Kurzform (Nutzer-Entscheidung): eine neue Zeile mit `"` unter dem Knoten — eigenes Zeichen statt Einrückung, weil Einrückung Hierarchie bedeutet; Leerraum-Regel wie bei =, >/<, damit "Zitat"-Labels unberührt bleiben. Langform (Nutzer-Entscheidung): hinter einem `---`-Trenner nach YAML-/Frontmatter-Vorbild eröffnen ID-Zeilen (#auth) Blöcke, deren eingerückte Zeilen der Text sind — kein Schlusszaun, der vergessen werden könnte; die Wurzelknoten-Regel endet am Trenner, darum braucht dort keine Zeile ein Zeichen. Fehlertoleranz: verwaiste/uneingerückte Zeilen im Beschreibungsteil warnen zeilengenau — ein versehentlicher Trenner macht sich laut bemerkbar. SPEC §11, TASKS, ROADMAP und Plan nachgezogen; damit ist die letzte offene Schreibweise der fünf D34-Erweiterungen fest. Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
10 KiB
Roadmap
Nahziel: tragfähige Codebasis
- Single-HTML-Prototyp (
index.html) in Module zerlegen:parser,model,render,app. Parser und Renderer müssen headless (ohne DOM-Editor) nutzbar sein — Voraussetzung für alle Integrationen. - Testsuite gegen
docs/SPEC.md(kanonisches Beispiel als Fixture).
Mermaid-Plugin
Ziel: wbs-Blöcke in Mermaid-Umgebungen rendern.
- Offizieller Mechanismus:
mermaid.registerExternalDiagrams()mit Detektor (Schlüsselwortwbs), Parser, DiagramDB, Renderer. Präzedenzfälle: ZenUML (extern), Mindmap (ursprünglich extern, ebenfalls einrückungsbasierte Syntax). - Hauptaufwand: SVG-Renderer mit eigener Layout-Berechnung
(Knotenmaße messen, Positionen, Verbinder als Pfade) inkl. Mischlayout
und transponiertem Modus. Toggles werden zu Syntax-Optionen
(z. B.
wbs LR, Direktiven). - Einschränkungen: wirkt nur in selbst initialisierten Mermaid-Instanzen (nicht GitHub/GitLab/Notion); Lazy-Loading externer Diagramme galt zuletzt als experimentell. Für universelle Verfügbarkeit: PR als eingebautes Diagramm (Vorbild Mindmap/Kanban).
Taiga-Integration
Ziel: Knoten mit Taiga-Objekten verlinken, Status automatisch synchronisieren.
- Architektur nach Seedtime-Vorbild: Companion-Ansatz — der Editor (frontend/) plus ein Kotlin/Spring-Backend (backend/, D13) sprechen per REST-API mit Taiga; optional dünnes contrib-Frontend-Plugin (Menüpunkt im Projekt) und Backend-Paket (Speicherung in Taigas DB statt Wiki-Seite).
- Syntax-Erweiterung
#123: Referenz auf Epic/User Story/Task/Issue; App löst Titel, Link und Status per API auf. Status-Mapping Taiga-Workflow → Notation (z. B. „In progress“ →[~], „Done“ →[x]). - Aktualisierung: API-Abfrage beim Öffnen; Push via Webhooks. Rückrichtung (Status im WBS ändern → Taiga) möglich.
- Einschränkungen: Plugins nur self-hosted (nicht taiga.io-Cloud); Taiga 6 im Wartungsmodus, Frontend AngularJS-Altbestand — daher Companion-App bevorzugen.
Tenzu (Beobachten)
Nachfolger von „Taiga Next“; seit Ende Juli 2024 von der französischen Genossenschaft Biru entwickelt (Kaleidos fokussiert Penpot). Open Source, in laufender Entwicklung, Integrationsfähigkeit erklärtes Ziel — noch zu jung als Plattform-Ziel. Companion-App so schneiden, dass ein späterer Umzug Taiga → Tenzu nur den API-Adapter betrifft.
Gemeinsam an einem Diagramm arbeiten
Ziel: mehrere Personen ändern denselben Plan. Drei Stufen, aufeinander aufbauend — die dritte lohnt nur, wenn wirklich gleichzeitig gearbeitet wird.
1. Lesen teilen — vorhanden. ?sourceUrl= (D23) zeigt eine entfernte
Textdatei an; die Quelle wird anderswo gepflegt. Einbahnstraße, aber ohne
jeden Server.
