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werkbaum/docs/SPEC.md
T
mhoennigandClaude Opus 5 285d86a2e1 feat(editor): ID-Kurzschreibweise #.kc als Eingabehilfe
Gefragt war, ob `#.kc` unter `#prod-stage` als Notation `#prod-stage.kc`
bedeuten könnte. Als Notation wäre es falsch, und das zeigt der eigene Plan:
181 IDs im Baumteil, davon 50 (28 %), deren gepunktetes Präfix gar nicht die
Eltern-ID ist (`#ed.parser` hängt unter `#ed.live`) — die Punkte benennen den
BEREICH, nicht den Pfad, genau wie D48 es vorsieht. Dazu: der
Beschreibungsteil hinter `---` hat keinen Baum (zwei Schreibweisen für eine
ID), Einrücken änderte die Identität und bräche `:#…`-Verweise, und aus einer
Konvention würde Grammatik. Gewinn wären 802 Zeichen in 40 kB.

Also als Eingabehilfe: getippt wird `#.kc`, beim Verlassen der Zeile steht
`#prod-stage.kc` im Text — derselbe Griff, mit dem das Umklappen im Diagramm
seine Faltmarke zurückschreibt (D38-Nachtrag 2). Die Datei bleibt eindeutig,
durchsuchbar und umsortierbar; llms.md ist unberührt, weil sich an der
Notation nichts ändert.

- parser.js: `expandShortIds(text)` neben `setFoldMark`, 17 Tests.
- app.js: löst beim Zeilenwechsel auf, aber nur in der Zeile, in der auch
  getippt wurde — ein bloß durchgeklicktes fremdes Dokument bleibt
  zeichengenau stehen (sonst fiele es aus dem Nachziehen, D27).

Falle, zum zweiten Mal dieselbe: `execCommand` verweigert re-entrant im
`input`-Ereignis den Dienst, `replaceTextUndoable` fällt dann auf
`src.value =` zurück und löscht die Undo-Historie. Gemessen: erstes
Rückgängig ohne Wirkung, jedes weitere `false`. Jetzt einen Zug später
(`setTimeout 0`) und nur mit Fokus im Textfeld; danach nimmt ein Rückgängig
genau die Auflösung zurück.

SPEC §9 + D55; Plan: #ed.shortid [x] (159 Knoten, 0 Warnungen).
288 Tests grün (271+17).

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-24 11:47:16 +02:00

60 KiB
Raw Blame History

WBS-Notation Spezifikation

Textuelle Notation für Projektstrukturpläne (Work Breakdown Structure) mit Und/Oder-Zerlegung. Diese Datei ist die verbindliche Sprachdefinition. Syntaxänderungen werden zuerst hier dokumentiert, dann implementiert.

1. Zeilenformat

[Einrückung][Zeichen] [Statusbox] [Faltmarke] Label (Größe) URL @tag … !!! %% Kommentar

Alle Bestandteile außer dem Label sind optional. Die Extraktion erfolgt in dieser Reihenfolge (wichtig für Kollisionsfreiheit):

  1. Kommentar entfernen: alles ab %% bis Zeilenende.
  2. Einrückung, Zeichen (- / + / | / =), Statusbox […] und Faltmarke (> / <) per Zeilen-Regex; = nur mit folgendem Leerraum (§3), die Faltmarke ebenso (siehe unten).
  3. URL: erstes Token, das auf https?://\S+ passt (dadurch stören @ in URLs nicht).
  4. Größe: erstes (XS|S|M|L|XL|XXL), Groß-/Kleinschreibung egal.
  5. Tags: alle @name-Vorkommen.
  6. Knoten-ID: das erste alleinstehend angesetzte #name-Token (siehe unten).
  7. Abhängigkeiten: alle alleinstehend angesetzten :#a,#b-Token (siehe unten).
  8. Fokusmarke: !!! als alleinstehendes Token (siehe unten).
  9. Rest, whitespace-normalisiert = Label. Leeres Label ⇒ Zeile ignorieren.

Faltmarke > / < — bestimmt, wie das Dokument eröffnet wird:

  • Steht unmittelbar vor dem Label, also hinter der Statusbox (- [x] > Backend); ohne Statusbox rückt sie an deren Stelle (- > Backend, bei Wurzelknoten an den Zeilenanfang). Erkannt nur mit folgendem Leerraum- [x] >Achtung bleibt damit ein Label. Die Stellung hält die Spalte der Statusboxen über die Ebenen hinweg bündig; Begründung: D34-Nachtrag 2.
  • Die frühere Stellung zwischen Zeichen und Statusbox (- > [x] Backend) wird weiterhin gelesen, aber nie mehr geschrieben: Beim Zurückschreiben (§9) wird sie in die neue aufgelöst. Stehen beide, gilt die erste.
  • > heißt: der Teilbaum dieses Knotens ist beim Öffnen eingeklappt.
  • < innerhalb eines eingeklappten Bereichs holt den eigenen Teilbaum gezielt wieder hervor (Mechanik: §9). Es ist eine Schreibhilfe für Autoren: gelesen wird es unverändert, erzeugt wird es nie — das Zurückschreiben (§9) setzt ausschließlich >. Ein von Hand gesetztes < bleibt stehen, solange es den Zustand noch richtig beschreibt, und wird aufgelöst, sobald alle Marken neu gesetzt werden.
  • Die Marken beschreiben den Faltzustand des Dokuments: Beim Öffnen stellen sie ihn her, und Umklappen im Diagramm schreibt sie zurück (§9) — Text und Bild sagen dasselbe. Sie sagen nichts über Fortschritt (§4) oder Notwendigkeit (§3) und ändern weder Kosten noch Warnungen.

Knoten-ID #name — benennt einen Knoten im ganzen Dokument eindeutig; sie ist die Adresse für Abhängigkeiten und Beschreibungsblöcke (§11).

  • Zeichenmenge wie bei @name (§7): Unicode-Buchstaben, Ziffern, ., _, -. (Enger als das frühere „whitespace-frei“ aus §11 — Begründung: D36.)
  • Erkannt nur alleinstehend angesetzt ((^|\s)#…): „C#“ bleibt damit ein Label, und der für Abhängigkeiten reservierte Doppelpunkt :#a,#b (§11) kollidiert nicht.
  • Das erste solche Token der Zeile ist die ID; weitere #-Token bleiben im Label stehen (dort liegt die reservierte Ticket-Referenz, §11). Eine ID, die dem Muster des angebundenen Trackers entspricht (#123, #US-123), ist zugleich die künftige Ticket-Referenz — oft ist die Ticket-Kennung die natürliche Knoten-ID (D34).
  • Übliche Schreibweise ist die ID vor dem Titel, mit Doppelpunkt: #auth: Backend. Der Doppelpunkt ist optional und reines Trennzeichen im Text — er gehört weder zur ID noch zum Label und erscheint nicht im Diagramm. Geschluckt wird er nur, wenn er unmittelbar auf die ID folgt und ihm Leerraum oder Zeilenende folgt; ein Doppelpunkt im Label (#auth: Regel: nur mit Token) bleibt also stehen, und #auth:#db bleibt ID plus Abhängigkeit. Die Stellung ist frei — Backend #auth bedeutet dasselbe.
  • Die ID gehört nicht zum Label. Eine eigene Darstellung im Diagramm hat sie (noch) nicht; sichtbar ist sie im Knoten-Tooltip und im aria-label.
  • Doppelte ID: Warnung duplicateId mit beiden Zeilennummern; die spätere ID gilt trotzdem am Knoten (fehlertolerant wie §4 — die Zeile geht nicht verloren).

Abhängigkeiten :#a,#b — der Knoten hängt von den Knoten mit diesen IDs ab, auch außerhalb seines eigenen Teilbaums.

  • Die Liste ist ein zusammenhängendes Token: Doppelpunkt, dann kommagetrennt je ID mit #, ohne Leerraum. :#a, #b liest nur #a — das #b dahinter ist ein alleinstehendes Token und damit die Knoten-ID (siehe oben). Mehrere Listen je Zeile werden zusammengeführt.
  • Erkannt nur alleinstehend angesetzt ((^|\s):#…, enger als die frühere §11-Formulierung — Begründung: D37): Ein Doppelpunkt im Label bleibt Label, und eine eingeklammerte Erwähnung wie (:#auth,#api) bleibt Label — dieselbe Zitier-Konvention wie (#auth) bei der Knoten-ID.
  • Abhängigkeiten sagen nichts über Reihenfolge oder Startzeitpunkt — sie sagen etwas über den Status (effektiver Status, §11). Das trennt Werkbaum von einem Netzplan.
  • Zyklen sind zulässig und bedeuten: diese Knoten werden gemeinsam fertig. Kein Fehler, keine Warnung — auch die Abhängigkeit auf sich selbst nicht. Vorwärts-Referenzen (Ziel steht weiter unten) sind normal.
  • Eine ID ohne zugehörigen Knoten: Warnung unknownDep mit Zeilennummer.
  • Sichtbar im Tooltip (→ #a, #b) und im aria-label; die Querverbindungen im Diagramm sind reserviert (§11).

