Der Editor kann jetzt mehrere Notationstexte halten und zwischen ihnen
umschalten. Der Name des aktiven Dokuments ersetzt die feste Beschriftung
„Struktur (Text)" und öffnet als Dropdown den Wähler mit Wechseln, Neu,
Umbenennen und Löschen.
- Datenmodell (noch kein Backend): Dokumente als [{id,name,text}] in
localStorage (werkbaum-docs), aktives per id in werkbaum-active; der
aktive Text bleibt zusätzlich in werkbaum-src gespiegelt.
- Migration verlustfrei: fehlt werkbaum-docs, wird der bestehende Einzeltext
(oder INITIAL) in ein Dokument gepackt. Reset und Löschen des letzten
Dokuments säen das Beispiel neu.
- Jedes Dokument ist nur Text + Name (kein Strukturformat, D14) —
vorwärtskompatibel zum geplanten Backend (D13). Ansichts-State (Modus,
Zoom, Aufteilung) bleibt global.
- i18n in allen 9 Sprachen; Doc-Namen bleiben Nutzerdaten (nicht übersetzt).
- Dokumentiert als ADR D22 (DECISIONS.md) + frontend/CLAUDE.md.
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
23 KiB
Entscheidungen (ADR-Kurzform)
Festgehaltene Design-Entscheidungen samt Begründung. Bei Änderungen: Eintrag ergänzen, nicht löschen.
D1 — | für Oder-Zerlegung, - für Und-Zerlegung
| bedeutet in Regex und BNF-Grammatiken bereits „oder“ und ist damit
selbsterklärend. - ist das gewohnte Markdown-Listenzeichen für „normale“
Teilpakete. Das Gate steckt im Aufzählungszeichen der Kinder, nicht in einer
Annotation am Parent — lokal lesbar, trivial parsebar.
D2 — Status als erweiterte Markdown-Task-Checkbox
GitHub-Markdown kennt [ ]/[x]; die Erweiterung auf [?] [~] [/] [^] [-]
wirkt sofort vertraut. Mnemonik: ? vage, leeres Kästchen = todo, ~ gängige
In-progress-Konvention, / = halbes x, x = erledigt, ^ = „nach oben
deployed“, - = durchgestrichen.
D3 — Begriff „Durchstich“ für den Zwischenstatus
Zustand zwischen „in Arbeit“ und „fertig“: durchgängig funktionsfähig und vorführbar, Feinarbeiten offen. „Durchstich“ ist als Fachbegriff (Tunnelbau, End-to-End-Slice in der Softwarearchitektur) etabliert. Verworfene Alternativen: „Feinschliff“, „Richtfest“, „vorführbereit“, „Beta“.
D4 — Begriff „verworfen“ statt „gestrichen“
Beschreibt die bewusste Entscheidung gegen eine Option — besonders passend für Any-of-Alternativen. Default ausgeblendet, Toggle „verworfene einblenden“.
D5 — Farb-Logik folgt dem Risiko, nicht dem Fortschritt
Rosé = Kosten investiert, Risiko hoch (in Arbeit). Pastellgelb = läuft, Restrisiko klein (Durchstich). Flieder = geplant (Absicht, nichts investiert, zwischen Grau der Idee und Rosé der Arbeit). Ergebnis-Skala: grau → flieder → rosé → gelb → grün → blau.
D6 — Größe in Klammern, URL nackt, Personen mit @
(M) liest sich wie ein Kleidungsetikett. URLs werden ohne Link-Syntax
erkannt (einfach einfügbar); die URL wird vor den @-Tags extrahiert,
damit https://user@host/… nicht kollidiert. @ ist die universelle
Mention-Konvention (GitHub, Slack, Jira).
D7 — %% als Kommentarzeichen
Mermaid-Konvention; hält den Weg zum Mermaid-Plugin frei. // scheidet wegen
URLs aus, # bleibt für Referenzen/Tags reserviert, <!-- --> ist zu sperrig.
