feat: Etherpad-Anbindung ausgebaut (D78)

D31 lieh sich fuer die Echtzeit-Zusammenarbeit ein Etherpad: Das Pad war die
Schreibflaeche, Werkbaum die Ansicht. Richtig fuer den Zeitpunkt - die schwere
Arbeit war dort getan, und Werkbaum hatte kein Backend. Jetzt hat es eins
(D76), das dasselbe besser und im Editor selbst kann.

D31 bleibt stehen: Was dort gemessen wurde, ist der Grund, warum die Anbindung
nie gut wurde - Export-Drosselung (10 je 90 s), SameSite=Lax beim
Autoren-Cookie, abgelehnter Socket-Upgrade. Uebrig blieb ein Neu-laden-Knopf
und ein schreibgeschuetztes Textfeld.

Ein alter ?etherpad=-Link meldet sich, statt still nichts zu tun: Der Parameter
bleibt erkannt und ergibt die zeilenlose Warnung padGone, die auf ?live= zeigt
(neun Sprachen). Geholt wird nichts - nachgemessen geht keine Anfrage mehr an
den Pad-Host. Vorhandene Pad-Dokumente bleiben liegen und werden dabei besser:
ohne Schreibschutz sind sie bearbeitbar und sammeln fruehere Staende.

Mit ausgebaut, weil sie nur der Anbindung dienten: remote.js samt Tests, der
Ansichts-Waehler und sein Splitter, der Neu-laden-Knopf samt
Drosselungs-Zaehler, die Warnungen sourceTimeout/padRateLimit, elf i18n-
Schluessel x 9 Sprachen - und src.readOnly ganz, denn nur Pad-Dokumente haben
es gesetzt (mit ihm updateSnapBtn und sieben tote Waechter). Auch #srcArea
faellt weg: den Kasten gab es nur, damit Pad-Rahmen und Spiegel sich einen
Bereich teilen. ?sourceUrl= bleibt unangetastet - beide teilten sich einen
Fetch-Pfad, das war die Stelle, an der nichts verrutschen durfte.

Im Plan wird aus dem #col.pad-Zweig (14 Knoten samt der ganzen
"Update by itself"-Gruppe) ein verworfener Knoten mit Begruendung; der
gemeinsame Zeigefinger wandert als #col.point heraus, denn !!! gilt jedem
geteilten Dokument. 196 Knoten, 0 Warnungen.

Nebengewinn: Der README bekommt endlich den Abschnitt zu ?live= - den gab es
nie, die Einstiegs-Beschreibung stand weiter beim Pad.