2. Asynchron ändern über Git — heute schon möglich, ohne eine Zeile Code.
Die .werkbaum-Datei (D24) liegt im Repository, wird per Pull Request geändert
und per ?sourceUrl= angezeigt. Weil der Plan Text ist (D14), sind
git diff und git blame tatsächlich lesbar („wer hat Payment provider auf
[!] gesetzt?"). Für einen Plan, der sich pro Woche und nicht pro Sekunde
ändert, ist das oft die passendere Antwort — mit Review und Historie obendrauf.
Ausbau: Das Backend (D13) legt jede Änderung als Commit ab und bekommt
Historie, Wiederherstellung und Verzweigungen für Szenarien geschenkt.
Git direkt aus dem Browser ist technisch möglich (isomorphic-git spricht das
HTTP-Smart-Protokoll), taugt aber nicht als Live-Sync: Es synchronisiert auf
Zuruf statt fortlaufend, braucht wegen fehlender CORS-Header einen Proxy (SSH
scheidet im Browser ohnehin aus), und ein Konflikt landet als
<<<<<<<-Markierung mitten in der Notation — der Parser sähe kaputte Zeilen.
3. Live gemeinsam tippen — offen. Der Transport ist das kleinere
Problem (WebSocket; SSE + POST oder WebRTC als Alternativen). Die eigentliche
Frage ist, was passiert, wenn zwei Personen dieselbe Zeile ändern: Naives
„jede Änderung sofort in beide Richtungen" führt zu Textsprüngen unter dem
Cursor und verlorenen Zeichen. Erprobte Antworten sind Operational
Transformation (Google Docs) und CRDTs. Für Werkbaum fällt die Wahl
leicht, weil D14 das Format auf puren Text festgelegt hat: Ein Text-CRDT
(Y.Text in Yjs, oder Loro) passt ohne eigene Merge-Logik darauf; Cursor und
Anwesenheit fallen als Beigabe ab. Eigene Merge-Algorithmen sind hier kein
Betätigungsfeld — das Problem ist gelöst.
Offene Punkte vor einer Entscheidung: Yjs wäre die erste Laufzeit-Abhängigkeit überhaupt (CLAUDE: nicht ohne Rückfrage); wie CRDT- Zustand und Git-Historie zusammenspielen (Commit-Granularität — nicht jeder Tastendruck ein Commit); und wer bei einem Backend eigentlich was darf (Rechte, siehe „Accounts" im Werkbaum-Beispielplan).
Kleinere Ideen
- Deterministische Pastellfarbe pro
@name(Personen wiedererkennen). - Sichtbare Anmerkungen am Knoten (eigene Syntax, getrennt von
%%). - Aufwands-Rollup: Größen der Kinder aggregieren und mit Parent vergleichen.
(Größen sind ordinal, nicht additiv —
S+S ≠ M; braucht erst eine Mapping-Konvention, z. B. Story-Point-Werte hinter den Größen.) - Nutzen/Wert je Knoten (Gegenstück zur Kosten-Größe): eigenes Attribut für den
erwarteten Nutzen; erlaubt Nutzen/Kosten-Priorisierung (WSJF-artig) statt
reiner Kostenminimierung. Rollt analog zum Aufwands-Rollup hoch.
(Syntax offen — SPEC-first;
(…)/@/#/%%sind belegt, es braucht ein eigenes kollisionsfreies Zeichen.) - Gestaffelter „günstigster Pfad" (Ausbaustufen): die Pfad-Rechnung (D18)
status-bewusst machen —
fertig/prodgelten als erledigt (Hintergrund), hervorgehoben wird nur der günstigste noch offene Rest (aktuelle Front). Ist eine Alternativen-Gruppe komplett realisiert, springt der Pfad zur nächsten, per Nutzen gewählten Ausbaustufe weiter (Regel: erst die Kette auffertig, dann die nächste Stufe). Baut auf Nutzen + Aufwands-Rollup auf und erweitert D18 (heute rein statisch/kostenminimierend) um Nutzen- und Status-/Zeitachse. - Attribut-Syntax für Termine/Meilensteine.
- Schlagworte
&tagmit einer Filter-/Hervorheben-Linse im Diagramm: Der Baum ist genau eine Zerlegung — ein Tag benennt eine Menge von Knoten quer dazu (z. B.&frontendin feature-geschnittenen Slices). Schreibweise reserviert (SPEC §11, D34-Nachtrag); bewusst erst zusammen mit dem ersten Konsumenten bauen (Linse oder Taiga-Label-Sync) — ohne Auswerter sind Tags nur Kommentare mit Extra-Syntax. Die Inversions-Mechanik der Linse gibt es durch den günstigsten Pfad (D18) schon.
