67 s auf die Wartezeit vor dem
Senden. Alles andere sind zusammen ~70 ms.

Zwei Verdaechtige sind freigesprochen: Der Server weckt den wartenden Feed
39 ms nach dem PATCH (isoliert per curl, ohne Browser), und der Apache der
produktiven Instanz haelt den Long-Poll die vollen 25 s durch und schliesst
sauber mit 204 - kein Fenster ohne offenen Feed, kein 5-Sekunden-Fehlerpfad.
Produktiv kommen ~130 ms Rundlauf je Anfrage dazu.

Der Debounce bleibt ein Debounce (kein Takt): Wer durchtippt, erzeugt
weiterhin keine Version. Der Grund fuer die 1,5 s stammte aus der
Rate-Limit-Disziplin des Etherpad-Konzepts - und Etherpad ist ausgebaut (D78).

Die Aufbewahrung zahlt die haeufigeren Pushes: Jede Version speichert den
ganzen Text, und die Frist entscheidet einzig, ob ein zurueckgefallener Client
ein Diff oder den Volltext bekommt. Nutzersichtbar sind die Meilensteine, und
die werden nie verdichtet; zurueckfallen kann nur ein ruhender Feed
(Hintergrund-Tab). Zusammen sinkt die Spitze je aktiv getipptem Dokument von
115 MB auf 24 MB (49-kB-Plan, Dauertippen).

Dabei gefunden: Eine Schreibpause laenger als die Frist war mit einer Stunde
der Ausnahmefall und ist mit fuenf Minuten der Normalfall. Dass die letzte
Sync-Version davor nicht verlorengeht, haengt allein daran, dass
recordHistory() zuerst befoerdert und danach verdichtet - sonst loeschte die
Verdichtung genau den Stand, den die Befoerderung gleich zum Meilenstein
gemacht haette. Die Reihenfolge hat jetzt eine Zusicherung; vertauscht faellt
genau der danach benannte Test.

Werkzeuggrenze notiert: Der Automatisierungs-Browser zeigt seine Flaeche nicht
an, Chrome drosselt Timer verborgener Seiten auf 1 Hz (gemessen: ein blanker
setTimeout(600) feuert nach 999-1053 ms). Ein Sub-Sekunden-Debounce ist dort
grundsaetzlich nicht messbar.

501 Frontend-Tests, 139 Backend-Tests.
2026-08-26 20:53:02 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 dea904814b fix(backend): Neustart gegen die eigene Datenbank, /info als Lebendprobe
Der Dienst lief einmal und stuerzte danach in einer Schleife: MODE=PostgreSQL
laesst H2 unquotierte Bezeichner klein anlegen, Liquibase sucht seine
Verwaltungstabellen gross, findet nichts, legt sie an — "Table
databasechangelog already exists". Der erste Start ging, jeder weitere nicht.
Gemessen mit dem echten Jar: ohne den Modus laufen beide. Liquibase auf
Kleinschreibung zu konfigurieren half nicht, es korrigiert den Namen selbst
zurueck — deshalb weicht der Modus ganz.

Die Testsuite konnte das nicht finden (jeder Test bekommt eine frische
In-Memory-DB), und der Regressionstest dafuer hat zweimal gelogen: erst reichte
er die URL als Default-Property herein, die die application.yaml ueberstimmt;
dann als Argument, aber damit pruefte er eine URL, die er sich selbst
ausgedacht hatte. Jetzt hat die URL einen Regler (werkbaum.data-dir), der Test
ueberschreibt nur den, und die Gegenprobe faellt.

Dieselbe Sorte Fehler eine Ebene hoeher: Die Testkonfiguration hiess
application.yaml und verdeckte damit die Hauptkonfiguration vollstaendig. Sie
ist jetzt eine Profil-Ueberlagerung.

Dazu GET /api/v1/info mit Name, Version und Bauzeitpunkt. Die Lebendprobe
erwartete bisher eine 404 von einem Dokument, das es nicht gibt — ein
erwarteter Fehler ist eine schlechte Zusicherung, dieselbe 404 liefert auch ein
falsch konfigurierter Proxy.