Fokusmarke !!! — „schau hier hin": Der Knoten wird im Diagramm hervorgehoben und ins Bild geholt (§9). Gedacht für das gemeinsame Arbeiten an einem Pad (§9, ?etherpad=): Weil dort niemand den Cursor der anderen sieht, ist eine Marke im Text der einzige Weg, auf eine Stelle zu zeigen — und sie hat etwas, das ein Cursor nicht hat: alle sehen dieselbe Stelle.

  • Erkannt nur alleinstehend, also am Zeilenanfang/-ende oder von Leerraum umgeben. Achtung!!! bleibt damit ein gewöhnliches Label; auch !!! innerhalb einer URL bleibt Teil der URL.
  • Die Marke gehört nicht zum Label und ist an jeder Position der Zeile zulässig. Mehrere Marken sind erlaubt: alle markierten Knoten werden hervorgehoben, ins Bild geholt wird der erste.
  • Sie sagt nichts über Fortschritt (§4) oder Notwendigkeit (§3) — eine dritte, unabhängige Achse.
  • Sie bleibt im Text stehen, bis jemand sie löscht; ein Werkzeug entfernt sie nicht von selbst.

Beschreibungszeilen (") und Beschreibungsteil (---) — erläuternder Text zu einem Knoten (Anzeige: §9):

  • Kurzform: Eine Zeile, deren erstes Zeichen nach der Einrückung " ist (mit folgendem Leerraum, Leerraum-Regel wie bei = und >/< — ein Label wie "Zitat" bleibt ein Label), ist Beschreibung, kein Knoten. Sie gehört zum vorangehenden Knoten; mehrere "-Zeilen setzen dieselbe Beschreibung fort. Die Einrückung der Zeile hat keine Bedeutung (Konvention: wie ein Kind eingerückt); ohne vorangehenden Knoten: Warnung descStray. Nur auf Zeilen ohne Zerlegungszeichen — - " Zitat" … bleibt ein gewöhnlicher Knoten.
  • Langform: Eine Zeile aus drei oder mehr - (nur Bindestriche, umgebender Leerraum erlaubt) trennt den Baumteil vom Beschreibungsteil; alles danach gehört zu ihm (YAML-/Frontmatter-Konvention). Es gibt keinen Schlusszaun — er kann also nicht vergessen werden. Dort eröffnet eine uneingerückte Zeile mit genau einer Knoten-ID (#auth, allein — ein angehängter Doppelpunkt ist auch hier zugelassen) einen Block; die eingerückten Zeilen darunter sind sein Text (um den Einzug gekürzt, Leerzeilen bleiben als Absatztrenner). Die Wurzelknoten-Regel (§2) gilt hinter dem Trenner nicht mehr. Weitere ----Zeilen dort sind ohne Bedeutung.
  • Fehlertoleranz: ID ohne Knoten → unknownDesc; uneingerückte Nicht-ID-Zeilen und eingerückte Zeilen ohne offenen Block → descStray, je mit Zeilennummer. Ein versehentlicher Trenner mitten im Plan meldet die verschluckten Knotenzeilen so zeilengenau selbst.
  • Der Inhalt ist Freitext — die Extraktion aus diesem Abschnitt findet darin nicht statt; nur %%-Kommentare fallen weiterhin als Erstes weg. Mehrere Blöcke und Kurz- und Langform zum selben Knoten werden in Dokumentreihenfolge aneinandergehängt.
  • Bewusste Verhaltensänderungen: --- ergab früher einen Knoten mit Label --; eine zeichenlose " -Zeile war früher ein Wurzelknoten.

Referenz-Regex der Implementierung:

^([ \t]*)([-|+]|=(?=[ \t]))?\s*(?:([><])(?=[ \t])\s*)?(?:\[([ ?~xX^/-])\]\s*)?(?:([><])(?=[ \t])\s*)?(.*)$

Die zweite Faltmarken-Gruppe ist die gültige Stellung, die erste die weiterhin gelesene alte (siehe oben). Umkehrung fürs Zurückschreiben (§9) — sie setzt die Marke immer in die zweite Stellung und löst die erste dabei auf:

^([ \t]*(?:[-|+]|=(?=[ \t]))?[ \t]*)(?:[><](?=[ \t])[ \t]*)?((?:\[[^\]]\][ \t]*)?)(?:[><](?=[ \t])[ \t]*)?

Für die Knoten-ID (Schritt 6, nur der erste Treffer; die letzte Gruppe ist der optionale Trenn-Doppelpunkt, der mit entfällt):

(^|\s)#([\p{L}\p{N}._-]+)(?::(?=\s|$))?

Für die Abhängigkeiten (Schritt 7, alle Treffer):

(^|\s):#([\p{L}\p{N}._-]+(?:,#[\p{L}\p{N}._-]+)*)

Für die Fokusmarke (Schritt 8):

(^|\s)!!!(?=\s|$)

2. Hierarchie

  • Die Einrückung bestimmt die Ebene. Es gibt keine feste Schrittweite: Elternknoten ist die nächste vorangehende Zeile mit kleinerer Einrückungsbreite (Tab zählt als 2 Leerzeichen).
  • Zeilen ohne Zeichen (-/+/|/=) sind Wurzelknoten. Mehrere Wurzeln = mehrere Bäume nebeneinander.

3. Zerlegungsart (Gate)

Zeichen Bedeutung Semantik
- all of (Und-Zerlegung) Alle Teilpakete sind erforderlich.
+ optional (Zugabe) Einzelnes zusätzliches Teilpaket, nicht erforderlich.
| any of (Oder-Zerlegung) Mindestens eine Alternative wird gewählt.
= exactly one (XOR-Zerlegung) Genau eine Alternative wird realisiert.
  • -, | und = sind Eigenschaften der Geschwistergruppe; + ist eine Eigenschaft des einzelnen Knotens (er hängt an derselben Und-Zerlegung, ist darin aber entbehrlich).
  • Daraus folgt die Mischregel: Eine Gruppe ist entweder konjunktiv — dann dürfen - und + frei nebeneinander stehen — oder disjunktiv (einheitlich | oder einheitlich =). Jede andere Mischung ist ungültig: Darstellung nach dem ersten Kind, plus Warnung mixedGate mit Zeilennummer.
  • Leerraum-Regel: Als Gate wird = nur mit folgendem Leerraum erkannt — ein Label wie =SUMME(A1:B2) bleibt damit ein Label. = ist das einzige Gate, das diese Regel braucht; für -/+/| ändert sich nichts.
  • XOR-Regel: In einer =-Gruppe darf genau eine Alternative realisiert werden. Realisiert heißt: Kosten sind investiert oder mehr — Status [~], [/], [x] oder [^] (§4); [?], [ ], [!], [-] und neutrale Knoten zählen nicht. Jede weitere realisierte Alternative ergibt eine Warnung xorConflict mit ihrer Zeilennummer. Die Regel ist verletzbar, kein Parse-Fehler: Der Baum wird unverändert dargestellt. Für den günstigsten Pfad (§9) verhält sich = wie | — der wählt ohnehin genau eine.
  • Ein +-Knoten zerlegt sich weiter wie jeder andere; das Gate seiner eigenen Kinder ist davon unabhängig. Optionalität vererbt sich nicht ausdrücklich — wer unter einem +-Knoten hängt, ist mit ihm zusammen entbehrlich.
  • + sagt nichts über den Fortschritt: Eine Zugabe kann längst [^] sein. Die beiden Achsen (Status §4, Notwendigkeit §3) sind unabhängig.

4. Status

Codiert als Checkbox nach dem Zeichen (Erweiterung der Markdown-Task-Syntax):

Code Key Name Bedeutung Hintergrund Rahmen
[?] idee Idee vage Idee #EBEDEF (grau) #A2ABB5
[ ] geplant geplant beschlossen, nichts investiert #EBE4F6 (flieder) #A991D4
[~] arbeit in Arbeit Kosten investiert, Risiko hoch #FADDE4 (rosé) #D897A8
[/] durchstich Durchstich funktionsbereit/vorführbar, Feinarbeiten offen #FBF2CE (pastellgelb) #D9BE63
[x] fertig fertig abgeschlossen #DCF1DE (pastellgrün) #86C293
[^] prod in Produktion deployed/live #DBEAF8 (pastellblau) #85ACD7
[-] verworfen verworfen bewusst nicht weiterverfolgt #F1F2F4, gestrichelter Rahmen, Text durchgestrichen #B3BAC2
[!] highrisk High Risk Aufwand noch unklar, hohes Risiko #FFE5CC (orange) #F97316
  • Ohne Statusbox: neutraler Knoten (weiß).
  • x auch als X zulässig.
  • High-Risk-Kennzeichnung: Der [!]-Knoten trägt zusätzlich zur orangen Färbung ein Warndreieck (⚠, in #F97316) als kleines Badge an der oberen linken Ecke — Tooltip „High Risk Aufwand noch unklar." Das Badge erscheint auch im Grafikexport. (Mnemonik: ! = Achtung. Ob [!] später zusätzlich zum Fertigstellungsstatus stehen darf, ist offen; vorerst ist es ein eigener Status wie die übrigen.)
  • Verworfene Knoten (inkl. Teilbaum) sind per Default ausgeblendet; Toggle „verworfene einblenden“ zeigt sie.
  • Fehlertoleranz: Ein unbekanntes Zeichen in der Statusbox (z. B. [z]) wird nicht verschluckt: Der Knoten erscheint neutral und es wird eine Warnung unknownStatus mit Zeilennummer gemeldet — die Zeile geht nicht verloren, Folgezeilen bleiben unberührt. (Eine mehrzeichige Klammer wie [xyz] ist keine Statusbox und bleibt Teil des Labels.)