Nachgemessen im Browser: ?etherpad= zeigt die Warnung ohne Netz-Anfrage,
?sourceUrl= laedt unveraendert und ist beschreibbar, Textfeld und
Zahlenstreifen liegen buendig, Legenden-Splitter teilt wie zuvor (954+10+300),
Falten und Staende funktionieren. 501 Tests, 946 Zeilen weniger.
This commit is contained in:
mhoennig
2026-08-26 20:31:33 +02:00
parent 911a100df4
commit bfacbe96e5
17 changed files with 267 additions and 934 deletions
+17 -61
View File
@@ -155,7 +155,7 @@ ab, auch außerhalb seines eigenen Teilbaums.
**Fokusmarke `!!!`** — „schau hier hin": Der Knoten wird im Diagramm
hervorgehoben und ins Bild geholt (§9). Gedacht für das gemeinsame Arbeiten an
einem Pad (§9, `?etherpad=`): Weil dort niemand den Cursor der anderen sieht,
einem Dokument (§9, `?live=`): Weil dort niemand den Cursor der anderen sieht,
ist eine Marke **im Text** der einzige Weg, auf eine Stelle zu zeigen — und sie
hat etwas, das ein Cursor nicht hat: **alle** sehen dieselbe Stelle.
@@ -770,59 +770,18 @@ Scheitert das Laden (häufigster Fall: das Ziel sendet keinen
`Access-Control-Allow-Origin`-Header, außerdem 404/Netzfehler), bleibt der
bisherige Stand stehen und es erscheint eine **Warnung**. Siehe D23.
### Gemeinsam an einem Pad arbeiten (`?etherpad=`)
Für Zusammenarbeit in Echtzeit nimmt der Editor die Adresse eines
**Etherpad-Pads** — die Adresse, die im Browser steht, ohne Export-Pfad:
`…?etherpad=https://pad.example.org/p/mein-plan`. Werkbaum hängt den
Klartext-Export (`/export/txt`) selbst an; ein versehentlich mitgegebener
Export- oder `/timeslider`-Pfad wird abgeschnitten.
- **Das Pad ist die Schreibfläche, Werkbaum die Ansicht.** Alle bearbeiten den
Notationstext im Pad, jeder Betrachter sieht das Diagramm mitwachsen. Das
Zusammenführen gleichzeitiger Änderungen macht Etherpad; Werkbaum tut es
nicht.
- Deshalb ist das Textfeld für ein solches Dokument **schreibgeschützt** — ein
Knopf in der Editor-Titelzeile öffnet das Pad im neuen Tab. Ohne den Schutz
verschwände getippter Text beim nächsten Abruf.
- Das Pad kann **im Editor-Panel eingebettet** werden. Ein Wähler in der
Titelzeile schaltet reihum zwischen drei Ansichten: **Pad und Text** (beide,
durch einen eigenen **Splitter** frei geteilt — Doppelklick setzt zurück),
**nur Pad** und **nur Text**. Die Aufteilung wird für nebeneinander und
gestapelt getrennt gehalten und bleibt erhalten.
- Der schmal gezogene Textspiegel behält seinen Zweck: Der Sprung zwischen
Diagramm und Text (§9) arbeitet auf ihm. In „nur Pad" ist er ausgeblendet —
ein Sprung holt ihn dann selbst zurück, so wie er ein zugeklapptes
Editor-Panel aufklappt.
- Der Rahmen wird **nur geladen, wenn er sichtbar ist**. Ein geladenes Pad
verbindet sich und zeigt dich in dessen Anwesenden-Liste; „nur Text" ist
damit die Ansicht, die nichts von dir verrät.
- Geholt wird **auf Knopfdruck**, nicht selbsttätig: Ein Neu-laden-Knopf neben
dem Pad-Knopf holt den aktuellen Stand. Etherpad **drosselt** den Export
(serienmäßig 10 Abrufe je 90 s und IP); ein Hintergrund-Takt läuft dagegen an
und bekommt am Ende gar nichts mehr. Läuft ein Abruf, dreht das Symbol — bei
gedrosselter Gegenseite kann das bis zum Abbruch (20 s) dauern.
- Der Knopf greift gut mit „Was ist neu?" (§9) zusammen: drücken, und was seither
in Produktion ging, leuchtet auf.
- **Name ist die vollständige Pad-URL** (nicht der bloße Pad-Name — zwei Pads
gleichen Namens auf verschiedenen Hosts wären sonst nicht zu unterscheiden),
wie bei `?sourceUrl=`. Identität und Name leiten sich von der **Pad**-Adresse
ab, nicht von der Export-Adresse — derselbe Pad ergibt damit genau ein
Dokument, gleich in welcher Schreibweise der Link kam.
- `?sourceUrl=` bleibt unverändert: statische Datei, einmal pro Laden geholt.
Der eigene Parameter trägt gerade den Unterschied.
- Fehler (CORS, 404, Netz) melden sich wie bei `?sourceUrl=`. Ein **Abbruch**