D8 — Untergliederungspflicht ab M sichtbar machen
Fehlende Zerlegung wird nicht nur gemeldet, sondern gezeigt: Geister-Knoten „Untergliederung fehlt“ hängt genau dort, wo der Ast weitergehen müsste. Verworfene Elemente sind ausgenommen. Werden alle Kinder eines M+-Elements verworfen und ausgeblendet, erscheint der Platzhalter wieder (es braucht eine neue Zerlegung) — gewollt.
D9 — Transponierte Darstellung mit unterschiedlichen Austrittsseiten
Im vertikalen Modus tritt all of rechts aus dem Parent aus (LR-Baum), any of unten links. Austrittsseite + Linienstil (durchgezogen/gestrichelt) codieren das Gate doppelt; Beschriftungen werden nie rotiert.
D10 — Abzweige zielen auf Knotenmitte, nicht Teilbaummitte
Feste Knoten-Zeilenhöhe macht die Anschlusshöhe deterministisch (23 px). Behebt „ins Leere laufende“ Linien bei eingerückten Unterbäumen.
D11 — Technologie: Vanilla HTML/CSS/JS, eine Datei als Prototyp
Keine Frameworks, kein Build-Zwang. Parser ~30 Zeilen, Renderer erzeugt
verschachtelte ul.and/ul.or; Linien via CSS-Pseudo-Elemente. Modularisierung
(Parser/Renderer/UI getrennt + Tests) ist der geplante nächste Schritt.
D12 — Name „Werkbaum" und Marke aus der Notation
Name: „Werk" + „Baum" = wörtlich der WBS-Baum; funktioniert als npm-Paket,
CLI-Befehl und Mermaid-Schlüsselwort (werkbaum, kleingeschrieben in
Code-Kontexten). Verworfene Kandidaten: Astrein, undoder, Aufriss, Gabelung.
Marke: Miniatur des Diagramms (K2) in zwei Orientierungen analog zu den
Darstellungsmodi — Hochformat als Primärzeichen, transponiert als
Sekundärzeichen. Nur Tinte + Petrol; durchgezogen = und, gestrichelt = oder;
Pastelltöne bleiben Statusfarben. Details: brand/BRAND.md.
D13 — Backend in Kotlin/Spring Boot, Monorepo-Struktur
Backend als Kotlin/Spring-Boot-Anwendung (Gradle Kotlin DSL, JDK 21),
entwickelt in IntelliJ IDEA Ultimate. Monorepo mit frontend/ und backend/;
CLAUDE.md dreistufig: Wurzel für Querschnitt, je eine pro Teilprojekt
(wird von Claude Code pfadbezogen geladen). Kein Node- oder Python-Backend.
D14 — Parser-Hoheit liegt beim Frontend, SPEC ist normativ
Der Notationstext ist das führende Datenformat. Das Backend parst die Notation nicht; es speichert den Text als Ganzes und bedient Integrationen über explizite Metadaten. Wird Backend-Parsen später doch erforderlich, gilt: docs/SPEC.md ist normativ, beide Parser testen gegen dieselben Fixtures (SPEC §10) — es darf keine zweite, abweichende Grammatik entstehen.
D15 — Kompakter Modus + graue Any-of-Linien in allen Modi
Der vertikale Modus (D9) lässt „all of“ rechts austreten — formal sauber, aber breit. Der zusätzliche Modus kompakt führt beide Gates nach unten (minimale Breite) und unterscheidet sie nur noch über den Linienstil: durchgezogen = und, gestrichelt = oder. Auswahl dreistufig „horizontal/vertikal/kompakt“ statt Toggle, da es nun drei sich ausschließende Darstellungen sind.
Zugleich wird das Petrol im Diagramm ganz aufgegeben: die any-of-Linien
(Sammelleiste und Abzweige) und auch der Rahmen der Alternative-Knoten
sind in allen Modi gestrichelt bzw. gerahmt in Grau (#6B7A8C). Die
frühere durchgezogene Petrol-Sammelleiste und der petrolfarbene Knotenrahmen
entfallen. Begründung: Das Gate ist bereits durch den Linienstil (gestrichelt)
und die Anordnung codiert; die zusätzliche Signalfarbe wirkte laut und ließ die
durchgezogene Hauptlinie optisch mit „all of“ konkurrieren. Grau tritt zurück,
die gestrichelte Führung bleibt eindeutig. D12/BRAND — „durchgezogen = und,
gestrichelt = oder“ — gilt für das Markenzeichen unverändert (Logo behält
Petrol); im Diagramm trägt allein der Linienstil die Gate-Codierung.