Intrinsischer und effektiver Status (Abhängigkeiten, §1). Der Status in der Box ist der intrinsische — der Bearbeitungsstand des Knotens selbst. Der effektive Status berücksichtigt die Abhängigkeiten: Ein Knoten kann effektiv nicht weiter sein als das, was er braucht.

  • Fortschritts-Rang entlang der Ergebnis-Skala (D5): [?] 0 · [ ] 1 · [~] 2 · [/] 3 · [x] 4 · [^] 5. Außerhalb der Skala zählen neutrale Knoten und [-] als Rang 0 („nichts Anrechenbares“), [!] als Rang 1 (Absicht ohne Investition, D35).
  • Effektiver Rang = Minimum des intrinsischen Rangs über die Abhängigkeits-Hülle: der Knoten selbst plus alles, was er per :#… direkt oder mittelbar braucht. Zyklen brauchen keine Sonderregel — alle Knoten eines Zyklus teilen so von selbst ihr Minimum („wird gemeinsam fertig“, §1). Unbekannte IDs zählen nicht (sie sind schon gewarnt); bei doppelter ID gilt die erste Vergabe (D36).
  • Der effektive Status wird gerechnet, nie geschrieben (D14: der Text ist die eine Quelle der Wahrheit). Darstellung: §9; Begründung: D39.

5. Aufwand (T-Shirt-Größen)

  • Werte: XS < S < M < L < XL < XXL, notiert in Klammern, z. B. (L).
  • Untergliederungsregel: Ab (M) muss ein Element weiter zerlegt sein. Ein Element ≥ M ohne Kinder erhält einen Geister-Knoten an gestrichelter Linie darunter (in --warn, #B45309). Sein Label ist knapp „…“; die Erklärung („Ab Größe M sollte ein Element weiter untergliedert werden.“) steht im Tooltip — der ausgeschriebene Text machte die Zelle sonst breiter als der Knoten und verschob gestapelte Geschwister. Der angedeutete Unterpunkt genügt als Hinweis; eine zusätzliche Umrandung des Knotens gibt es nicht.
  • Ausnahme: verworfene Elemente lösen die Regel nie aus.
  • Anzeige: petrolfarbenes Badge (--or, #0F766E) mit weißer Schrift oben rechts an der Knoten-Ecke.
  • Ein nacktes https://…-Token macht den ganzen Knoten klickbar (neuer Tab, rel="noopener"); Kennzeichnung mit ↗ hinter dem Label.
  • Ausnahme auf Touch-Geräten: Dort öffnet der einfache Tipp nicht die URL, sondern das Knoten-Fenster (§9) — der Link steht darin als eigener Knopf. Ohne Zeiger gibt es keinen Tooltip, und ein einziger Tipp kann nicht beides tun; „ansehen" ist die häufigere Absicht, und der Link bleibt einen Tipp entfernt. Siehe D52.

7. Personen-Tags

  • @name mit name aus Unicode-Buchstaben, Ziffern, ., _, -.
  • Mehrere Tags pro Zeile möglich, Position im Text egal.
  • Anzeige: helle Pillen unten rechts an der Knoten-Ecke.

8. Kommentare

  • %% leitet einen Kommentar ein — ganze Zeile oder ab Zeilenmitte.
  • Konvention aus Mermaid übernommen; %%{ vermeiden (dort Direktiven-Syntax).

9. Darstellung

Drei Modi, im Editor umschaltbar über Icon-Buttons (Reihenfolge horizontal · kompakt · vertikal, je mit Tooltip). Der Modus wählt zugleich die Seitenanordnung: horizontal stellt Diagramm über den Editor (volle Breite), vertikal und kompakt stellen Editor und Diagramm nebeneinander (schmales Diagramm rechts).

Linienführung (in allen Modi gleich): all-of-Linien durchgezogen in Tinte (#41556E); any-of-Linien — Haupt-/Sammelleiste und Abzweige — durchgehend gestrichelt in Grau (#6B7A8C). Auch der Rahmen der Alternative-Knoten ist grau (#6B7A8C) — kein Petrol mehr im Diagramm. Der Modus ändert nur die Anordnung, nicht die Linienfarbe.

XOR-Gruppen (=, §3) werden wie any-of gezeichnet (gestrichelt in Grau, gleiche Anordnung). Zusätzlich sitzt am Austritt der Sammelleiste — auf dem Stück zwischen Elternknoten und erstem Abzweig — eine kleine „1“-Plakette (weißer Kreis mit grauem Rand, graue Ziffer): „genau eine“. Sie erscheint auch im Grafikexport. Siehe D35.

Knotenbeschreibungen (§1) erscheinen im Tooltip des Knotens (zuerst der Text, dann die Kurz-Fakten wie ID und Abhängigkeiten) und im aria-label. Beschreibung und Kurz-Fakten sind im Tooltip deutlich getrennt: Leerzeile und Trennstrich dazwischen, nicht bloß ein weiteres Glied derselben Aufzählung — es sind zwei Arten von Aussage. Der Strich steht nur, wenn es wirklich etwas zu trennen gibt, und nicht im aria-label (ein Screenreader läse die Striche einzeln vor). Ein Knoten mit Beschreibung trägt eine kleine ”-Marke hinter dem Label — sie macht die sonst unsichtbare Beschreibung auffindbar und spiegelt das "-Zeichen der Notation. Die Marke erscheint nicht im Grafikexport: Der Text selbst kann dort nicht angezeigt werden, eine Marke ohne Ziel wäre Rauschen. Siehe D40.

Auf Touch-Geräten zeigt der einfache Tipp auf einen Knoten dasselbe als Fenster — ohne Zeiger gibt es keinen Tooltip, die Beschreibung wäre dort sonst gar nicht zu sehen. Es ist derselbe Inhalt, nur mit dem, was ein title nicht kann: Die Beschreibung steht als Absatz, die Kurz-Fakten dahinter durch eine echte Linie abgesetzt.

  • Das Fenster hängt am angetippten Knoten (kleine Spitze zu ihm hin) und weicht nach oben aus, wenn unten kein Platz ist. Der Knoten trägt, solange es offen ist, einen Petrol-Ring.
  • Es schließt beim Tipp daneben, beim erneuten Tipp auf denselben Knoten, mit Esc, über sein ×, beim Scrollen des Diagramms und bei jedem Neubau.
  • Ein verlinkter Knoten (§6) bekommt darin einen ↗-Knopf, der die URL im neuen Tab öffnet — auf Touch ist das der Weg zum Link.
  • Der Sprung-Hinweis nennt hier den langen Druck statt Alt+Klick (§9, Sprung zwischen Diagramm und Text) — Alt gibt es auf dem Telefon nicht.
  • Reine Bedienhilfe: nicht im Grafikexport, nicht im Druck. Auf Geräten mit Zeiger ändert sich nichts, dort bleibt es beim Tooltip.

Siehe D52.

Die Knotenfarbe zeigt den effektiven Status (§4), nicht den intrinsischen — das Diagramm beantwortet „wie weit ist das wirklich?“. Wo der eigene Status weiter ist als der effektive (der Knoten wird von Abhängigkeiten zurückgehalten), sitzt unten links eine kleine Status-Marke mit der eigenen Statusbox (z. B. [x]) in den §4-Farben des intrinsischen Status; Tooltip und aria-label benennen beide. Ohne Diskrepanz ändert sich nichts — und für die XOR-Regel (§3) und „Was ist neu?“ (unten) zählt weiterhin der intrinsische Status: Investiert ist investiert, und [^] im Text bleibt die Deploy-Aussage. Marke und Färbung erscheinen auch im Grafikexport und im Druck. Siehe D39.

Optionale Knoten (+, §3): Sie hängen an der normalen all-of-Zerlegung, die Anordnung bleibt unverändert. Zwei Kennzeichen, beide auch im Grafikexport:

  • Der Abzweig zum Knoten ist gestrichelt in Tinte (#41556E). Nur der Abzweig — die Sammelleiste bleibt durchgezogen, sie gehört der ganzen Geschwistergruppe. Die any-of-Linien sind ebenfalls gestrichelt, aber in Grau (#6B7A8C); die Farbe hält beide auseinander, und weil | nicht mit -/+ gemischt werden darf (§3), treffen sie in einer Gruppe nie aufeinander.
  • Am Auftreffpunkt sitzt ein kleiner hohler Kreis (weiß gefüllt, Rand in Tinte): in der horizontalen Fächer-Anordnung oben mittig, in den gestapelten Anordnungen (vertikal, kompakt, unterhalb einer any-of-Gruppe) links auf halber Höhe. Übernommen aus den Feature-Diagrammen (FODA: gefüllter Punkt = erforderlich, hohler Punkt = optional). Er markiert eindeutig, welcher Knoten optional ist — auch dort, wo der Strich allein mit den grauen any-of-Linien verwechselt werden könnte.

