docs+frontend: Gemeinsam arbeiten in Roadmap und Werkbaum-Plan

- docs/ROADMAP.md: neuer Abschnitt „Gemeinsam an einem Diagramm arbeiten" in
  drei Stufen — Lesen teilen (?sourceUrl=, vorhanden), asynchron über Git
  (heute schon möglich, weil der Plan Text ist: git diff/blame sind lesbar;
  Ausbau = Backend committet jede Änderung), live tippen (Transport ist der
  kleinere Teil, das Zusammenführen gleichzeitiger Änderungen der eigentliche;
  Text-CRDT passt wegen D14 ohne eigene Merge-Logik). Notiert auch, warum Git
  direkt aus dem Browser kein Live-Sync ist (Sync auf Zuruf, CORS-Proxy nötig,
  Konfliktmarker mitten in der Notation) und was vor einer Entscheidung offen
  ist (erste Laufzeit-Abhängigkeit, Commit-Granularität, Rechte).
- docs/examples/example-werkbaum.werkbaum: passender Zweig „Working together
  on one plan" (94 Knoten, parst ohne Warnung).

Dabei aufgefallen: Das mitgelieferte Dokument wurde nur EINMAL angelegt — die
Ergänzung hätte niemanden erreicht, der die Seite schon geöffnet hatte.
`werkbaum-seeded` hält deshalb statt '1' den Fingerabdruck (FNV-1a) der
ausgelieferten Fassung; bei neuer Fassung wird der Text nachgezogen, aber nur
wenn der Nutzer ihn nicht bearbeitet hat. Gelöscht bleibt gelöscht.
`resetToDefaults()` setzt den Merker mit.

Verifiziert im Browser, vier Fälle: alte unveränderte Fassung wird nachgezogen
(98 Zeilen, neuer Zweig da); selbst geänderter Text bleibt unangetastet;
gelöschtes Dokument kehrt nicht zurück; frischer Zustand zeigt die neue
Fassung (89 sichtbare Knoten, keine Warnung). Vitest 37/37.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
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mhoennig
2026-07-27 14:19:49 +02:00
co-authored by Claude Opus 4.8
parent e160015fc7
commit 68abdc6625
5 changed files with 105 additions and 19 deletions
+40
View File
@@ -44,6 +44,46 @@ in laufender Entwicklung, Integrationsfähigkeit erklärtes Ziel — noch zu
jung als Plattform-Ziel. Companion-App so schneiden, dass ein späterer
Umzug Taiga → Tenzu nur den API-Adapter betrifft.
## Gemeinsam an einem Diagramm arbeiten
Ziel: mehrere Personen ändern denselben Plan. Drei Stufen, aufeinander
aufbauend — die dritte lohnt nur, wenn wirklich gleichzeitig gearbeitet wird.
**1. Lesen teilen — vorhanden.** `?sourceUrl=` (D23) zeigt eine entfernte
Textdatei an; die Quelle wird anderswo gepflegt. Einbahnstraße, aber ohne
jeden Server.
**2. Asynchron ändern über Git — heute schon möglich, ohne eine Zeile Code.**
Die `.werkbaum`-Datei (D24) liegt im Repository, wird per Pull Request geändert
und per `?sourceUrl=` angezeigt. Weil der Plan **Text** ist (D14), sind
`git diff` und `git blame` tatsächlich lesbar („wer hat *Payment provider* auf
`[!]` gesetzt?"). Für einen Plan, der sich pro Woche und nicht pro Sekunde
ändert, ist das oft die passendere Antwort — mit Review und Historie obendrauf.
Ausbau: Das Backend (D13) legt jede Änderung als Commit ab und bekommt
Historie, Wiederherstellung und Verzweigungen für Szenarien geschenkt.
*Git direkt aus dem Browser* ist technisch möglich (`isomorphic-git` spricht das
HTTP-Smart-Protokoll), taugt aber nicht als Live-Sync: Es synchronisiert auf
Zuruf statt fortlaufend, braucht wegen fehlender CORS-Header einen Proxy (SSH
scheidet im Browser ohnehin aus), und ein Konflikt landet als
`<<<<<<<`-Markierung mitten in der Notation — der Parser sähe kaputte Zeilen.
**3. Live gemeinsam tippen — offen.** Der **Transport** ist das kleinere
Problem (WebSocket; SSE + POST oder WebRTC als Alternativen). Die eigentliche
Frage ist, was passiert, wenn zwei Personen **dieselbe Zeile** ändern: Naives
„jede Änderung sofort in beide Richtungen" führt zu Textsprüngen unter dem
Cursor und verlorenen Zeichen. Erprobte Antworten sind **Operational
Transformation** (Google Docs) und **CRDTs**. Für Werkbaum fällt die Wahl
leicht, weil D14 das Format auf puren Text festgelegt hat: Ein Text-CRDT
(`Y.Text` in Yjs, oder Loro) passt ohne eigene Merge-Logik darauf; Cursor und
Anwesenheit fallen als Beigabe ab. **Eigene Merge-Algorithmen sind hier kein
Betätigungsfeld** — das Problem ist gelöst.
Offene Punkte vor einer Entscheidung: Yjs wäre die **erste
Laufzeit-Abhängigkeit** überhaupt (CLAUDE: nicht ohne Rückfrage); wie CRDT-
Zustand und Git-Historie zusammenspielen (Commit-Granularität — nicht jeder
Tastendruck ein Commit); und wer bei einem Backend eigentlich was darf
(Rechte, siehe „Accounts" im Werkbaum-Beispielplan).
## Kleinere Ideen
- Deterministische Pastellfarbe pro `@name` (Personen wiedererkennen).
- Sichtbare Anmerkungen am Knoten (eigene Syntax, getrennt von `%%`).