D16 — Deployment über GitHub Pages via Actions-Workflow
Der Editor ist eine einzelne statische Datei (D11) — GitHub Pages genügt, kein
eigener Server nötig. Veröffentlicht wird über den offiziellen Actions-Weg
(actions/upload-pages-artifact + actions/deploy-pages, permissions: pages/id-token, concurrency: pages) statt über den gh-pages-Branch: kein
Zusatzbranch, OIDC statt Deploy-Key, Trigger bei Push auf main und manuell.
Der Test-Step (Vitest, Phase 1) ist als Platzhalter auskommentiert vorbereitet.
Pfad-Entscheidung: frontend/index.html referenziert Favicon und
MIT-Lizenz relativ mit ../ (../docs/brand/favicon.svg, ../LICENSE) — von
der Wurzel-URL aus zeigten diese über die Site hinaus. Statt die Quelldatei zu
ändern (D14/CLAUDE: „Editor nicht refaktorieren“) zieht der Workflow die
../-Pfade nur auf der Site-Kopie gerade (sed) und legt die referenzierten
Dateien passend ab: index.html an die Wurzel, docs/brand/ und LICENSE
daneben. So bleibt die Quelle unverändert (lokal weiter per file:// und
Dev-Server nutzbar), und veröffentlicht wird nur das Nötige — backend/ und die
übrigen docs/ bleiben außen vor.
Versionsnummer: Major.Minor steht in der Datei VERSION und wird per
bewusstem Bump-Commit gepflegt; die Micro-Stelle leitet der Build aus
der Anzahl der Commits seit dem letzten VERSION-Bump ab
(git rev-list --count <VERSION-Commit>..HEAD) und ersetzt sie per sed nur
auf der Site-Kopie im Footer. Bewusst aus der Commit-Historie statt aus der
Run-Nummer (Vorentscheidung, verworfen): vollständig aus dem Repo
reproduzierbar, monoton, ohne zurückgeschriebenen Commit/Tag und ohne
selbstauslösenden Deploy-Zyklus. Die Micro-Stelle beginnt nach jedem Bump wieder
bei 0 (SemVer-artig). Nötig ist ein vollständiger Klon (fetch-depth: 0), sonst
zählt der flache CI-Klon nur einen Commit. 1.0 bleibt die Version beim lokalen
Öffnen (Platzhalter im Quelltext). Im Footer sind Name und Nummer getrennte
Links: „Werkbaum" → Repo-Startseite, die Versionsnummer (<a class="ver">) →
exakt der deployte Commit (…/commit/<sha>, im Build via git rev-parse HEAD).
Build-Hinweis (Vorschau / „latest build"): Nicht-produktive Builds tragen
hinter dem Titel ein kleines Symbol samt Tooltip, damit klar ist, dass es nicht
die eigentliche (stabile) Instanz ist. Drei Zustände, gesteuert per Vite-Env
VITE_BUILD_BADGE (Auswertung in app.js, mountBuildBadge):
- Dev-Server (
import.meta.env.DEV) → 🔧 „Vorschau – lokaler Entwicklungsstand". - Default-Build
npm run build(Env ungesetzt) → 🚧 „latest build …". Der GitHub-Pages-Deploy nutzt genau diesen Default und trägt den Hinweis dadurch automatisch — keinesed-Injektion mehr nötig. - Produktions-Build
npm run build:prod(Vite-Modusprod,frontend/.env.prodsetztVITE_BUILD_BADGE=none) → kein Badge; esbuild eliminiert den Zweig als toten Code, das Symbol steht dann nicht einmal mehr im Ausgabe-Quelltext.