Siehe D29.

Horizontal (Normalmodus)

  • all of: Kinder nebeneinander, klassischer Organigramm-Fächer.
  • any of: Alternativen untereinander; gestrichelte graue Sammelleiste links unterhalb des Parents, gestrichelte graue Abzweige zu den Alternativen.
  • Treppe für optionale Endknoten: Stehen zwei oder mehr optionale Endknoten (+, §3) unmittelbar nebeneinander, bekommen sie nicht je eine eigene Spalte, sondern werden als Kaskade gestapelt: Die erste Stufe hängt am Stiel von oben wie ein gewöhnliches Kind, jede weitere steht eine Stufe tiefer und weiter rechts und hängt an einem gestrichelten Winkel, der an der linken Kante der vorigen Stufe herabfällt und waagerecht in ihren Kreis einbiegt. Das spart Breite genau dort, wo das Entbehrlichste steht. Es bleiben Geschwister — die Treppe ist eine Anordnung, keine Ebene, und ändert weder Lese-/Fokusreihenfolge noch aria-label. Nur Endknoten, weil der Platzgewinn gerade daher rührt, dass kein Teilbaum mitgestapelt wird; ein optionaler Knoten mit Kindern behält seine Spalte. Die transponierten Modi kennen die Treppe nicht — dort stehen die Kinder ohnehin untereinander. Der Grafikexport folgt der Kaskade.

Vertikal (transponiert)

  • all of: exakter transponierter Organigramm-Fächer (horizontal um 90° gedreht): Der Parent sitzt vertikal mittig zu seiner Kindergruppe, die Linie tritt rechts auf halber Höhe aus (entspricht Richtung LR), eine vertikale Sammelleiste (von erster bis letzter Kindmitte) verteilt mit durchgezogenen Abzweigen; Kinder rechts untereinander.
  • any of: Austritt unten links, gestrichelte graue Abzweige.
  • Merkregel: Austrittsseite codiert das Gate (rechts = und, unten = oder), Linienstil bestätigt es.

Kompakt (transponiert, platzsparend)

  • Beide Gates laufen unten links aus dem Parent heraus, Kinder untereinander — kein Rechts-Fächer, dadurch minimale Breite.
  • Das Gate wird hier allein über den Linienstil codiert (siehe D15): und = durchgezogen (Tinte), oder = gestrichelt (Grau).

Geometrie-Invarianten

  • Knoten haben feste Zeilenhöhe (line-height: 1.3), damit Abzweige deterministisch auf Knotenmitte liegen (Offset 23 px = 5 px Listenabstand
    • halbe Knotenhöhe). Abzweige zielen auf den Knoten, nie auf die Mitte des Teilbaums.
  • Dasselbe gilt waagerecht: Im horizontalen Fächer trifft der Stiel die Knotenmitte, nicht die Mitte der Zelle. Beides fällt nur zusammen, solange der Knoten in seiner Zelle zentriert steht — ein Knoten mit any-of-Kindern steht dort aber linksbündig (damit die Sammelleiste unter ihm aufsetzt), während seine Zelle so breit ist wie der Teilbaum. Der Stiel wird deshalb an der gemessenen Knotenmitte ausgerichtet.
  • In den transponierten Modi (vertikal, kompakt) stehen untereinander gestapelte Geschwister mit zusätzlichem Abstand nach unten (damit das Größen-Badge oben rechts nicht mit den Tags unten rechts des darüber liegenden Knotens überlappt). Der Abstand wird nur unterhalb ergänzt, der 23-px-Abzweig oben bleibt unverändert; die vertikal zentrierten all-of-Zwischenknoten bekommen ihn symmetrisch, damit ihr Abzweig (50 %-Höhe) weiterhin auf der Knotenmitte liegt.
  • Im vertikalen Modus tritt die all-of-Verbindung rechts aus dem Knoten aus; die senkrechte Sammelleiste steht deshalb weiter vom Knoten ab als in den übrigen Anordnungen (20 statt 9 px). Größen-Badge und Tag-Pillen ragen an der rechten Knotenkante über den Knoten hinaus und lägen sonst unmittelbar an der Leiste — mit ihrem hellen Rand sähe die Linie dort aus, als risse sie ab. Betroffen ist nur der Rechts-Fächer: kompakt führt all-of nach unten, dort treffen Badge und Leiste nie aufeinander.

Kleiner Bildschirm (mobil)

Ab schmaler Breite (≤ 640 px, z. B. Smartphone) ist immer genau ein Bereich zu sehen — Diagramm oder Text, jeweils über die ganze Fläche. Oben links in der Titelzeile schaltet ein Knopf auf den anderen um; er zeigt das Ziel (Textzeilen bzw. Baum), denn den Zustand hat man ohnehin vor sich. Es gibt hier weder Splitter noch Min/Normal/Max-Buttons — es ist nichts zu teilen. Der Bereichstitel „DIAGRAMM" entfällt; die Zeile wird für Umschalter und Aktionen gebraucht. Der Dokumenten-Wähler steht direkt neben dem Umschalter und ist damit genau dann zu sehen, wenn der Text vorn ist. Die übrigen Aktions-Knöpfe bleiben rechts in der Titelzeile und werden mit umgeschaltet — jeder Bereich zeigt seine eigenen, in der unten beschriebenen komprimierten Form. Der sichtbare Bereich wird gemerkt; ein Sprung zwischen Diagramm und Text (§9) holt den nötigen Bereich selbst nach vorn. Nur dieser Umschalter wechselt den Bereich — insbesondere kostet kein Tippen im Text den Editor. Umgekehrt trägt der Umschalter zugleich die Navigation zum Knoten: Wer aus dem Text ins Diagramm wechselt, landet auf dem Knoten der Cursor-Zeile (zentriert und hervorgehoben) — der Alt+Klick dieser Richtung (§9) steht auf dem Telefon nicht zur Verfügung. Voreinstellung ist das Diagramm. Beide Inhalte werden hier zudem rund 25 % kleiner dargestellt, damit mehr Plan auf die Fläche passt; das ist ein Faktor auf den Zoom, der Zoom-Regler arbeitet unverändert relativ dazu und zeigt den effektiven Wert (auf dem Telefon also 75 %). Der Grafikexport ist davon unberührt — er zeichnet immer die unskalierte Geometrie nach. Die Legende bekommt hier einen eigenen Umschalter im Editor-Kopf (statt der dauerhaften „AGENDA“-Zeile), damit sie zugeklappt keinen Platz kostet. Der Modus-Wähler zeigt nur das aktive Icon und schaltet bei jedem Tippen reihum weiter (horizontal → kompakt → vertikal → …), spart also zwei Drittel der Breite. Die Sprachwahl zeigt eingeklappt nur die aktive Sprache; ein Tipp darauf klappt die volle Leiste als Overlay über die Kopfzeile auf (verdeckt die übrigen Bedienelemente, statt die Zeile zu verbreitern), nach der Auswahl klappt sie wieder auf die gewählte Sprache ein (Tipp daneben schließt ebenfalls). Die Download-Buttons (SVG/PNG mit Text-Label) verbergen sich hinter einem einzelnen Download-Icon, das die Formatwahl bei Bedarf als kleines Dropdown-Overlay unter der Kopfzeile zeigt — sonst bräche die Titelzeile um; „Kopieren" bleibt sichtbar. Der Untertitel wird auf eine garantiert einzeilige Kurzfassung reduziert. Voreinstellung auf kleinem Bildschirm ist Vollbild (siehe D17).

Günstigster Pfad (Kosten-Hervorhebung)

Ein Umschalter (Icon-Button im Diagramm-Kopf, Voreinstellung an, Zustand persistiert) hebt den kostengünstigsten Weg durch den Baum hervor. Gerechnet wird die noch offene Arbeit — der Pfad beantwortet „was ist als Nächstes am günstigsten?", nicht „was hätte der Plan von vorn gekostet?". Ermittelt werden die für die günstigste Realisierung nötigen Knoten:

  • Erledigtes kostet nichts mehr: Ein Knoten mit [x] oder [^] (§4) geht mit 0 in die Rechnung, unabhängig von seiner Größe. Angefangenes ([~], [/]) zählt dagegen voll — die Arbeit ist noch offen. Maßgeblich ist der intrinsische Status: Investiert ist investiert, auch wenn Abhängigkeiten den Knoten effektiv zurückhalten (§4). Abgezogen werden nur die eigenen Kosten des Knotens, nicht die seines Teilbaums. Folge in Alternativgruppen: Eine bereits realisierte Alternative gewinnt, auch wenn eine unangetastete nominell billiger wäre — die Wahl ist getroffen und bezahlt. Siehe D46.
  • all of: alle Kinder sind nötig.
  • any of: nur die günstigste Alternative ist nötig. „Günstig" = kleinste rekursive Kosten (eigene T-Shirt-Größe plus — je Gate — Summe bzw. Minimum der Kinder). Bei Gleichstand gewinnt die erste Alternative.
  • Optionale Knoten (+, §3) sind nie nötig — sie zählen weder zu den Kosten ihres Elternknotens noch liegen sie auf dem Pfad, und der Teilbaum unter ihnen ebenso wenig. Genau dafür gibt es das Zeichen: Ohne + rechnet der günstigste Pfad jede Zugabe ins Minimum ein und überschätzt es.
  • Verworfene Knoten zählen nie mit (unabhängig vom „verworfene einblenden"- Filter).
  • Fehlende Größe wird als M gewertet (nur für diese Kostenschätzung; die SPEC-Semantik der Größen in §5 bleibt unberührt).