Vollständiges Lean-Pathfinding
Werkbaum hat die Grundlagen — Und/Oder-Zerlegung, Größen, günstigster Pfad —, aber der Pfad rechnet bisher nur innerhalb des gewählten Teilbaums. Was fehlt, ist die Möglichkeit, Bezüge quer durch den Baum auszudrücken. Diese Stufe holt das nach. Schreibweisen und offene Punkte stehen in SPEC §11, Begründung und Folgen in D34; hier steht, was es dem Werkzeug bringt.
Fünf Erweiterungen der Notation. Sie hängen zusammen: ohne IDs keine Abhängigkeiten, ohne Abhängigkeiten kein effektiver Status, ohne den kein Pfad, der die Wahrheit sagt.
- Knoten-IDs (
#auth) — ein whitespace-freier Bezeichner macht einen Knoten im ganzen Dokument adressierbar. Für sich genommen nutzlos; er ist das Ziel für alles Folgende. - Abhängigkeiten (
:#auth,#api) — ein Knoten hängt von Knoten außerhalb seines eigenen Teilbaums ab. Sie sagen nichts über Reihenfolge oder Startzeitpunkt, sondern etwas über den Status; Zyklen sind zulässig und bedeuten „wird gemeinsam fertig". - Intrinsischer und effektiver Status — was in der Statusbox steht, ist der Bearbeitungsstand des Knotens selbst. Effektiv fertig ist er erst, wenn auch seine Abhängigkeiten es sind. Der effektive Status wird gerechnet, nie geschrieben.
- XOR (
=) — neben „mindestens eine" (|) eine Gruppe, in der genau eine Alternative realisiert werden darf. Für die Pfadrechnung ändert das nichts (die wählt bei|ohnehin eine); es kommt eine Regel hinzu, die verletzt werden kann und dann gemeldet wird. Umgesetzt (SPEC §3, D35). - Knotenbeschreibungen — Erläuterungstext zum Knoten, im Diagramm als
Tooltip oder Pop-up: kurz direkt beim Knoten, lang als Block am Dokumentende
über die ID zugeordnet. Die Arbeit steckt nicht im Anzeigen, sondern in der
Schreibweise: Einrückung bedeutet hier bereits Hierarchie. Die Schreibweise
ist entschieden (D34-Nachtrag):
"-Zeilen bzw. ID-Blöcke hinter---.
Was daraus folgt.
- Dependency-aware Pathfinding. Gerechnet wird nicht mehr der Teilbaum, sondern die Dependency Closure — alles, was zusätzlich nötig ist, damit der gewählte Knoten effektiv fertig werden kann. Gemeinsam benötigte Abhängigkeiten zählen nur einmal. Damit ist die Wahl zwischen Alternativen nicht mehr lokal entscheidbar: Was billig ist, hängt davon ab, was der Rest des Plans ohnehin einkauft (Beispiel und Konsequenz in D34). Das ist die eigentliche Erweiterung von D18, und die einzige Stelle, an der hier echte Algorithmik steckt.
- Querverbindungen im Diagramm. Abhängigkeiten als optisch sekundäre Linien (dünn oder gestrichelt), bei ausgewähltem Knoten seine ein- und ausgehenden hervorgehoben. Erste Linienart, die nicht der Zerlegung folgt — sie braucht eine eigene Zeichenebene (SVG, wie der Pfad-Spline), nicht die Rahmenkanten.
- Ein- und ausklappbare Teilbäume (
>/<). Sobald Pläne quer verbunden sind, wächst das Diagramm über den Bildschirm hinaus; ohne Falten ist ein großer Plan nicht mehr zu lesen. Die Marken im Text bestimmen nur den Anfangszustand — im Diagramm wird danach unabhängig gefaltet. Schreibweise und Export-Verhalten sind entschieden (D34-Nachtrag):- > [x] …, Export/Druck folgen der sichtbaren Faltung mit Kennzeichnung. Umgesetzt (SPEC §1/§9, D38).
Der gestaffelte „günstigste Pfad" aus Kleinere Ideen (Status-Bewusstsein, Ausbaustufen) baut hierauf auf: Er braucht denselben Umbau der Kostenrechnung und ist danach im Wesentlichen eine Frage der Auswahl, nicht der Mechanik.
Breitere Feature-Wunschliste zum Thema: docs/LEAN-PATHFINDING.md
(Entwurf, kein Beschluss), Marktumfeld: docs/MARKET-ANALYSIS.md.