Damit trägt einzig die echte produktive Installation keinen Hinweis. Warum in
die App-Quelle statt per Workflow-sed (frühere Lösung): Nur so sieht der
Dev-Server den Hinweis ebenfalls — ein Post-Build-sed erreicht den Dev-Server
nicht, der die Quelle direkt ausliefert. Die Umkehrung „Hinweis ist der
Normalfall, Prod schaltet ab" passt zudem zur Anforderung (nur Prod bleibt sauber)
und macht den Default sicher: wer den Prod-Schritt vergisst, veröffentlicht einen
sichtbar als Entwicklungsstand markierten Build, nicht versehentlich einen als
stabil wirkenden. Bewusst kein i18n-UI-Text im I18N-Objekt (kein
Produkt-Feature, sondern Build-Metainformation; D14) — der title ist knapp
zweisprachig (DE · EN).
Self-hosted Deploy (scripts/deploy-prod.sh): Für eine eigene produktive
Installation (nicht GitHub Pages) baut das Skript per npm run build:prod
(badge-frei), stellt lokal dasselbe zusammen wie der Pages-Workflow (LICENSE
danebenlegen + ../LICENSE-Link geradeziehen, Footer-Version + Commit-Link) und
spiegelt es per rsync --delete über SSH ins Zielverzeichnis (nichts Altes bleibt
stehen). Die Zusammenstell-Schritte (dieselben drei sed-Regeln) liegen bewusst
in beiden — Workflow und Skript —, weil GitHub Pages die dist/ selbst baut
und der SSH-Weg keinen Pages-Runner hat; bei Änderungen an den sed-Regeln beide
Stellen nachziehen (Anker <a class="ver"> / ../LICENSE).
(Nummerierung: D15 war bereits für den kompakten Modus vergeben, daher D16.)
D17 — Kleiner Bildschirm: ein Bereich, kompakte Legende & Sprachwahl
Auf schmalen Viewports (≤ 640 px) ist für beide Bereiche kein Platz. Diagramm
und Editor werden gestapelt und über den Splitter stufenlos geteilt (frei
ziehbar, jederzeit erneut verstellbar); die beiden Titelzeilen bleiben immer
stehen (Grid-Zeilen-Minima = gemessene Kopfhöhen), ein Tipp auf eine
Titelzeile klappt dieses Panel ganz aus. Das frühere diskrete Modell (Snap in
Minimier-Zustände 'a'/'b') führte auf dem Smartphone zu zwei Fehlern: nach dem
ersten Ziehen rastete der Splitter in eine feste Aufteilung und war nicht mehr
zu bewegen (die Titelzeile im Snap-Rand fing jeden weiteren Zug ab), und der
Titelzeilen-Tap funktionierte nur im collapsed-Zustand — nach einem freien Zug
also gar nicht. Deshalb auf Mobil ein kontinuierliches Modell ohne Snap/
Collapse (--drow frei geklemmt, Tap setzt sie aufs Extrem); Desktop behält das
diskrete Modell samt Fenster-Buttons.
Die Legende wird von der Bereichs-
Umschaltung entkoppelt und über einen eigenen Umschalter im Editor-Kopf
gesteuert — das dauerhafte „AGENDA“-Band kostet sonst zu viel Höhe. Die
Sprachleiste zeigt eingeklappt nur die aktive Sprache; ein Tipp klappt die
volle Leiste als Overlay über die Kopfzeile auf (rechtsbündig, z-index,
verdeckt die übrigen Elemente statt die Zeile umzubrechen), nach der Auswahl —
oder einem Tipp daneben — klappt sie wieder ein. So bleibt die Kopfzeile schmal
und die vollständige Sprachliste dennoch erreichbar (frühere Lösung
„EN + aktive + …“ ersetzt). Voreinstellung ist Vollbild (maximale Fläche). Umgesetzt über die Klasse body.mobile (per
matchMedia), damit CSS und JS denselben Schwellwert teilen; die Vollbild-
Voreinstellung greift nur, wenn noch keine gespeicherte Nutzerwahl vorliegt
(eine bewusste Abschaltung bleibt so erhalten, siehe localStorage-Persistenz).