Mit Abhängigkeiten (§1) zählt die Dependency Closure. Jeder nötige Knoten zieht seine :#…-Ziele samt deren Realisierung in die nötige Menge; gemeinsam Gebrauchtes zählt über die Mengen-Vereinigung nur einmal. Regeln:

  • Abhängigkeiten ziehen ihr Ziel auch dann, wenn es optional ist oder in einer nicht gewählten Alternative steht — gebraucht ist gebraucht; im Diagramm bleibt so ein einzelner heller Knoten in einem zurückgetretenen Zweig stehen. Nur verworfene Ziele werden nie gezogen (verworfen zählt nie); dass so ein Knoten nicht fertig werden kann, zeigt der effektive Status (§4).
  • Damit ist die Wahl je Alternativgruppe nicht mehr lokal: Eine teurere Alternative kann gewinnen, weil ihre Abhängigkeiten anderswo ohnehin bezahlt werden. Verfahren (D42): erschöpfende Suche über die gekoppelten Gruppen (Gruppen, deren Teilbäume Abhängigkeiten enthalten oder gebraucht werden); alle übrigen wählen lokal wie bisher, bei Gleichstand die erste. Wird die Suche zu groß, rechnet die Anzeige gierig und sagt es — Warnung cheapApprox, zeilenlos.

Darstellung per Inversion: nicht benötigte Knoten (nicht-gewählte any-of-Alternativen und optionale Knoten, je samt Teilbaum) treten zurück (blass, entsättigt); der günstige Pfad hebt sich dadurch von selbst ab — kein zusätzlicher Rahmen an den ohnehin dichten Knoten-Ecken. Erledigte Knoten treten nie zurück: Ein Knoten mit [x] oder [^] behält seine volle Statusfarbe (§4) — grün bzw. blau sagt bereits „hier ist nichts mehr zu tun"; ihn auszublassen hieße, er sähe aus wie eine verworfene Alternative. Das gilt unabhängig davon, ob er auf dem Pfad liegt: auch die fertige Zugabe (+, §3) und die fertige, nicht gewählte Alternative behalten ihre Farbe. Blass heißt damit einheitlich „hier ist nichts getan und wird auch nichts getan". Maßgeblich ist der intrinsische Status (die eigene Box), gefärbt wird weiterhin nach dem effektiven (oben) — ein von Abhängigkeiten zurückgehaltenes [x] steht also in voller Stärke in seiner effektiven Farbe. Wo die Größe implizit als M angenommen wird, zeigt der Knoten ein invertiertes Größen-Badge (weiß mit petrolfarbenem Rand/Text statt gefüllt) mit erläuterndem Tooltip — an einem erledigten Knoten entfällt es, dort wird keine Kostenannahme mehr getroffen.

Zusätzlich fädelt eine gestrichelte, geschwungene Petrol-Linie durch die offenen Endknoten des Pfads (Katmull-Rom-Spline in Dokument-Reihenfolge, in allen Modi). Die kräftige Linie liegt hinter den Knoten (nur in den Lücken voll sichtbar), eine abgetönte Kopie davor deutet den Verlauf beim Durchschreiten eines Knotens nur schwach an. An jedem solchen Endknoten sitzt ein großer, blasser Petrol-Stationspunkt (U-Bahn-Plan-Prinzip: der Knotentext bleibt lesbar) — durchquerte Fremd- oder Zwischenknoten und erledigte Knoten tragen keinen, sodass eindeutig bleibt, wo noch Arbeit endet. Station ist damit der tiefste noch offene Knoten eines Zweigs: Sind alle Kinder erledigt, wird der offene Elternknoten selbst die Station (die Restarbeit ist dann seine); ist ein ganzer Zweig erledigt, hat er keine. Linie, abgetönte Kopie und Punkte erscheinen bei aktivem Umschalter auch im Grafikexport. Siehe D18, D46.

Von Station zu Station. Neben dem Umschalter steht ein Knopf, der die Stationen der Reihe nach anspringt: Der erste Druck holt die erste — das, was als Nächstes dran ist —, jeder weitere die nächste, nach der letzten wieder die erste. Gegangen wird die Dokument-Reihenfolge, also dieselbe, in der die Linie durch die Stationen fädelt. Der Knoten wird zentriert, hervorgehoben und bekommt den Tastaturfokus — dieselbe Behandlung wie beim ausdrücklichen Alt+Klick (§9, Sprung zwischen Diagramm und Text); von dort führt Alt+Enter in die zugehörige Textzeile. Fortgesetzt wird am gerade hervorgehobenen Knoten: Steht der auf einer Station, geht es bei der nächsten weiter, sonst wieder vorn. Der Knopf ist verborgen, solange es keine Station gibt — bei ausgeschaltetem Pfad ebenso wie bei einem durchweg erledigten Plan; sein Tooltip nennt die Zahl der offenen Stationen. Siehe D47.

Diagramm aus einer URL laden (?sourceUrl=)

Der Editor kann den Notationstext aus einer externen Textdatei beziehen: …?sourceUrl=https://example.org/plan.txt (relative Angaben werden gegen die Seite aufgelöst; zugelassen sind nur http/https). Der Text wird als eigenes Dokument geführt, dessen Name die URL ist (vollständige URL im Tooltip); derselbe Link aktualisiert dieses Dokument, statt ein neues anzulegen. Ist der Parameter gesetzt, wird bei jedem Laden neu geholt — die URL ist die Quelle der Wahrheit, lokale Änderungen daran überleben ein Neuladen nicht. Scheitert das Laden (häufigster Fall: das Ziel sendet keinen Access-Control-Allow-Origin-Header, außerdem 404/Netzfehler), bleibt der bisherige Stand stehen und es erscheint eine Warnung. Siehe D23.

Gemeinsam an einem Pad arbeiten (?etherpad=)

Für Zusammenarbeit in Echtzeit nimmt der Editor die Adresse eines Etherpad-Pads — die Adresse, die im Browser steht, ohne Export-Pfad: …?etherpad=https://pad.example.org/p/mein-plan. Werkbaum hängt den Klartext-Export (/export/txt) selbst an; ein versehentlich mitgegebener Export- oder /timeslider-Pfad wird abgeschnitten.

  • Das Pad ist die Schreibfläche, Werkbaum die Ansicht. Alle bearbeiten den Notationstext im Pad, jeder Betrachter sieht das Diagramm mitwachsen. Das Zusammenführen gleichzeitiger Änderungen macht Etherpad; Werkbaum tut es nicht.
  • Deshalb ist das Textfeld für ein solches Dokument schreibgeschützt — ein Knopf in der Editor-Titelzeile öffnet das Pad im neuen Tab. Ohne den Schutz verschwände getippter Text beim nächsten Abruf.
  • Das Pad kann im Editor-Panel eingebettet werden. Ein Wähler in der Titelzeile schaltet reihum zwischen drei Ansichten: Pad und Text (beide, durch einen eigenen Splitter frei geteilt — Doppelklick setzt zurück), nur Pad und nur Text. Die Aufteilung wird für nebeneinander und gestapelt getrennt gehalten und bleibt erhalten.
    • Der schmal gezogene Textspiegel behält seinen Zweck: Der Sprung zwischen Diagramm und Text (§9) arbeitet auf ihm. In „nur Pad" ist er ausgeblendet — ein Sprung holt ihn dann selbst zurück, so wie er ein zugeklapptes Editor-Panel aufklappt.
    • Der Rahmen wird nur geladen, wenn er sichtbar ist. Ein geladenes Pad verbindet sich und zeigt dich in dessen Anwesenden-Liste; „nur Text" ist damit die Ansicht, die nichts von dir verrät.
  • Geholt wird auf Knopfdruck, nicht selbsttätig: Ein Neu-laden-Knopf neben dem Pad-Knopf holt den aktuellen Stand. Etherpad drosselt den Export (serienmäßig 10 Abrufe je 90 s und IP); ein Hintergrund-Takt läuft dagegen an und bekommt am Ende gar nichts mehr. Läuft ein Abruf, dreht das Symbol — bei gedrosselter Gegenseite kann das bis zum Abbruch (20 s) dauern.
  • Der Knopf greift gut mit „Was ist neu?" (§9) zusammen: drücken, und was seither in Produktion ging, leuchtet auf.
  • Name ist die vollständige Pad-URL (nicht der bloße Pad-Name — zwei Pads gleichen Namens auf verschiedenen Hosts wären sonst nicht zu unterscheiden), wie bei ?sourceUrl=. Identität und Name leiten sich von der Pad-Adresse ab, nicht von der Export-Adresse — derselbe Pad ergibt damit genau ein Dokument, gleich in welcher Schreibweise der Link kam.
  • ?sourceUrl= bleibt unverändert: statische Datei, einmal pro Laden geholt. Der eigene Parameter trägt gerade den Unterschied.
  • Fehler (CORS, 404, Netz) melden sich wie bei ?sourceUrl=. Ein Abbruch wegen Zeitablauf bekommt eine eigene Meldung, die die Drosselung benennt — die ?sourceUrl=-Meldung zeigt auf CORS und schickte hier auf die falsche Fährte. Scheitert schon der erste Abruf, bleibt der Neu-laden-Knopf sichtbar und holt es nach; ein Neuladen der Seite ist nicht nötig.

