fix(backend): Neustart gegen die eigene Datenbank, /info als Lebendprobe

Der Dienst lief einmal und stuerzte danach in einer Schleife: MODE=PostgreSQL
laesst H2 unquotierte Bezeichner klein anlegen, Liquibase sucht seine
Verwaltungstabellen gross, findet nichts, legt sie an — "Table
databasechangelog already exists". Der erste Start ging, jeder weitere nicht.
Gemessen mit dem echten Jar: ohne den Modus laufen beide. Liquibase auf
Kleinschreibung zu konfigurieren half nicht, es korrigiert den Namen selbst
zurueck — deshalb weicht der Modus ganz.

Die Testsuite konnte das nicht finden (jeder Test bekommt eine frische
In-Memory-DB), und der Regressionstest dafuer hat zweimal gelogen: erst reichte
er die URL als Default-Property herein, die die application.yaml ueberstimmt;
dann als Argument, aber damit pruefte er eine URL, die er sich selbst
ausgedacht hatte. Jetzt hat die URL einen Regler (werkbaum.data-dir), der Test
ueberschreibt nur den, und die Gegenprobe faellt.

Dieselbe Sorte Fehler eine Ebene hoeher: Die Testkonfiguration hiess
application.yaml und verdeckte damit die Hauptkonfiguration vollstaendig. Sie
ist jetzt eine Profil-Ueberlagerung.

Dazu GET /api/v1/info mit Name, Version und Bauzeitpunkt. Die Lebendprobe
erwartete bisher eine 404 von einem Dokument, das es nicht gibt — ein
erwarteter Fehler ist eine schlechte Zusicherung, dieselbe 404 liefert auch ein
falsch konfigurierter Proxy.

