# Anleitung: KI-Review für hsadmin-ng auf dev.hostsharing.net
Stand: 2026-10-05, nach dem Versuch auf git.javagil.de (siehe [betrieb-git.javagil.de.md](betrieb-git.javagil.de.md)).
Diese Anleitung ist noch nicht ausgeführt.
Was vor Ort zu prüfen ist, steht als „prüfen“ dabei.
## Ziel
Die Repositories `hostsharing/hs.hsadmin.ng` und das Frontend-Repository (Name prüfen) bekommen denselben KI-Review wie `mi/werkprobe`.
Unterschiede zum Versuch:
- Ein Frontier-Modell und höchstens 1 USD pro Review, weil es nur 2–3 PRs pro Tag gibt.
- Werkator läuft auf vm4006 mit rootless Docker statt Werkdock.
- Eigene Regeln für automatisch freigebbare Änderungen; Migrationen und RBAC bleiben YELLOW, bis das Team anders entscheidet.
## Zusammenspiel
So arbeiten die Systeme zusammen:
```mermaid
flowchart LR
dev["Entwickler"] -- "push, PR ohne WIP" --> gitea
human["Mensch, z. B. mi"] -- "Approval bei YELLOW" --> gitea
subgraph gitea["Gitea"]
pr["Pull Request"]
bp{"Branch Protection"}
end
subgraph host["vm4006"]
werkator["Werkator"]
subgraph sandbox["Docker-Container, frisches Home"]
werkrevisor["werkrevisor"] --> pragent["PR-Agent"]
end
mcfg[("Maschinen-Konfiguration:
Build ai-review, Secrets,
WERKREVISOR_CONFIG_TOML")]
end
openrouter["OpenRouter"] --> llm["Sprachmodell"]
werkator -- "pollt neue Heads und offene PRs" --> pr
mcfg -. "Befehl, Umgebung" .-> werkator
werkator -- "CI-Build" --> ci["normaler Build"]
werkator -- "PR-Target-Build" --> werkrevisor
werkrevisor -- "liest PR, Diff, Dateien" --> pr
pragent -- "Prompt" --> openrouter
werkrevisor -- "Kommentar, Approval / Request changes /
Review-Anfrage, ai-review/assessment" --> pr
werkator -- "Status werkator und ai-review/gate" --> pr
pr --> bp
bp -- "Merge erlaubt oder gesperrt" --> dev
```
## Voraussetzungen
| Was | Soll | prüfen |
| ----------------------- | ------------------------------------------ | ------------------------------------------------------------------ |
| Gitea | 1.27.3 | erledigt: `GET https://dev.hostsharing.net/api/v1/version` |
| Werkator auf vm4006 | mindestens 1.36.0 | Fußzeile der Werkator-Oberfläche |
| Docker auf vm4006 | rootless, für den Werkator-Benutzer | `docker info` als dieser Benutzer |
| Gitea-Administrator | darf Konten anlegen | Menü „Site Administration“ |
| Werkator-Gitea-Token | in `.git/werkator/.werkator.yml` (`git.token`) | nötig, damit Werkator offene PRs liest |
## 1. Bot-Konto
1. In dev.hostsharing.net als Administrator das Konto `ai-reviewer` anlegen:
- lokal;
- Passwort im Passwort-Manager;
- „Max. Anzahl an Repositorys“ `0`;
- nicht Administrator, keine Organisationen.
2. In beiden Repositories `ai-reviewer` mit Recht „Schreiben“ eintragen.
Bei Organisations-Repositories geht das als Mitarbeiter oder über ein eigenes Team nur für diese beiden Repositories.
Ohne Schreibrecht zählt das Approval des Bots nicht als offiziell.
3. Als `ai-reviewer` den Token `pr-agent-bot` erzeugen:
- repository: Lesen und Schreiben;
- issue: Lesen und Schreiben;
- user: Lesen.
Ohne „user: Lesen“ kann werkrevisor seine eigenen Kommentare nicht erkennen.
## 2. OpenRouter-Key
Einen eigenen Key für Hostsharing anlegen, damit die Kosten getrennt bleiben, z. B. `hostsharing-review`.
Vorschlag für das Limit: 60 USD, monatlich zurückgesetzt; das reicht für etwa 60–90 Reviews bis 1 USD.
Für den Classifier Jev (ab werkrevisor 0.5.0, `[engine] mode` `classifier` oder `combined`) kommt ein TypeSafe-Key hinzu.
Er steht als `TYPESAFE_API_KEY` neben `OPENROUTER_API_KEY` in `docker.env`.
Mit dem Standard `mode = "llm"` ist er nicht nötig.