138 Backend-Tests. Gegenprobe: MODE=PostgreSQL zurueck -> genau der
Neustart-Test faellt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 19:02:51 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 78901793f0 fix(docs): Master-Passwort interaktiv hashen, nicht auf der Kommandozeile
Meine Anleitung schrieb `htpasswd -bnBC 12 "" PASSWORT` — und lieferte 401,
obwohl Hash und Konfiguration nachweislich stimmten. Die Ursache liegt vor dem
Hashen: Das Passwort steht dort ungeschuetzt in einer Kommandozeile, und die
Shell fasst es an. `ge$heim` wird zu `ge`, `ge heim` zu `geheim`; gehasht wird
etwas anderes als das, was man spaeter eintippt.

Richtig ist `htpasswd -nBC 12 ''` ohne -b: Es fragt zweimal nach, das Passwort
geht nie durch eine Shell und landet nicht in der History. Dazu eine direkte
Probe (htpasswd -v gegen den gespeicherten Hash), weil der Fehler wie ein
Konfigurationsfehler aussieht — alles Pruefbare stimmt, nur der Vergleich
schlaegt fehl.

Vier Stellen: deploy-backend.sh, beide READMEs, MasterPasswordProperties.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 18:37:46 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 08965157a1 feat(frontend): gemeinsam am Server-Dokument arbeiten (?live=, Schritt 6)
Der Editor fuehrt ein Dokument des Backends: laden, nach 1,5 s Ruhe das Diff
schicken, ueber einen offenen Abruf fremde Aenderungen einspielen — ohne
Neuladen, mit mitwandernder Schreibmarke. Dazu CORS im Backend; ohne das
blockiert der Browser jeden Aufruf.

Zwei Fehler hat erst der Live-Test gegen das laufende Backend gefunden, beide
an der Naht zwischen Modul und Verdrahtung (D54-Nachtrag 3):

Der Konflikt entstand nie. Mit laufendem Feed zieht die Schattenkopie staendig
nach, die eigene Basis ist also nie veraltet — der Server haette nie 409
geantwortet, und die fremde Zeile waere stillschweigend ueberschrieben worden.
Der Client prueft die Ueberschneidung jetzt selbst gegen den ungesendeten
Text; den kennt der Server nicht.

Die Nummer begann nach jedem Neuladen wieder bei 1, waehrend die Kennung
blieb — der Server hielt die erste echte Aenderung fuer eine Wiederholung und
tat nichts. Beides liegt jetzt im sessionStorage: je Tab, ueberlebt Neuladen.
Je Tab ist zugleich die richtige Aussage, zwei Tabs sind zwei Schreiber.

Nachgemessen im Browser: fremde Aenderung erscheint ohne Neuladen, Getipptes
erreicht den Server, beide Konflikt-Knoepfe tun was sie sagen, und die
Schreibmarke steht nach zwei fremd eingefuegten Zeilen darueber unveraendert
bei Zeile+2, Spalte 8. 518 Frontend-Tests, 135 im Backend.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 17:48:17 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 bc8850a518 feat(backend): Master-Passwort fuer die Dokumentenliste (Schritt 5)
GET /documents listet alle Dokumente und machte damit jede UUID auffindbar —
das Zugriffsmodell "unerratbarer Link" waere hinfaellig. Der Endpunkt
verlangt jetzt HTTP Basic; alles andere bleibt bewusst offen.

Ohne konfigurierten Hash ist die Liste ausdruecklich gesperrt (denyAll),
nicht offen: Ein vergessener Umgebungswert gaebe sonst jede UUID preis, und
niemandem fiele es auf, weil alles funktioniert. Bewusst als Regel und nicht
bloss als zufaelliges Passwort, das niemand kennt — der Unterschied ist
pruefbar: Mit dem Zufallspasswort blieb die Gegenprobe stumm, mit denyAll
faellt genau die danach benannte Zusicherung.

Die Sperre nach Fehlversuchen ist global statt je Adresse: Es gibt genau ein
Passwort, und hinter dem Reverse Proxy der Zielumgebung saehe der Server
ohnehin fuer alle dieselbe Adresse. Preis benannt (D76-Nachtrag 6).

135 Tests. Gegenproben: Schutz entfernt, Sperre entfernt, Voreinstellung
geoeffnet -> es faellt jeweils genau die danach benannte.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 17:30:10 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 741b41ef11 feat(backend): Aenderungsfeed per Long Polling (Schritt 4)
GET /documents/{id}/changes haelt die Anfrage offen und antwortet, sobald
sich etwas tut — kumuliertes Diff seit der bekannten Version, dazu die
Ereignisse mit ihrem Absender. Ist die Basis verdichtet oder hat der Client
noch gar nichts, kommt der Volltext statt der Operationen: ein Roundtrip und
ein Sonderzustand weniger als ein eigener Fehlerpfad.