D18 — Günstigsten Pfad per Inversion zeigen, fehlende Größe = M
Der kostengünstigste Weg durch den Baum wird hervorgehoben (Umschalter im Diagramm-Kopf, Default an, Zustand persistiert). Nötig sind bei all of alle Kinder, bei any of nur die günstigste Alternative (kleinste rekursive Kosten; Gleichstand ⇒ erste).
Darstellung per Inversion, nicht per Betonung: Getestet wurde zuerst ein doppelt dicker Rand an den nötigen Knoten. Da der Baum aber fast überall all-of ist, war damit fast alles dick umrandet — das Signal lag ohnehin nur in der Abwesenheit des Rands bei den ausgeschlossenen Alternativen. Deshalb wird invertiert: die nicht benötigten Knoten (nicht-gewählte any-of-Alternativen samt Teilbaum) treten zurück (blass, entsättigt), der Pfad hebt sich von selbst ab. Kein Zusatzrahmen, weil die Knoten-Ecken (Größe, Tags, ↗) schon dicht sind.
Fehlende T-Shirt-Größe wird für die Kostenschätzung als M gewertet — die
kleinste Größe mit Untergliederungspflicht (§5/D8), also die konservative
Annahme „mindestens M". Damit sind auch ungrößte Alternativen vergleichbar.
Wo M nur implizit angenommen ist, zeigt der Knoten ein invertiertes
Größen-Badge (weiß mit Petrol-Rand statt gefüllt) samt Tooltip, damit die
Annahme sichtbar und von einer echten (M)-Angabe unterscheidbar bleibt. Die
Größen-Semantik in SPEC §5 bleibt unberührt (die Wertung gilt nur der
Pfad-Kostenrechnung).
Pfad-Linie + Stationspunkte (U-Bahn-Plan): Zusätzlich zur Inversion fädelt eine gestrichelte, geschwungene Petrol-Linie durch die Endknoten des Pfads. Sie liegt hinter den Knoten (kräftig in den Lücken), mit einer abgetönten Kopie davor (deutet den Verlauf beim Durchschreiten eines Knotens nur an — Alternative zum harten „über allem"). Problem dabei: läuft die Linie durch Fremd-/Zwischenknoten, ist nicht unterscheidbar, ob diese dazugehören (besonders im kompakten Modus). Lösung: ein blasser, großer Stationspunkt nur an den echten Blättern — durchquerte Knoten bleiben punktlos. Blass+groß statt klein+satt, damit der Knotentext lesbar bleibt. Alles auch im Grafikexport (hinten/vorne-Schichtung nachgezeichnet).
Layout: all-of unter any-of (horizontal). Zerlegt eine any-of-Alternative selbst wieder all-of (z. B. „Web+Nativ" → Web + Android + iOS), würde der breite horizontale Fächer den Alternativknoten zentrieren und samt Elternbaum weit nach rechts schieben. Deshalb wird dieser Teilbaum nur horizontal schmal transponiert gestapelt (Kinder untereinander, linker solider Verteiler — wie im kompakten Modus), passend zur gestapelten any-of-Spalte darüber. Kompakt führt all-of ohnehin nach unten (Knoten bleibt oben, Abzweig bei 23 px passt).
Vertikal dagegen behält den zentrierten Rechts-Fächer: li.has-and legt
den Alternativknoten align-items:center vertikal mittig zu seiner
Kindergruppe. Dann sitzt aber auch der einkommende any-of-Abzweig nicht mehr
bei 23 px, sondern muss auf die Knotenmitte (50 %) zeigen — sonst ist der
Knoten von seiner Linie von oben abgetrennt. Fix: ul.or>li.has-and bekommt
vertikal symmetrisches Padding (Mitte bleibt bei 50 %), der Abzweig
(::before) und die Rail-Endkante (:last-child::after) werden auf 50 %
gesetzt — analog zu den bereits zentrierten all-of-Zwischenknoten.
D19 — Modularisierung mit Vite-Bündelung zu einer self-contained Datei
Das Nahziel „tragfähige Codebasis" (ROADMAP) verlangt, den Single-HTML-
Prototyp in headless nutzbare Module (parser, model, render, app) zu
zerlegen und gegen SPEC zu testen. Die Zwickmühle: modulare Einzeldateien,
file://-Tauglichkeit (D16) und kein Build (D11) sind nicht gleichzeitig
erfüllbar — ES-import über file:// blockt der Browser (CORS).