138 Backend-Tests. Gegenprobe: MODE=PostgreSQL zurueck -> genau der
Neustart-Test faellt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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mhoennig
2026-08-26 19:02:51 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 78901793f0
commit dea904814b
17 changed files with 436 additions and 52 deletions
+62
View File
@@ -6386,6 +6386,68 @@ nichts. Der Test hat bewiesen, dass die richtigen Pfade *übergeben* werden,
nicht dass die Gegenseite sie versteht. Dieselbe Grenze wie in D25 und D72,
nur eine Ebene tiefer: Ein Stub prüft die eigene Seite der Naht.
**Nachtrag beim ersten Betrieb: `MODE=PostgreSQL` verhindert den Neustart.**
Der Dienst lief einmal und stürzte danach in einer Schleife: Liquibase legt
seine Verwaltungstabelle an, H2 antwortet „Table databasechangelog already
exists". In dem Modus schreibt H2 unquotierte Bezeichner **klein** (wie
PostgreSQL, dafür stand er in der URL); Liquibase sucht sie **groß**, findet
nichts und legt sie neu an. Der erste Start ging, jeder weitere nicht.
Gemessen, mit dem echten Jar und je frischem Verzeichnis:
| URL | zweiter Start |
|---|---|
| `MODE=PostgreSQL;DATABASE_TO_LOWER=TRUE` (bisher) | stürzt ab |
| dito, Liquibase-Tabellen kleingeschrieben konfiguriert | stürzt ab |
| **ohne `MODE=PostgreSQL`** | **läuft** |
Die zweite Zeile ist der Grund, warum der Modus ganz weicht statt Liquibase
umkonfiguriert zu werden: Liquibase korrigiert den Namen selbst wieder auf
Großschreibung. Verloren geht wenig — der Modus ließ H2 wie PostgreSQL
*aussehen*, das Schema kommt aber ohnehin aus einem Liquibase-Changelog, und
der Umstieg auf echtes PostgreSQL bleibt eine Frage von URL und Treiber.
**Warum die Testsuite das nicht gefunden hat, und was daraus folgt.** Jeder
Test bekam eine frische In-Memory-Datenbank; „starte noch einmal" kam nie vor.
Der Regressionstest dafür hat mich dann **zweimal hintereinander belogen**, und
beide Male auf dieselbe Art — er prüfte etwas anderes, als er behauptete:
1. Er reichte die JDBC-URL über `SpringApplicationBuilder.properties(…)`
herein. Das sind **Default**-Properties mit der *niedrigsten* Priorität; die
`application.yaml` überstimmt sie. Der Test lief die ganze Zeit gegen eine
andere Datenbank und meldete für jede Variante dasselbe Ergebnis.
2. Als Kommandozeilen-Argument gereicht wirkte die URL — aber jetzt prüfte der
Test eine URL, die er sich **selbst ausgedacht** hatte, während die
ausgelieferte ungeprüft blieb. Die Gegenprobe (Modus zurückbauen, muss
fallen) blieb prompt stumm.
Beides fiel nur auf, weil die Gegenprobe zum Verfahren gehört. Jetzt hat die
URL **einen** Regler — `werkbaum.data-dir` —, der Test überschreibt nur den,
und alles Übrige an der ausgelieferten URL steht unter Test. Mit
`MODE=PostgreSQL` zurück fällt genau die eine danach benannte Zusicherung.
Dieselbe Lehre eine Ebene höher: Die Testkonfiguration hieß
`application.yaml` und **verdeckte** damit die Hauptkonfiguration vollständig —
die Tests prüften eine Konfiguration, die in Produktion nie läuft. Sie heißt
jetzt `application-test.yaml` und ist eine Profil-Überlagerung.
**Eine Lebendprobe braucht einen eigenen Endpunkt.** Bis hierher fragte das
Deploy nach einem Dokument, das es nicht gibt, und hoffte auf **404**. Ein
erwarteter *Fehler* ist eine schlechte Zusicherung: Dieselbe 404 liefert auch
ein falsch konfigurierter Proxy. `GET /api/v1/info` antwortet stattdessen mit
Name, Version und Bauzeitpunkt — offen, ohne Nebenwirkung, und es sagt
zugleich, **welcher Stand** läuft. Die Daten kommen aus
`META-INF/build-info.properties` (Gradle: `springBoot { buildInfo() }`, Teil
des Boot-Plugins — keine neue Abhängigkeit) und sind optional: Wer aus der IDE
startet, hat die Datei nicht und bekommt „unbekannt" statt eines Fehlers.
**Das Passwort setzt jetzt ein eigenes Skript** (`scripts/reset-password.sh`).
Es fragt verdeckt nach, schickt das Passwort über **stdin** zum Server (nicht
als Argument — Argumente stehen in der Prozessliste, die auf einem geteilten
Host jeder lesen kann), hasht dort mit `htpasswd -i` und prüft anschließend
selbst mit `htpasswd -vi`, ob Hash und Passwort zueinander passen. Genau diese
Gegenprobe fehlte, als das erste 401 wie ein Konfigurationsfehler aussah.
**Nicht getestet, weil es nicht zu testen war:** Alles bis zur SSH-Grenze ist
gemessen — die erzeugte Unit ist mit `systemd-analyze verify` gültig, das Jar
startet mit **genau** den Flags der Unit in einer Sekunde, antwortet auf die
+9 -3
View File
@@ -116,7 +116,8 @@
- [ ] #be: Backend (XL)
- [/] #be.scaffold: Kotlin and Spring Boot scaffold (M)
- [^] #be.scaffold.gradle: Gradle Kotlin DSL, JDK 21 (S)
- [ ] #be.scaffold.ci: Health endpoint and CI (S)
- [x] #be.scaffold.info: An endpoint that says name and version (XS)
- [ ] #be.scaffold.ci: Continuous integration for the backend (S)
- [^] #be.docs: Documents on the server (L) :#be.scaffold
- [^] #be.docs.model: Text plus metadata, no structure format (M)
- [^] #be.docs.rest: REST endpoints (S)
@@ -768,9 +769,14 @@
The build itself: Kotlin DSL, one module, the current long-term-support
Java.
#be.scaffold.info
Something to ask "are you there, and which build is it?" — open and without
side effects. Expecting a 404 from a document that does not exist would be a
poor assurance: a misconfigured proxy returns one too.
#be.scaffold.ci
Enough to see that it lives: a health endpoint, and a pipeline that builds
and tests it on every push.
A pipeline that builds and tests the backend on every push, like the editor
has. The "is it alive" half moved out into its own node and is done.
#be.docs
Documents on a server instead of in one browser. Text plus metadata —