## 3. Modell und Betreiber-Konfiguration
Die Konfiguration steht in werkrevisor unter `config/hsadmin-ng.toml` und kommt ins Image; ein PR kann sie nicht ändern.
Vor der Aktivierung festzulegen:
- **Modell:** Kandidaten mit Preisen vom 2026-10-05 in USD pro 1 Mio. Tokens (Input / Output):
- `anthropic/claude-sonnet-5.5`: 2 / 10;
- `openai/gpt-6-astra`: 10 / 50.
Auswahl nach einem Offline-Vergleich (Schritt 6), nicht nach Gefühl.
- **Preise und Grenzen:**
- Die Preise des gewählten Modells gehören in `[model]`.
- `max_input_tokens` und `max_output_tokens` so wählen, dass `2 × (Input × Preis + Output × Preis)` höchstens 1 USD ergibt.
- **Kategorien:** `docs` = `doc/**`, `**/*.md`; `tests` = `src/test/**`; `main` = `src/main/**`; `api_spec` = `src/main/resources/api-definition/**`.
- **Harte YELLOW-Regeln, Vorschlag:**
- Liquibase-Changelogs `src/main/resources/db/**`;
- RBAC und Security (`**/rbac/**`, `**/*Security*`, `**/*ApiKey*`);
- Build und Abhängigkeiten (`build.gradle.kts`, `buildSrc/**`, `gradle/**`);
- CI und Deployment (`.werkator*`, `tools/remote`, `Dockerfile*`);
- Profile (`src/main/resources/application*.yml`).
Die endgültige Liste legt das Team fest.
- **Projektwissen:**
- `repo_context_files = ["AGENTS.md"]` gibt dem Modell die Review-Regeln des Projekts mit.
- PR-Agent liest die Datei über die Gitea-API aus der Basis des PRs, nie aus dem PR selbst; ein PR kann seine eigenen Review-Regeln also nicht ändern.
- **Gate:** `yellow_gate = "approval"`, `human_reviewers` = die drei Entwickler-Konten.
- **Vollständige Dateien:** Ab werkrevisor 0.3.0 sieht das Modell nach dem Diff auch den vollständigen neuen Inhalt jeder geänderten Datei (`full_files = true`).
Passt eine Datei nicht in die Grenzen `max_full_file_chars` bzw. `max_full_files_chars`, wird das Ergebnis höchstens YELLOW.
- **Engine:** `[engine] mode = "llm"` bleibt der Standard.
Mit `combined` bewertet Jev zuerst die Abschnitte und Gherkin-Szenarien der PR-Dokumente unter `doc/PR/`;
ein klar schlechtes Szenario ergibt RED, auch ohne Befund des LLM.
Die Fragen und Schwellwerte in `[classifier]` vorher mit `tools/jev-eval` an den vorhandenen PR-Dokumenten prüfen.
## 4. Image auf vm4006
Auf vm4006 als Werkator-Benutzer:
```bash
git clone https://git.javagil.de/mi/werkrevisor.git && cd werkrevisor
docker pull pragent/pr-agent:0.47.0@sha256:7d98954c29289846a08faf00aaea0f1f1375b1676cd8a2ed303e0af07010af7a
docker build --pull=false -t werkrevisor:$(sed -n 's/^__version__ = "\(.*\)"$/\1/p' werkrevisor/__init__.py) .
```
Jede neue werkrevisor-Version bekommt ein eigenes Tag; die Build-Definition nennt das Tag ausdrücklich.
## 5. Werkator-Build-Definition
Je Repository in der Maschinen-Konfiguration `.git/werkator/.werkator.yml` auf vm4006 (nie in eine eingecheckte Datei):
```yaml
builds:
ai-review:
trigger:
onPullRequestTarget: true
statusContext: ai-review/gate
cleanCommand: ""
buildCommand: python -s -m werkrevisor
timeout: 15m
artifactDirs: [build/werkrevisor]
docker:
enabled: true
image: werkrevisor:0.4.0
env:
PYTHONNOUSERSITE: "1"
GITEA_BOT_TOKEN: "…"
OPENROUTER_API_KEY: "…"
# nur für [engine] mode "classifier" oder "combined":
# TYPESAFE_API_KEY: "…"
# Die vollständige Betreiber-Konfiguration, Ausgangspunkt ist config/hsadmin-ng.toml.
WERKREVISOR_CONFIG_TOML: |
[model]
id = "openrouter/anthropic/claude-sonnet-5.5"
input_price_usd_per_mtok = 2.00
output_price_usd_per_mtok = 10.00
max_input_tokens = 190000
max_output_tokens = 10000
reasoning_effort = "medium"
# … alle weiteren Abschnitte aus config/hsadmin-ng.toml …
```
Modell und Reasoning-Stufe wechselt man in `WERKREVISOR_CONFIG_TOML` (`id`, beide Preise, `reasoning_effort`, bei Bedarf die Token-Grenzen); der nächste Review nutzt sie, ein neues Image ist nicht nötig.