Entscheidung: Vite als Bündler/Testrunner. frontend/src/*.js sind echte
ES-Module und die Quelle der Wahrheit; frontend/index.html lädt im Dev-Server
per <script type="module">. npm run build (Vite + vite-plugin-singlefile)
inlint alle Module, das CSS und das Favicon (als data:-URI) in eine
dist/index.html — damit bleibt das file://-Versprechen aus D16 erhalten
(die gebaute Datei ist standalone), und der Deploy lädt nichts extern nach.
Damit wird D11 („kein Build-Zwang") bewusst aufgeweicht: Zum Weiterent wickeln/Testen braucht es nun Node + Vite (Dev-Abhängigkeiten, keine Laufzeit-Abhängigkeiten — das Ergebnis ist reines HTML/CSS/JS ohne Framework). Das Ergebnis bleibt im Geist von D11: eine einzelne, framework-freie Datei, die überall ohne Server läuft. Verworfene Alternativen:
- ES-Module ohne Build: bräche
file://(Dev-Server-Zwang lokal) — verwarf der Nutzer, weil das lokale Öffnen erhalten bleiben soll. - Klassische
<script>+Globals: hieltefile://ohne Build, ist aber kein echtes ESM und erschwert headless-Tests/Tree-Shaking.
Deploy (D16-Fortschreibung): Der Pages-Workflow richtet Node ein, führt
npm ci + npm test (Vitest) + npm run build aus und nimmt
frontend/dist/index.html. Die frühere sed-Kur der ../docs/brand/-Pfade
entfällt (Favicon inline); nur der Laufzeit-Link ../LICENSE und die
Footer-Version werden weiter auf der Site-Kopie gesetzt. Schlägt der Testlauf
fehl, wird nicht deployt (der frühere auskommentierte Platzhalter ist nun
aktiv).
(Favicon-Inlining: ein kleiner transformIndexHtml-Plugin in vite.config.js
liest ../docs/brand/favicon.svg und ersetzt den <link rel="icon"> durch eine
data:-URI — so bleibt die Brand-Quelle unverändert und die Ausgabe eine
einzige Datei.)
D20 — Schriften lokal einbetten statt von Google Fonts laden
Die Seite lud IBM Plex Sans/Mono über einen <link> von fonts.googleapis.com
(zzgl. Font-Dateien von fonts.gstatic.com). Das überträgt bei jedem
Seitenaufruf die IP-Adresse des Besuchers an Google (USA) — ohne
Einwilligung und ohne Notwendigkeit (vgl. LG München I, 3 O 17493/20). Das
widerspricht einer datensparsamen Datenschutzerklärung ohne Drittanbieter-
Einbindung und zugleich dem Selbstverständnis aus D19/SPEC §9 („keine externen
Ressourcen").
Entscheidung: Schriften self-hosten. Die tatsächlich genutzten Schnitte
(Sans 400/500/600, Mono 400/500) liegen als woff2 unter
frontend/src/fonts/, eingebunden per @font-face in style.css mit
font-display:swap. Bezogen aus den OFL-lizenzierten @fontsource-Paketen
(nur per npm pack gezogen — keine neue Projekt-Abhängigkeit; die Dateien
sind eingecheckte Assets), Lizenztext in fonts/OFL.txt. Subsets latin +
latin-ext mit den unicode-range-Werten von fontsource decken DE/EN/ES/FR/PL;
nicht-lateinische UI-Sprachen (RU/HI/ZH/JA) fielen schon vorher auf system-ui
zurück (IBM Plex latin enthält diese Schriftsysteme nicht), also keine
Regression. Der Dev-Server liefert die woff2 lokal aus; vite build inlint
sie als data:font/woff2-URIs in die eine dist/index.html (D19) — der
deployte Stand macht damit keinen externen Request mehr (verifiziert: 0
Treffer googleapis/gstatic, 10 inline-woff2). Kostet ~204 KB Fonts
(dist 89 → 320 KB, gzip ~208 KB) — bewusst in Kauf genommen für Datenschutz und
Standalone-Tauglichkeit (file://).