Siehe D31.

Legende im Editor-Panel

Neben dem Textfeld steht eine aufklappbare Legende (Notation in Kurzform, abschließend eine Bedienungs-Zeile). Sie ist scrollbar, wenn ihr Inhalt höher ist als der Platz, und über einen eigenen Splitter vom Textfeld abgeteilt: horizontal nebeneinander (Legendenbreite), in den gestapelten Modi und auf kleinem Bildschirm untereinander (Legendenhöhe). Ziehen verteilt frei, Doppelklick stellt die Vorgabe wieder her; die Aufteilung bleibt für beide Ausrichtungen getrennt erhalten. Die Legende belegt höchstens 85 % des Panels, damit das Textfeld nie ganz verschwindet. Siehe D26.

Was ist neu? (Dokumente von außen)

Bei Dokumenten, die von außen kommen (mitgeliefert, per ?sourceUrl= oder ?etherpad=), wird gezeigt, was sich seit dem letzten Besuch getan hat. „Neu" heißt: neu in Produktion — ein Knoten trägt jetzt [^] und tat es in der zuletzt gesehenen Fassung nicht. Solche Knoten bekommen einen gelben Strahlenkranz nach außen (die Füllung bleibt die Statusfarbe aus §4). Ein Knopf im Diagramm-Kopf nennt die Anzahl und bestätigt per Klick; danach ist die aktuelle Fassung die neue Vergleichsbasis. Beim ersten Ansehen eines Dokuments leuchtet nichts. Der Kranz erscheint weder im Druck noch im Grafikexport — er hängt am persönlichen Besuchsstand. Siehe D28.

Sprung zwischen Diagramm und Text

Jeder Knoten kennt seine Zeilennummer im Notationstext; beide Richtungen sind verknüpft (siehe D25):

  • Diagramm → Text: Alt+Klick auf einen Knoten markiert die zugehörige Zeile im Texteditor (ganze Zeile ausgewählt, in Sicht gescrollt, Fokus im Textfeld). Tastatur: Alt+Enter am fokussierten Knoten. Auf Touch-Geräten: langer Druck — nach ≥ 500 ms zeigt der Knoten einen Petrol-Ring („scharf"), der Sprung erfolgt beim Loslassen; ein Wischen bricht ab. Ist das Editor-Panel zugeklappt, öffnet der Sprung es zuerst. Der Sprung ist „hinschauen": Er holt keine Bildschirmtastatur herauf — die erscheint erst, wenn das Textfeld selbst angetippt wird.
  • Text → Diagramm: Der Knoten der Cursor-Zeile wird im Diagramm hervorgehoben und beim Zeilenwechsel ins Bild gescrollt. Beschreibungszeilen zählen zu ihrem Knoten: Steht der Cursor in einer "-Zeile (§1) oder in einem ID-Block des ----Beschreibungsteils (Kopfzeile eingeschlossen), gilt der beschriebene Knoten als ausgewählt — solche Zeilen tragen keinen eigenen Knoten, gehören aber zu einem, und wer darin schreibt, arbeitet an genau diesem Knoten. Das gilt für beide Richtungen der Geste (also auch für den ausdrücklichen Alt+Klick unten) und für die Hervorhebung der Abhängigkeits-Kanten (§9). Zeilen ohne Knoten (Kommentar, Leerzeile, der ----Trenner selbst, ausgeblendetes verworfenes Element) heben nichts hervor. Die Hervorhebung arbeitet auf einer eigenen Achse — Tiefe: weißer Halo + Ring in Tinte, dazu ein Schlagschatten und eine leichte Vergrößerung, sodass der Knoten sich aus der Ebene hebt. Das ist der einzige Kanal, den sonst nichts im Diagramm belegt, kollidiert also mit keiner Farbcodierung (Status §4, gelber Kranz und Petrol-Kranz oben). Beim Zeilenwechsel meldet sie sich zusätzlich mit einem einmaligen Puls — einem kurzen Hüpfer und einem auslaufenden Ring; kein Blinken, und bei prefers-reduced-motion entfällt er. Der Pfad-Filter (§9, günstigster Pfad) blasst sie nie aus: Wo der Cursor steht, bleibt sichtbar. Siehe D25.
  • Text → Diagramm, ausdrücklich: Alt+Klick im Textfeld (Tastatur: Alt+Enter) holt den Knoten der Cursor-Zeile in die Mitte des Diagramms und gibt ihm den Tastaturfokus — dieselbe Geste in beide Richtungen. Sie ergänzt das Mitlaufen der Cursor-Zeile: Das scrollt bewusst nur so weit wie nötig und nur beim Zeilenwechsel (sonst ruckelte das Diagramm beim Tippen). Wer einen Knoten wirklich sehen will, sagt es mit Alt. Auf einer Zeile ohne Knoten geschieht nichts.
  • Der einfache Klick bleibt unverändert der Link (§6): Ein Knoten mit URL öffnet sie weiterhin im neuen Tab. Deshalb Alt und nicht der einfache Klick.
  • Auffindbarkeit: Solange Alt gedrückt ist, zeigen alle Knoten den Sprung-Cursor und der Knoten unter dem Zeiger einen Petrol-Ring — die Geste ist im Moment des Ausprobierens sichtbar, auch auf verlinkten Knoten. Dazu nennt der Knoten-Tooltip die Geste, und die aufklappbare Legende schließt mit einer Bedienungs-Zeile ab.
  • Die Hervorhebung ist eine reine Editierhilfe: nicht im Grafikexport, nicht im Druck.

Kurzschreibweise der Knoten-ID beim Tippen (#.name)

Eine Eingabehilfe, keine Notation: Wer #.kc unter einem Knoten mit der ID #prod-stage schreibt, findet beim Verlassen der Zeile #prod-stage.kc im Text. Aufgelöst wird gegen den nächsten Vorfahren mit ID; gibt es keinen oder trägt er selbst noch eine Kurzform, bleibt die Zeile stehen (#.kc ist ohnehin eine gültige ID — der Punkt gehört zur Zeichenmenge, §1). #..x wird nicht angefasst.

Die Datei enthält danach immer die volle ID: Sie bleibt durchsuchbar und überlebt das Umsortieren, worauf die Abhängigkeiten :#… bauen. An der Notation ändert sich dadurch nichts — der Parser sieht nie eine Kurzform, und llms.md (§13) bleibt unberührt. Angefasst wird nur die Zeile, in der auch getippt wurde; Abhängigkeiten (:#…) und der Beschreibungsteil hinter --- bleiben außen vor. Siehe D55.

Zeilennummern im Texteditor

Links neben dem Textfeld steht ein schmaler Streifen mit den Zeilennummern — dieselben, die die Warnungen nennen („Zeile 12: …", §4). Ohne ihn muss man sie im Text abzählen.

  • Das Textfeld bricht Zeilen nicht um (D49). Die Einrückung trägt die Hierarchie (§2), und ein weicher Umbruch setzt die Fortsetzung an den linken Rand — die Ebene wäre damit gerade dort nicht mehr abzulesen, wo eine Zeile lang ist. Zu lange Zeilen bekommen einen waagerechten Balken; eine logische Zeile ist damit immer genau eine Bildzeile.
  • Der Streifen scrollt nur senkrecht mit: Die Zahlen bleiben stehen, wenn der Text waagerecht verschoben wird. Ein Sprung auf eine Zeile (§9) setzt die waagerechte Verschiebung zurück — er zeigt auf eine Zeile, nicht auf ihr Ende.
  • Die Cursor-Zeile und Zeilen mit einer Warnung heben sich ab (Warnung in --warn, #B45309) — genau die beiden Fälle, für die man hinsieht.
  • Die Zahl einer Warn-Zeile trägt die Meldung als Tooltip — wörtlich dieselbe, die unter dem Diagramm im Warnungsbereich steht; mehrere Warnungen einer Zeile stehen darin untereinander. Der Streifen bleibt aria-hidden: Für Screenreader ist die Live-Region des Warnungsbereichs die Quelle, der Tooltip erspart nur den Weg dorthin. Ohne Zeiger gibt es ihn nicht (wie überall) — die Meldung steht dort ohnehin vollständig. Siehe D33-Nachtrag.
  • Reine Lesehilfe: kein Bestandteil des Notationstexts, nicht im Grafikexport und nicht im Druck (dort ist ohnehin nur das Diagramm zu sehen).