Der eingebettete TOML-Text ersetzt die Datei vollständig, deshalb immer die ganze Konfiguration einfügen; fehlt ein Abschnitt, bricht werkrevisor mit ERROR ab.
`python -s` und `PYTHONNOUSERSITE=1` verhindern, dass Python Code aus dem Home-Verzeichnis lädt; ohne sie bricht werkrevisor mit Exit 30 ab.
Die Datei muss die Rechte `600` haben.
Zuerst eine Sicherung der bisherigen Datei anlegen.
Das Timeout muss über `timeout_seconds × (max_retries + 1) + 120` Sekunden liegen.
## 6. Erprobung vor der Aktivierung
1. **Nur Regeln, kostenlos:** `tools/dry-run config/hsadmin-ng.toml` für die letzten etwa 25 gemergten PRs.
Ergebnis: Welche PRs würden die Regeln automatisch freigeben, welche würden sie sperren?
2. **Mit Modell:** dieselben PRs mit `--llm` und je Kandidatenmodell; zuerst PRs, deren Befunde aus menschlichen Reviews bekannt sind.
Ergebnis: gefundene und übersehene Befunde sowie die Kosten je Modell.
3. Mit dem Team die Regeln und das Modell festlegen.
`tools/dry-run` schreibt nichts nach Gitea; es braucht `GITEA_BOT_TOKEN` (Lesen genügt) und für `--llm` den OpenRouter-Key.
## 7. Branch Protection
Erst nach Schritt 6 und erst, wenn ein paar echte PRs ohne Pflicht gelaufen sind.
1. Die bestehende Regel sichern:
`GET /api/v1/repos///branch_protections/master` in eine Datei schreiben.
2. Die Regel per `PATCH` ergänzen; die bestehenden Status-Kontexte (z. B. `GitTally`) bleiben:
| Feld | Wert |
| ----------------------------------- | --------------------------------------------- |
| `status_check_contexts` | bisherige Kontexte und `ai-review/gate` |
| `required_approvals` | `1` |
| `enable_approvals_whitelist` | `true` |
| `approvals_whitelist_username` | `ai-reviewer` und die menschlichen Reviewer |
| `block_on_rejected_reviews` | `true` |
| `block_on_official_review_requests` | `true` |
| `dismiss_stale_approvals` | `true` |
| `block_on_outdated_branch` | `true` |
| `block_admin_merge_override` | `true`, damit auch Administratoren die Sperre nicht übergehen |
3. Mit einem harmlosen PR prüfen: GREEN wird mergebar, YELLOW sperrt bis zum Approval.
## Vertrauensmodell
Auf vm4006 laufen nur eng zusammengehörige Repositories (Backend und Frontend von hsadmin-ng).
Pushen können nur Entwickler, die ohnehin Schreibrecht auf allen diesen Repositories und vollen Zugriff auf vm4006 haben.
Ein CI-Build mit Docker-Socket (Testcontainers) könnte das Image `werkrevisor:` umbenennen oder ersetzen;
dieses Restrisiko ist akzeptiert, weil ein PR niemandem mehr Zugriff verschafft, als er schon hat.
Sobald Fremde pushen dürfen, etwa bei einem öffentlichen Repository, muss die Build-Definition das Image über seine ID ansprechen (`docker image inspect --format '{{.Id}}' werkrevisor:`).
## Rückbau
1. Die gesicherte Branch-Protection-Regel per `PATCH` zurückschreiben.
2. Den Block `builds.ai-review` aus der Maschinen-Konfiguration entfernen.
3. `ai-reviewer` aus den Repositories entfernen, Token löschen, Konto deaktivieren.
4. Den OpenRouter-Key löschen.
5. `docker image rm werkrevisor:`.
## Offene Punkte vor dem Einsatz
- Vollständige geänderte Dateien als Kontext (werkrevisor).
- Review-Builds sollen nicht hinter der CI warten; dazu müssen sie das Limit `maxConcurrentPerRepository` umgehen können (Werkator).
- Ein menschliches Approval sollte `ai-review/assessment` aktualisieren (Werkator oder werkrevisor).
- Konfiguration für das Frontend-Repository; dessen Pfade kenne ich noch nicht.