Verworfene Alternative: Google-Link ersatzlos streichen und nur die System-
Schrift (system-ui) nutzen — spart die 204 KB, gibt aber die einheitliche
Markentypografie (IBM Plex, BRAND) auf.
D21 — UI-Default-Sprache aus der Browsersprache, Fallback Deutsch
Ohne gespeicherte Nutzerwahl (werkbaum-lang) richtet sich die Anzeigesprache
nach der Browsersprache: die erste aus navigator.languages, für die eine
Übersetzung existiert (nur der Primär-Subtag zählt, de-AT→de,
zh-Hans-CN→zh); trifft keine zu, bleibt Deutsch der Fallback
(detectLang() in app.js). Zuvor war der Default fest 'de', unabhängig vom
Browser.
Begründung: Ein spanisch- oder englischsprachiger Erstbesucher sah bislang ohne
Not eine deutsche Oberfläche. Die Erkennung greift auch nach dem Reset
(löscht werkbaum-lang, lädt neu → selber Pfad). Deutsch bleibt Quellsprache
(CLAUDE: neue UI-Texte zuerst auf Deutsch) — das betrifft die Autoren-/Pflege
seite und ist unabhängig vom Anzeige-Default für Besucher. Eine bewusste
Sprachwahl überschreibt die Erkennung dauerhaft (Persistenz in werkbaum-lang).
D22 — Mehrere Dokumente client-seitig, Wähler in der Editor-Titelzeile
Der Editor kann mehrere Notationstexte halten, zwischen denen umgeschaltet wird
(z. B. verschiedene Projekte/Bäume). Umgesetzt ohne Backend (noch keins,
D13): die Dokumente liegen als [{id, name, text}] im localStorage
(werkbaum-docs), das aktive per id in werkbaum-active. Der aktive Text
wird zusätzlich in werkbaum-src gespiegelt (Abwärtskompatibilität + Migration).
Platzierung: Dropdown in der Editor-Titelzeile. Der Name des aktiven
Dokuments ersetzt die statische Beschriftung „Struktur (Text)" und ist
zugleich der Auslöser eines Dropdowns zum Wechseln, Anlegen (+ Neu),
Umbenennen und Löschen. Begründung: Der Wähler bestimmt, welchen Text man
bearbeitet — er gehört auf das Textpanel, nicht ins Diagramm. Verworfen:
Kopfzeile oben (schon eng, besonders mobil) und Tab-Leiste (kostet eine
ganze Zeile Höhe, D17, und skaliert nicht über ~5 Dokumente). Ein Dropdown
skaliert und passt zum bereits etablierten Overlay-Idiom (Sprache/Download, D17).
Auf kleinem Bildschirm öffnet dasselbe Menü als absolut positioniertes Overlay
unter der Titelzeile.
Vereinbarkeit mit D14 (Text ist das führende Format): Jedes Dokument ist nur
ein Notationstext plus name (Metadatum) — kein erfundenes Strukturformat.
Damit ist das Modell vorwärtskompatibel zum geplanten Persistenz-/Taiga-Backend
(D13/D14: „Text als Ganzes + explizite Metadaten"): „mehrere Dokumente" bildet
1:1 auf „mehrere gespeicherte Notationstexte mit Name/id" ab; der localStorage-
Array ist der client-seitige Platzhalter, bis das Backend existiert.
Migration & Reset: Fehlt werkbaum-docs, wird der bestehende Einzeltext
(oder INITIAL) verlustfrei in ein Dokument gepackt (Name in der erkannten
UI-Sprache, docDefaultName). Der Reset löscht wie bisher alle werkbaum-*-
Schlüssel → beim nächsten Laden greift dieselbe Migration. Wird das letzte
Dokument gelöscht, entsteht wieder das Beispiel-Dokument (INITIAL). Die
GUI-Ansichts-Einstellungen (Modus, Zoom, Aufteilung; werkbaum-ui) bleiben
bewusst global über alle Dokumente — pro-Dokument-Ansichtszustand wäre eine
spätere Erweiterung.