Siehe D33, D49.

Fokusmarke im Diagramm (!!!, §1)

Ein mit !!! markierter Knoten trägt einen Strahlenkranz in Petrol — kräftiger Ring in --or (#0F766E) plus leuchtender Schein in hellem Teal (#14B8A6) — und wird ins Bild geholt. Gebaut wie der gelbe Kranz für „neu in Produktion" (§9): Schein nach außen, damit die Knotenfüllung dem Status (§4) gehört und lesbar bleibt. Kein Blinken.

  • Die Farbe trägt die Bedeutung: Gelb heißt „seit deinem letzten Besuch live gegangen" (eine stehende Tatsache), Petrol heißt „jemand zeigt gerade hierauf" (ein Zuruf). Beides kann zugleich zutreffen und muss darum unterscheidbar bleiben; trifft es zusammen, wird der Ring petrol und der Schein gelb.
  • Trifft die Marke mit der Cursor-Zeile zusammen, liegt der Tinte-Ring innen und der Schein außen — die eigene Cursor-Position und der fremde Zuruf bleiben so auseinanderzuhalten.
  • Ins Bild geholt wird nur, wenn sich die Marke ändert — sonst zöge das Diagramm bei jedem Neubau den Blick zurück und man könnte nicht wegscrollen.
  • Wie die Cursor-Zeile erscheint sie nicht im Druck und nicht im Grafikexport: Sie sagt „schau jetzt hierhin", nicht „so ist der Plan".

Ein- und ausklappbare Teilbäume (> / <, §1)

Jeder Knoten mit sichtbaren Kindern trägt ein kleines Falt-Zeichen vor dem Label: offen, „▸ n“ eingeklappt (n = Zahl der verborgenen Knoten). Klick auf das Zeichen klappt um — der einfache Klick auf den Knoten selbst bleibt der Link (§6); Tastatur: klappt zu, klappt auf am fokussierten Knoten (WAI-ARIA-Baum-Idiom).

  • Anfangszustand aus dem Text (§1): > klappt ein. < holt seinen Teilbaum hervor, indem die Faltung die Pfad-Ebenen hinunterwandert: Jeder eingeklappte Vorfahr öffnet sich, seine übrigen Kinder stehen stattdessen als einzelne eingeklappte Knoten da — sichtbar ist genau der Pfad samt Teilbaum, der Rest bleibt kompakt. Ein > innerhalb des hervorgeholten Teilbaums bleibt respektiert.
  • Auch ein !!!-markierter Knoten (§1) holt sich auf diese Weise hervor — ein Zeigefinger auf etwas Unsichtbares zeigte ins Leere.
  • Umklappen im Diagramm schreibt die Marke in den Text zurück. Damit ist der Text auch für die Faltung die eine Quelle der Wahrheit: Was du siehst, steht geschrieben, und ein Neuladen stellt es wieder her. Die Änderung ist eine gewöhnliche Textänderung — sie lässt sich mit Rückgängig zurücknehmen und macht ein mitgeliefertes Dokument zu einem bearbeiteten (§9, D27). Geschrieben wird minimal: Nur die Zeile des umgeklappten Knotens wird angefasst, solange die übrigen Marken den Zustand noch richtig beschreiben — ein von Hand gesetztes < bleibt also stehen. Trifft es nicht mehr zu, werden alle Marken neu gesetzt und das < dabei aufgelöst.
  • Wo der Text nicht beschreibbar ist — bei einem Pad-Dokument (§9) —, gilt der Eingriff je Knoten (Identität = Label-Pfad, wie bei „Was ist neu?“) und nur für die Sitzung; ein Dokumentwechsel setzt ihn zurück. Dasselbe gilt für einen Zustand, der sich in Marken gar nicht ausdrücken lässt (etwa weil eine Fokusmarke !!! ihren Knoten immer wieder hervorholt): Dann wird lieber nichts geschrieben, als einen Text zu hinterlassen, der etwas anderes sagt als das Bild.
  • Für den ganzen Baum gibt es im Diagramm-Kopf einen Umschalter: gedrückt ist alles ab Größe M abwärts zugeklappt, nicht gedrückt ist der ganze Baum offen. Betroffen ist jeder Knoten mit Kindern, dessen angegebene Größe (§5) M oder kleiner ist — offen bleiben L, XL, XXL. Ein Knoten ohne Größenangabe wird nicht zugeklappt: Der günstigste Pfad rechnet fehlende Größen zwar als M (unten), das ist aber eine Kostenannahme und keine Aussage des Autors.
  • Beide Stellungen beschreiben einen vollständigen Faltzustand — was der Umschalter nicht zuklappt, ist danach offen. Sein Zustand wird nicht gemerkt, sondern am Baum abgelesen: Wer danach einen Knoten von Hand umklappt, sieht ihn von selbst herausspringen. Geschrieben wird wie beim einzelnen Umklappen — ein einziger Rückgängig-Schritt für den ganzen Vorgang. Siehe D44.
  • Faltung ist reine Ansicht: Warnungen aus eingeklappten Teilbäumen werden weiter gemeldet (sie gelten dem Text), und der günstigste Pfad rechnet unverändert über den ganzen Baum.
  • Ein eingeklappter Knoten vertritt seinen Teilbaum auch auf dem günstigsten Pfad: Liegt darin noch offene Pfadarbeit (§9, Erledigtes zählt nicht), ist er deren tiefste noch sichtbare Station — die Linie führt zu ihm und endet dort mit einem Stationspunkt („hier drin liegt noch Pfad"). Ohne das überspränge sie den ganzen Zweig, als wäre dort nichts zu tun. Ist der verborgene Teilbaum dagegen fertig, bekommt der eingeklappte Knoten keinen Punkt — dort ist wirklich nichts mehr zu tun. Beim Aufklappen geben die Station wieder die Endknoten darunter. Das gilt auch, wenn der eingeklappte Knoten selbst nicht gebraucht wird, sein Teilbaum aber schon (etwa ein per :#… gezogenes Ziel): Er ist dann der einzige sichtbare Griff auf nötige Arbeit und tritt deshalb auch nicht zurück. Bleibt so nur eine sichtbare Station übrig (etwa bei eingeklapptem Wurzelknoten), entfällt die Linie — durch einen einzelnen Punkt führt keine —, der Stationspunkt bleibt; sonst verschwände der Pfad ausgerechnet dort ganz, wo der Baum am dichtesten gefaltet ist. Gilt auch im Grafikexport.
  • Export und Druck folgen der sichtbaren Faltung (dieselbe Regel wie beim „verworfene einblenden“-Filter): Verborgene Teilbäume fehlen, eingeklappte Knoten behalten die Kennzeichnung „▸ n“ — das Bild behauptet damit keine Vollständigkeit. Das ▾ offener Knoten ist ein Bedienelement und erscheint weder im Export noch im Druck.

Siehe D38.

Querverbindungen der Abhängigkeiten (:#…, §1)

Abhängigkeiten werden als optisch sekundäre Kanten gezeichnet: dünn, blassgrau (#6B7A8C), gepunktet und geschwungen — Punktierung und Krümmung unterscheiden sie doppelt von den Baumlinien (durchgezogen bzw. gestrichelt, immer orthogonal) und halten sie zurückhaltend — auf einer eigenen Zeichenebene hinter den Knoten, mit einer kleinen offenen Pfeilspitze auf das Gebrauchte („braucht“-Richtung; ein Winkel aus zwei Strichen, kein gefülltes Dreieck). Der Baum trägt weiterhin die Hauptaussage.

  • Die Kanten des ausgewählten Knotens — Tastaturfokus im Diagramm, sonst der Knoten der Cursor-Zeile — liegen hervorgehoben in Tinte auf einer vorderen Ebene, ein- wie ausgehende.
  • Kanten zu gerade nicht sichtbaren Knoten (eingeklappt §9, verworfen ausgeblendet §4) entfallen; bei doppelter ID zielt die Kante auf die erste Vergabe (D36/D39).
  • Die Basis-Kanten erscheinen auch im Grafikexport und im Druck; die Hervorhebung ist Interaktion und erscheint nicht. Siehe D41.

Grafikexport des Diagramms

Das Diagramm wird aus der Live-Geometrie in ein eigenständiges SVG (nur Formen

  • Text, keine externen Ressourcen) nachgezeichnet. Zwei Icon-Schaltflächen:
  • Kopieren — als PNG in die Zwischenablage. Es werden zwei Flavors geschrieben: image/png (das eigentliche Bild) und text/html mit eingebettetem PNG. Fällt der Bild-Clipboard ganz aus (fehlende ClipboardItem-Unterstützung), wird der SVG-Quelltext kopiert.
  • Herunterladen — als Datei, zwei Schaltflächen mit Format-Label: SVG (werkbaum-diagramm.svg, Vektor) und PNG (werkbaum-diagramm.png, Raster). Der Datei-Weg ist der verlässliche Weg für Programme, die das Browser-Bild-Clipboard nicht erkennen. Manche Programme lesen auch das SVG nicht (z. B. LibreOffice) — dafür gibt es die PNG-Datei, die überall per „Bild einfügen“ importierbar ist.
  • Übernommen werden Knotenfarben (Status §4), Größen-Badge, Tags und der Geister-Knoten; die Verbindungslinien werden je Gate neu gezogen (und = durchgezogen Tinte, oder = gestrichelt Grau) und treffen die Knoten unabhängig vom Darstellungsmodus.
  • Es wird genau die sichtbare Struktur exportiert (der „verworfene einblenden“-Filter wirkt auch hier).