Der Feed arbeitet auf der Historie, nicht am Dokument — ein geloeschtes
Dokument muss sein DELETED noch zustellen koennen.

Blockierend auf virtuellen Threads statt DeferredResult (D76-Nachtrag 5):
So behaelt der Endpunkt die aus der Spezifikation generierte Signatur, und
API-First bleibt fuer ihn unangetastet; ein Wartender kostet trotzdem fast
nichts. Geweckt wird nach dem Commit, nie davor, und ueber einen Stempel, den
der Aufrufer VOR dem Nachsehen liest — sonst ginge ein Signal aus der Luecke
dazwischen verloren.

122 Tests. Das Szenario "ein Wartender wird geweckt" misst die Dauer: Ohne
das bestuende es auch dann, wenn der Wartende bloss in den Timeout liefe und
danach die Aenderung vorfaende. Gegenprobe: Benachrichtigung entfernt ->
genau dieses Szenario faellt; Volltext-Rueckfall entfernt -> genau jenes.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 17:16:13 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 ae85503b79 feat(backend): PATCH /content — Diffs einreichen, rebasen, wiederholen (Schritt 3)
Der Server rebased selbst: Ist die Basis veraltet, ueberschneiden sich die
Operationen aber nicht mit den zwischenzeitlichen, verschiebt er sie und
akzeptiert. Reines Ablehnen fuehrte zu Starvation — ein Client mit hoher
Latenz kaeme bei fleissigen Mitschreibern womoeglich nie durch. 409 gibt es
nur bei echter Ueberschneidung, mit allem, was der Client zum Weiterarbeiten
braucht, ohne neu zu laden.

Pruefsumme ist Pflicht (422 bei Abweichung): Die Versionsnummer bestaetigt
nur, dass die Basis dieselbe Version ist, nicht dass beide Seiten sie gleich
lesen. clientId + seq machen den Aufruf wiederholbar — im Mobilnetz ist die
verlorene Antwort der Normalfall.

Die Sperre je Dokument liegt ausserhalb der Transaktion: innen gaebe der
Proxy sie vor dem Commit frei, und der naechste Schreiber laese einen Stand,
der noch nicht steht. Deshalb ist LiveEditingService nicht transaktional und
schreibt ueber DocumentService.

Was das Konzept offenliess, ist jetzt entschieden und in D76-Nachtrag 4
begruendet: die Randfaelle der Einfuege-Ueberschneidung, die Trennung von
400 und 422, die gedeckelte Idempotenz im Speicher.

104 Tests, davon 8 Cucumber-Szenarien fuer das Live-Editing. Gegenprobe:
Pruefsumme nicht geprueft, Idempotenz entfernt, veraltete Basis abgelehnt
statt verschoben -> es fallen jeweils genau die danach benannten.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 17:05:14 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 d5cdff6058 feat(backend): Historie in zwei Ebenen, gezielter Repository-Zugriff (Schritt 2)
Meilensteine sind die nutzersichtbare Historie und bleiben; Sync-Versionen
tragen die Diffs des Live-Editings und werden nach der Aufbewahrungsfrist
verdichtet (D76). Ohne die Trennung wuerde die Historie beim getakteten
Schreiben zum Transaktionslog.

Die Schreibpause braucht keinen Zeitgeber: Die naechste Aenderung stellt
fest, dass eine Pause war, und befoerdert die Version davor nachtraeglich.
Strukturelle Aenderungen sind immer Meilensteine.

Das Historie-Repository greift jetzt gezielt zu (eine Version, juengster,
aeltester, Meilensteine, maxVersion) statt stets alle Eintraege zu laden und
in Kotlin zu filtern — bei hunderten Volltext-Versionen je Dokument war das
untragbar. Restore liest den letzten Stand aus dem Tombstone: der ueberlebt
das Verdichten, die Version davor womoeglich nicht.

Dabei die D76-Unschaerfe aufgeloest: RESTORED heisst nur noch "ein
geloeschtes Dokument ist wieder da" (der Client hebt seine Sperre auf), der
Rueckfall eines lebenden Dokuments ist ROLLED_BACK.