wegen Zeitablauf bekommt eine eigene Meldung, die die Drosselung benennt —
die `?sourceUrl=`-Meldung zeigt auf CORS und schickte hier auf die falsche
Fährte. Scheitert schon der erste Abruf, bleibt der Neu-laden-Knopf sichtbar
und holt es nach; ein Neuladen der Seite ist nicht nötig.
Siehe D31.
### Kein Etherpad mehr (`?etherpad=`, entfallen)
Der Editor konnte den Notationstext aus einem **Etherpad-Pad** beziehen: Alle
schrieben im Pad, Werkbaum zeigte das Diagramm dazu. Das ist **ausgebaut**
`?live=` (unten) kann dasselbe besser, und zwar im Editor selbst. Ein alter
`?etherpad=`-Link ergibt heute eine **Warnung**, die auf `?live=` zeigt, statt
still nichts zu tun. Siehe D78; die frühere Ausführung steht in D31.
### Gemeinsam an einem Server-Dokument arbeiten (`?live=`)
Liegt der Plan auf einem Werkbaum-Backend, nimmt der Editor dessen
Dokument-Adresse: `…?live=https://example.org/api/v1/documents/<uuid>`.
Anders als beim Pad (`?etherpad=`) wird hier **im Editor selbst geschrieben**,
und alle sehen die Änderungen der anderen, ohne neu zu laden.
Geschrieben wird **im Editor selbst**, und alle sehen die Änderungen der
anderen, ohne neu zu laden.
- **Das Textfeld bleibt beschreibbar.** Nach kurzer Ruhe (1,5 s) schickt der
Editor die Änderung als Zeilen-Diff; ein offener Abruf hält die Gegenrichtung
@@ -852,8 +811,7 @@ Ausrichtungen getrennt erhalten. Die Legende belegt höchstens 85 % des Panels,
damit das Textfeld nie ganz verschwindet. Siehe D26.
### Was ist neu? (Dokumente von außen)
Bei Dokumenten, die von außen kommen (mitgeliefert, per `?sourceUrl=` oder
`?etherpad=`), wird
Bei Dokumenten, die von außen kommen (mitgeliefert oder per `?sourceUrl=`), wird
gezeigt, was sich seit dem letzten Besuch getan hat. **„Neu" heißt: neu in
Produktion** — ein Knoten trägt jetzt `[^]` und tat es in der zuletzt gesehenen
Fassung nicht. Solche Knoten bekommen einen **gelben Strahlenkranz** nach außen
@@ -1018,8 +976,7 @@ eigene ID der Zeile.
weiter: Sie fängt keine Taste ab, solange sie nichts anzeigt, und Tab rückt
bei geschlossener Liste unverändert ein.
- **Kein Vorschlag** bei bloßem `#` (das *definiert* eine ID), im Kommentar
(`%%`), im Beschreibungsteil hinter `---` und in schreibgeschützten
Pad-Dokumenten (§9).
(`%%`) und im Beschreibungsteil hinter `---`.
- Der Parser sieht nie etwas davon; `llms.md` (§13) bleibt unberührt. Für
Screenreader meldet eine höfliche Live-Region die Trefferzahl und den
gewählten Eintrag; das Popup selbst ist `aria-hidden`, normales Tippen
@@ -1099,13 +1056,12 @@ fokussierten Knoten (WAI-ARIA-Baum-Idiom).
angefasst, solange die übrigen Marken den Zustand noch richtig beschreiben —
ein von Hand gesetztes `<` bleibt also stehen. Trifft es nicht mehr zu, werden
alle Marken neu gesetzt und das `<` dabei aufgelöst.
- Wo der Text **nicht beschreibbar** ist — bei einem Pad-Dokument (§9) —, gilt
der Eingriff **je Knoten** (Identität = Label-Pfad, wie bei „Was ist neu?“)
und **nur für die Sitzung**; ein Dokumentwechsel setzt ihn zurück. Dasselbe
gilt für einen Zustand, der sich in Marken gar nicht ausdrücken lässt (etwa
weil eine Fokusmarke `!!!` ihren Knoten immer wieder hervorholt): Dann wird
lieber nichts geschrieben, als einen Text zu hinterlassen, der etwas anderes
sagt als das Bild.
- Lässt sich ein Zustand in Marken **gar nicht ausdrücken** (etwa weil eine
Fokusmarke `!!!` ihren Knoten immer wieder hervorholt), wird lieber nichts
geschrieben, als einen Text zu hinterlassen, der etwas anderes sagt als das
Bild. Der Eingriff gilt dann **je Knoten** (Identität = Label-Pfad, wie bei
„Was ist neu?“) und **nur für die Sitzung**; ein Dokumentwechsel setzt ihn
zurück.
- **Für den ganzen Baum** gibt es im Diagramm-Kopf einen **Durchschalter**:
Jeder Druck stellt die **nächste** von vier Voreinstellungen her, reihum —
1. **ab Größe M abwärts zugeklappt**: jeder Knoten mit Kindern, dessen