Barrierefreiheit

Die visuell codierten Knoten-Eigenschaften werden für Screenreader in einem sprechenden aria-label je Knoten zusammengefasst — Label, Status, Aufwand (inkl. „(angenommen)“ beim impliziten M), Zuständige, ob der Knoten optional (§3) und ob er verlinkt ist —, alles in der aktuellen UI-Sprache. Die rein visuellen Beiwerke (Größen-Badge, Tags, ↗-Pfeil) sind aria-hidden, damit sie nicht kryptisch doppelt vorgelesen werden. Alle Knoten sind fokussierbar (tabindex="0" bzw. der Link selbst); die Fokusreihenfolge entspricht der Dokument-/ Lesereihenfolge (Wurzeln, dann Kinder in Tiefe). Ein sichtbarer :focus-visible-Rahmen (Petrol) zeigt den Tastaturfokus. Der Warnungsbereich ist eine Live-Region (role="status", aria-live="polite"), sodass neue Warnungen (z. B. gemischte Gates) angesagt werden.

Druck

Ein @media print-Stylesheet reduziert die Seite auf das Diagramm: Kopfzeile, Editor-Panel, Splitter, sämtliche Bedienelemente (Diagramm-Kopf), Warnungen und Footer werden ausgeblendet; das Diagramm füllt die Seite und darf über mehrere Seiten laufen. Die Statusfarben werden bewusst mitgedruckt (print-color-adjust: exact), Knoten brechen nicht über den Seitenrand (break-inside: avoid), und der Günstigster-Pfad-Overlay wird mitgedruckt. Sehr breite Bäume laufen bei 100 % über die Seitenbreite hinaus — dann im Druckdialog „an Seite anpassen“ bzw. Querformat wählen.

10. Beispiel (kanonisch)

%% Projektstruktur  Stand Sprint 14
[~] Website-Relaunch (XL) https://wiki.example.de/relaunch
  - [x] Konzeption (M)
    - [x] Zielgruppenanalyse (S)
    - [x] Sitemap (XS)
  - [~] Umsetzung (XL)
    - [/] Frontend (S) https://git.example.de/frontend @anna
    - [ ] Backend (L) @ben @carla
    + [?] Dark Mode (S)  %% Zugabe, nicht erforderlich
    - [ ] CMS-Anbindung (M)
      | [ ] WordPress
      | [?] Headless CMS
      | [-] Eigenentwicklung  %% Aufwand zu hoch
  - [?] Hosting (M)
    | Cloud
    | On-Premise

11. Reservierte Erweiterungen (noch nicht implementiert)

Vergebene Zeichen und geplante Schreibweisen. Reserviert heißt: nicht anderweitig verwenden — nicht: schon entschieden. Die endgültige Schreibweise wird hier festgelegt, bevor sie gebaut wird; wo unten „offen“ steht, ist sie das auch. Begründung und Zusammenhang: D34.

Referenzen und Knoten-IDs (#)

  • #123, #US-123 — Referenz auf externe Tickets (geplant für die Tracker-Integration). Ticket-Referenzen werden so notiert, weil es die etablierte Kurzschreibweise ist; sie haben unter den #-Verwendungen Vorrang. Ticket-Kennungen sind auch alphanumerisch (Taiga schreibt #US-123 für eine User Story, Jira #ABC-123) — die Zeichenmenge der Knoten-ID (§1) deckt sie ab.
  • #authKnoten-ID: umgesetzt, Definition jetzt in §1 (Zeichenmenge, Alleinstehend-Regel, Warnung duplicateId). Ziel für Abhängigkeiten und Beschreibungsblöcke (siehe unten).

Beide Rollen vertragen sich: Oft ist die Ticket-Kennung die natürliche Knoten-ID. Als Ticket-Link behandelt wird ein Token nicht an seiner Form (die frühere Heuristik „rein numerisch" trägt bei alphanumerischen Kennungen nicht), sondern am Muster des angebundenen Trackers — konfigurierbar, z. B. US-\d+/\d+ bei Taiga; festzulegen im Taiga-Spike (D34-Nachtrag). Freie Schlagworte liegen nicht mehr auf # — siehe &tag unten; damit ist die frühere Dreifach-Rolle von # aufgelöst (D34).

Schlagworte (&tag) — reserviert, bewusst ungebaut

  • &tag — freies Schlagwort: benennt eine Menge von Knoten quer zur Hierarchie (die ID benennt genau einen). Mehrere pro Zeile, Position egal, gleiche Zeichenmenge wie @name (§7: Unicode-Buchstaben, Ziffern, ., _, -).
  • Erkannt nur alleinstehend angesetzt ((^|\s)&\w, wie !!! in §1) — „R&D“ und „Drag & Drop“ bleiben damit gewöhnliche Labels.
  • Niedrig priorisiert: Ohne ein Feature, das Schlagworte auswertet (Filter-/Hervorheben-Linse, Taiga-Label-Sync), sind sie nur Kommentare mit Extra-Syntax — gebaut werden sie erst zusammen mit dem ersten solchen Konsumenten. Bis dahin gilt allein: & nicht anderweitig vergeben.

Abhängigkeiten zwischen Knoten (:#auth,#api)

Die Schreibweise ist umgesetzt — Definition jetzt in §1 (Token-Vertrag, Alleinstehend-Regel, Zyklen zulässig, Warnung unknownDep). Offen sind die Konsumenten: der effektive Status, die Querverbindungen im Diagramm und die Closure-Rechnung des günstigsten Pfads (alle drei unten).

Intrinsischer und effektiver Status

Umgesetzt — Rechenregel in §4 (Fortschritts-Rang, Minimum über die Abhängigkeits-Hülle), Darstellung in §9 (Knotenfarbe = effektiver Status, Diskrepanz-Marke unten links). Siehe D39.

Querverbindungen im Diagramm

Umgesetzt — siehe §9 (Querverbindungen der Abhängigkeiten): eigene SVG-Zeichenebene, gekrümmte blassgraue Kanten mit Pfeilspitze hinter den Knoten, Hervorhebung am ausgewählten Knoten. Begründung: D41.

Günstigster Pfad mit Abhängigkeiten

Umgesetzt — siehe §9 (Dependency Closure): Vereinigung statt Teilbaum, gemeinsam Gebrauchtes zählt einmal, erschöpfende Suche über die gekoppelten Gruppen mit benanntem gierigem Rückfall. Begründung: D42.

Knotenbeschreibungen (" und ---)

Umgesetzt — Schreibweise in §1 (Kurzform als "-Zeile, Langform als ID-Blöcke im ----Beschreibungsteil), Anzeige in §9 (Tooltip, ”-Marke). Entscheidung und verworfene Alternativen: D34-Nachtrag, D40.

12. Dateiendung

  • Notationstexte tragen die Endung .werkbaum, Kodierung UTF-8, Zeilenende LF. Beispiele: docs/examples/*.werkbaum.
  • Die Endung ist Konvention, kein Vertrag: Der Parser sieht nur Text, und das Laden per ?sourceUrl= (§9) wertet weder Endung noch Content-Type aus. .txt und endungslose Dateien bleiben damit gültig.
  • Es gibt keinen registrierten MIME-Typ; wer selbst ausliefert, nimmt text/plain; charset=utf-8 (dann zeigt der Browser die Datei an, statt sie herunterzuladen). Siehe D24.

13. Agenten-Fassung (llms.md)

Eine englische Kurzfassung dieser Spezifikation für KI-Agenten (lesen und schreiben) liegt als Markdown in frontend/public/llms.md und wird von jeder Instanz unter der Site-Wurzel ausgeliefert (https://werkbaum.javagil.de/llms.md); der Footer verlinkt sie neben der Versionsnummer. Diese SPEC bleibt normativ: Bei Syntaxänderungen wird die Agenten-Fassung im selben Zug nachgezogen (CLAUDE.md). Siehe D43.

Daneben liegt llms.txt — der Wegweiser der llms.txt-Konvention (llmstxt.org): Name, ein Satz zur Sache und Links auf die Kurzfassung, diese SPEC, den Editor und das Repo. Er ist bewusst kurz und rein ASCII, damit er auch dort ankommt, wo ein Server die Kodierung nicht mitschickt. Die Konvention meint mit llms.txt genau so einen Index, nicht den Inhalt selbst — die Kurzfassung ist eine der „markdown files providing more detailed information“, auf die er zeigt. Siehe D43-Nachtrag 2.