81 Tests. Gegenprobe: Schreibpause ignoriert -> genau die danach benannte
Zusicherung faellt; Rueckfall wieder als RESTORED -> Unit- und
Cucumber-Test dazu; juengster Stand aus der Historie genommen -> genau einer.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 16:51:46 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 0f3bd8f5b8 feat(backend): Zeilen-Diff als reine Funktionen (Live-Editing, Schritt 1)
Anwenden, Berechnen, Rebasen und Pruefsumme in de.werkbaum.diff — ohne
Spring, damit die Regeln ohne Kontext pruefbar sind. Grundlage fuer
PATCH /content und den Aenderungsfeed (D76).

Beim Bauen entschieden, was das Konzept offenliess: Eine Einfuegung ist ein
Punkt ZWISCHEN den Zeilen und kollidiert nur mit dem Inneren eines fremden
Bereichs (start < index < end). Beide im Konzept genannten Folgen gelten
damit weiter — zwei Einfuegungen an derselben Stelle vertragen sich, eine
Einfuegung in einen geloeschten Bereich nicht —, aber die Raender bleiben
konfliktfrei: Wer eine Zeile ueber einer gerade geaenderten einfuegt,
bekommt keinen 409.

49 Tests. Gegenprobe: Rand-Regel auf halboffen mutiert -> genau die zwei
danach benannten Zusicherungen fallen; fremde Einfuegung an gleicher Stelle
nicht mitgezaehlt -> genau die eine.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 16:41:33 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 b6509ae537 test(backend): Kotest-Assertions statt JUnit, CLAUDE.md berichtigt
backend/CLAUDE.md sah Kotest-Assertions vor, der Code benutzte aber die
JUnit-Assertions. Umgestellt bei 25 Aufrufen in zwei Dateien - jetzt billig,
und Test-Abhaengigkeiten sind unkritisch, weil sie in keinem Artefakt landen.
Wo Kotest spezifischer ist, ersetzt es die handgeschriebenen Meldungen:
shouldContain statt assertTrue(contains, "..."), withClue nur noch dort, wo
der Kontext wirklich hilft.

Gegenprobe per Mutation: eine falsche Erwartung im Service-Test und eine im
BDD-Schritt lassen genau die danach benannten Tests fallen.

CLAUDE.md berichtigt: Das Backend ist nicht mehr "noch nicht bootstrapped",
die Konfiguration heisst application.yaml, die Schichten entsprechen dem
tatsaechlichen Aufbau, und die drei Spring-Boot-4-Fallen von heute sind
festgehalten, damit sie niemanden erneut treffen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 15:29:24 +02:00
mhoennigandClaude Opus 5 f3afc8dfa8 refactor(backend): Paketwurzel de.werkbaum, Tests auf RestTestClient
Das Backend-Geruest kam unter der Platzhalter-Wurzel com.example.editor
herein und widersprach backend/CLAUDE.md. Umgezogen nach de.werkbaum: 17
Kotlin-Dateien, Gradle-group, apiPackage/modelPackage der OpenAPI-Generierung,
die jacoco-Ausschluesse und das Cucumber-glue-Paket. Jetzt war es billig, mit
jeder Woche Entwicklung waere es teurer geworden.

Die BDD-Tests nutzen jetzt RestTestClient statt TestRestTemplate, das in
Spring Boot 4 als Auslaufmodell gilt. Weil Cucumber Senden und Pruefen
trennt, wird die fluent API nicht fuer Zusicherungen genutzt, sondern ueber
returnResult das Ergebnis festgehalten.

Nachgemessen: 22 Tests gruen, check inklusive Coverage-Verifikation besteht,
91,7 % Zeilenabdeckung, generierter Code weiterhin ausgeschlossen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 15:21:34 +02:00
mhoennig 0446e3d81e initial backend: Dokumente, Historie, API und Persistenz (D76)
- Liquibase-Schema (`document`, `document_history`) + Rollback-scripts
- Spring Boot with JPA-repositories, entities and services
- REST-API (`/documents`, `/documents/{id}`, `/documents/{id}/history`)
- OpenAPI-specifikation for CRUD-Operationen and history
- config files (`application.yaml`, `Liquibase`, H2 im PostgreSQL-Modus)
- preps for future live-editing/delta-updates
- Exceptions for conflikt- and not-found cases (409/404)
- keeping document hostory even after `delete` for RESTORE functionality
2026-08-26 12:56:27 +02:00